Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Ostdeutschland holt seit Jahren wirtschaftlich kaum noch auf

Дата публикации: 03-10-2026 15:48:00

Ostdeutschland erreicht knapp 79 Prozent des Westniveaus. Ein IW-Index zeigt, warum der wirtschaftliche Aufholprozess seit fünf Jahren stockt.

Основное содержимое страницы с новостью.

Seit fünf Jahren kommt Ostdeutschland wirtschaftlich kaum noch voran. Ein IW-Index zeigt, wo der Osten gegenüber dem Westen besonders zurückliegt.

Dabei hat der Osten seit der Wiedervereinigung durchaus aufgeholt. 1991 lag die Wirtschaftskraft der fünf ostdeutschen Flächenländer erst bei rund 51 Prozent des Westniveaus. 2025 waren es knapp 79 Prozent. Doch seit 2020 bewegt sich der Wert kaum noch: Er pendelt zwischen 78 und 79 Prozent. Die wichtige Marke von 80 Prozent hat Ostdeutschland damit bislang nicht erreicht.

Der Osten holt trotz schwacher West-Wirtschaft nicht auf

Bemerkenswert dabei: Der Stillstand lässt sich nicht damit erklären, dass der Westen besonders stark davonzieht. Die deutsche Wirtschaft insgesamt stagniert seit Jahren.

Ähnliche Phasen gab es laut IW bereits früher – etwa ab 1997 und erneut ab 2010. Damals wuchs die westdeutsche Wirtschaft deutlich und der Osten konnte nicht mithalten. Heute ist die Ausgangslage eine andere: Auch der Westen wächst kaum, trotzdem gelingt den ostdeutschen Ländern kein weiterer großer Schritt nach vorn. Besonders deutlich zeigen sich die Probleme bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Forschung.

ANZEIGE

ANZEIGE

Der Einheitsindex des IW

Der Index fasst mehrere Faktoren zusammen. Neben der Wirtschaftsleistung je Einwohner fließen unter anderem Produktivität, Kapitalstock, Hochqualifizierte in Forschung und Entwicklung, Erwerbsbeteiligung sowie Arbeitslosen- und Selbstständigenquote ein.

Weniger Menschen arbeiten

Ein wichtiger Faktor ist die Erwerbsbeteiligung. 2010 erreichte Ostdeutschland bei diesem Indikator noch knapp 89 Prozent des Westniveaus. 2025 waren es nur noch gut 85 Prozent.

Damit ist der Abstand wieder so groß wie zuletzt Anfang der 1990er-Jahre. Für die ostdeutsche Wirtschaft ist das besonders problematisch, weil gleichzeitig die Bevölkerung altert und vielerorts Fachkräfte fehlen.

Beim Kapitalstock geht es kaum voran

Auch bei den Investitionen ist der Aufholprozess weitgehend zum Erliegen gekommen. Der sogenannte Kapitalstock umfasst unter anderem Maschinen, Fabriken, Straßen und Gebäude.

2010 lag Ostdeutschland bei knapp 77 Prozent des westdeutschen Niveaus. Bis 2025 stieg der Wert nur auf gut 79 Prozent. Beim Aufbau von produktivem Kapital hat der Osten in den vergangenen 15 Jahren kaum noch Boden gutgemacht.

Bei Forschung fehlen vor allem Unternehmen

Noch größer ist die Lücke bei den Beschäftigten in Forschung und Entwicklung. Hier erreicht Ostdeutschland laut IW lediglich gut 46 Prozent des westdeutschen Niveaus.

Das Problem liegt dabei nicht in erster Linie an Hochschulen und öffentlichen Forschungseinrichtungen. Dort ist der Osten vergleichsweise gut aufgestellt. Was fehlt, sind vor allem Forschungskapazitäten in der Wirtschaft.

Ein Grund dafür ist die Unternehmensstruktur: In Ostdeutschland gibt es deutlich weniger große Unternehmen, die umfangreiche Forschungsabteilungen unterhalten.

