Vor drei Wochen ist Marc Lüthi zum Verwaltungsratspräsidenten des Eishockeyverbands gewählt worden. Rund um Swiss Ice Hockey gibt es weiterhin reichlich Unruhe.
Vor drei Wochen ist Marc Lüthi zum Verwaltungsratspräsidenten des Eishockeyverbands gewählt worden. Rund um Swiss Ice Hockey gibt es weiterhin reichlich Unruhe.
17.09.2026, 05.30 Uhr
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Peter Schneider / Keystone
Die gute Nachricht zuerst: Der Verwaltungsrat von Swiss Ice Hockey wird um eine achte Person erweitert werden. Nina von Siebenthal nimmt künftig Einsitz. Die einstige Spitzengolferin bringt Marketingfachwissen mit und ist die Lebenspartnerin des langjährigen ZSC-Torhüters Lukas Flüeler. Von Siebenthal wird neben der Ex-Spielerin Kathrin Lehmann die zweite Frau im SIHF-Kontrollgremium sein. Und soll fraglos dabei helfen, den Verband künftig zu befrieden.
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Das scheint ein schwieriges Unterfangen zu sein, die Fluktuation auf der Geschäftsstelle bleibt hoch. Mit Alexander Jäger, dem Director Officiating, hat eine weitere Führungskraft ihre Kündigung eingereicht. Der Deutsche war erst 2025 eingestellt worden und hatte schon bei der Champions Hockey League mit dem CEO Martin Baumann zusammengearbeitet. Dem Vernehmen nach soll aber auch er sich mit Baumann überworfen haben, die Liste an ähnlich gelagerten Fällen ist lang.
Immerhin bleibt Jäger, 50, Swiss Ice Hockey bis zum Ende der am Dienstag angelaufenen Saison 2026/27 erhalten. Unklar ist, welche Pläne Lüthi mit Baumann hat und ob und wann er ihn zu ersetzen gedenkt.
Der 65-jährige Lüthi hatte unmittelbar nach seiner Wahl Sparmassnahmen angekündigt. Bevor diese umgesetzt werden, wird nun eine Analyse vorgenommen. Baumann hatte diesen Auftrag ursprünglich an die von ihm immer wieder berücksichtigte Agentur Two Circles vergeben. Lüthi machte den Entscheid rückgängig und hat für die Prüfung der gegenwärtigen Strukturen einen alten Bekannten reaktiviert: Florian Kohler, zwischen 2013 und 2018 CEO von Swiss Ice Hockey, erhielt den Zuschlag. Der 51-Jährige gehört zu den Mitbesitzern des EHC Chur. Er hat im August innerhalb der Swiss League eifrig die Werbetrommel für Lüthi gerührt.
Für grösseres Aufsehen sorgte in der Branche, wer von Lüthi den Auftrag erhalten hat, die Verbandsfinanzen unter die Lupe zu nehmen: Es ist Adrian Verdun. Verdun ist ein ehemaliger UBS-Banker, der seit einigen Monaten Lüthis Geschäftspartner ist. Nach dem Abgang Lüthis als CEO des SC Bern gründeten die beiden mit dem ehemaligen Berner GLP-Grossrat Daniel Trüssel das Beratungsunternehmen The Hattrick.