Kippt die Neusser Innenstadt? Thomas Ose leitet den letzten großen, inhabergeführten Einzelhändler in der City – und geht hart mit Politik und Stadtverwaltung ins Gericht. Im Interview macht er vor allem mangelnde Sicherheit und Sauberkeit als Probleme aus.
21.10.2026 · 04:50 Uhr
Ist nicht einverstanden mit der Entwicklung der Neusser Innenstadt: Heinemann-Chef Thomas Ose.
Foto: Melainie Zanin/Melanie ZaninInterview | Neuss · Kippt die Neusser Innenstadt? Thomas Ose leitet den letzten großen, inhabergeführten Einzelhändler in der City – und geht hart mit Politik und Stadtverwaltung ins Gericht. Im Interview macht er vor allem mangelnde Sicherheit und Sauberkeit als Probleme aus.
Durch das Heinemann-Haus am Büchel weht Neusser Stadtgeschichte: Die Firma ist 207 Jahre alt, älter als das Schützenfest. Generationen von Neussern sind bei Heinemann eingekleidet worden. Thomas Ose, seit 2022 Geschäftsführer, hat zu dieser besonderen Historie eine Geschichte auf Lager. Einmal, erzählt er, habe eine alte Dame im Laden gestanden, bitterlich weinend. Er sei zu ihr gerannt, in der Annahme, sie habe sich verletzt. Ob es ihr gut gehe? „Mir fehlt nichts“, sei die Antwort gewesen. „Aber wissen Sie: Wenn ich bei Ihnen im Haus bin, dann sehe ich mich mit meiner Großmutter und meiner Mama hier durchgehen.“ Ose krempelt seinen Ärmel hoch: Schauen Sie mal, Gänsehaut, nur vom Erzählen.