Diese Probleme bremsen den Osten aus

Die demografische Entwicklung trifft Ostdeutschland auf mehreren Ebenen gleichzeitig:

  • Weniger Einwohner: Die Zahl der potenziellen Arbeitskräfte sinkt.
  • Mehr ältere Menschen: Immer mehr Beschäftigte scheiden aus dem Arbeitsleben aus.
  • Fachkräftemangel: Unternehmen finden schwieriger Personal.
  • Zu wenig Unternehmensforschung: Große Forschungsabteilungen sind im Osten seltener.
  • Schwache Investitionsdynamik: Beim Kapitalstock wird die Lücke zum Westen kaum kleiner.
  • Politischer Konflikt: Gerade im Osten ist die AfD stark, während die Wirtschaft dort besonders auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen ist.
Tesla und Chipindustrie zeigen, dass Aufholjagd möglich ist

Ganz ohne Erfolgsgeschichten ist die Entwicklung allerdings nicht. In einigen Zukunftsbranchen haben sich ostdeutsche Standorte zuletzt stark entwickelt.

Ein Beispiel ist das Tesla-Werk in Grünheide bei Berlin. Auch Dresden hat sich zu einem bedeutenden Standort der Halbleiterindustrie entwickelt. Hinzu kommt der starke Ausbau erneuerbarer Energien.

Solche Ansiedlungen können der Region neue Arbeitsplätze, Investitionen und technisches Know-how bringen. Sie ändern bislang allerdings nichts daran, dass der gesamte Aufholprozess im Vergleich zum Westen kaum noch vorankommt.

Demografie wird zum größten Problem

Eine besondere Herausforderung ist die Bevölkerungsentwicklung. Nach einer IW-Prognose könnte die Bevölkerung in Ostdeutschland bis 2045 ohne zusätzliche Zuwanderung um mehr als ein Fünftel schrumpfen. Damit wäre der Rückgang deutlich stärker als im Westen.

Für die Unternehmen verschärft sich dadurch das Fachkräfteproblem. Der Osten ist deshalb besonders auf Zuwanderung angewiesen, um die Zahl der Beschäftigten trotz Alterung und Bevölkerungsrückgang stabil zu halten. Gleichzeitig wird es wichtiger, ältere Arbeitnehmer länger im Berufsleben zu halten. Gerade beim Thema Arbeitskräfte sieht das IW deshalb einen entscheidenden Hebel für den weiteren Aufholprozess.

AfD-Erfolg trifft auf Fachkräftemangel

Für den Osten kommt ein politisches Problem hinzu: Ausgerechnet die Regionen, die demografisch besonders stark auf Zuwanderung angewiesen sind, sind politisch besonders skeptisch gegenüber Migration.

Das IW weist in seiner aktuellen Analyse darauf hin, dass die ostdeutschen Länder wegen ihrer Bevölkerungsentwicklung stärker als der Westen auf ausländische Fachkräfte angewiesen sind. Nach jüngsten Wahlergebnissen sei deshalb fraglich, wie offen die Region künftig für Zuwanderung bleibe.

Wie groß die Bedeutung ausländischer Beschäftigter bereits heute ist, zeigen weitere IW-Zahlen: 2025 erwirtschafteten Beschäftigte ohne deutschen Pass in den sechs ostdeutschen Bundesländern rund 68,3 Milliarden Euro beziehungsweise mehr als zehn Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung. Ihr Anteil an der Beschäftigung stieg zwischen 2015 und 2025 von knapp fünf auf mehr als 13 Prozent.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Warum der Aufholprozess im Osten ins Stocken gerät011.7728-05-2026
2Bis 43 % mehr: Im Einkommensrennen macht der Osten Boden gut021.5413-05-2026
3„Historische Stagnation“ raubt Deutschlands Wirtschaft 470 Milliarden Euro018.8619-10-2026
4Региональная активность выросла до 70%, но бизнес работает в условиях слабого спроса в июне 2026 года012.924-08-2026
5Ist Sachsens CDU noch ein Freund der Wirtschaft?07.6603-03-2026
6Wir sind uns näher, als wir denken: Doch ihren Problemen entwachsen ist die Einheit noch nicht07.1301-10-2026
7Решетников: экономическая активность в России достигла уровня 79% от докризисного0027-05-2020
8Konjunktur: Bericht – IW sieht steigendes Wachstumspotenzial der deutschen Wirtschaft ab 2030010.3817-10-2026
9"Это еще не конец". Москва отбросила Германию на пятнадцать лет назад09.8818-08-2026
10Erbschaften im Vergleich: Westen erbt 142,5 Milliarden Euro – im Osten sind es nur 8 Milliarden021.3103-10-2026

Классификация: Экономика. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 14.63. Источник: rss.focus.de.