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Putin gibt dieses Jahr die Rekordsumme von 200 Milliarden Dollar für den Krieg aus – 60 Milliarden US-Dollar Mehrausgaben

Дата публикации: 09-10-2026 05:26:00

Der Kreml stockt die vorgesehenen Mittel für die Kriegswirtschaft auf. Das treibt das Land stärker ins Defizit.

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Der Kreml stockt die vorgesehenen Mittel für die Kriegswirtschaft auf. Das treibt das Land stärker ins Defizit. Es geht um 60 Milliarden US-Dollar an Mehrausgaben.

Die Militärausgaben des Kremls sollen 2026 einen Rekord brechen. Bis Jahresende steigen sie um 60 Milliarden auf um die 200 Milliarden US-Dollar. Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine drastische Anpassung im Haushalt vorgenommen und schafft so die Basis für einen länger anhaltenden Krieg in der Ukraine.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Russland gibt Rekordsummen für die Kriegswirtschaft aus.
  • Das treibt den Haushalt tiefer ins Defizit: Dieses beträgt umgerechnet schon mehr als 73 Milliarden Euro.
  • Klassische Geldeinnahmequellen wie der Energiesektor schwächeln.
  • Der Kreml greift daher zunehmend auf alternative Quellen zurück.
Putin gibt mit Kriegswirtschaft Vollgas

Gegenüber den ursprünglichen Plänen wäre das ein Anstieg von rund 40 Prozent. So berichtet es „Bloomberg“ und beruft sich auf zwei Insider, die anonym bleiben wollen. Ihnen zufolge soll Putins Schwenk dazu beigetragen haben, dass sich das Haushaltsdefizit für 2026 auf um die sieben Billionen Rubel aufgebläht hat. Umgerechnet sind das ungefähr 73,3 Milliarden Euro.

Erwartet hatte Russland etwas mehr als die Hälfte davon. Die zusätzlichen Ausgaben für 2026 finanziert die Regierung in Moskau durch eine verstärkte Kreditaufnahme im Inland und massive Goldverkäufe.

Darüber hinaus verfolgt der Kreml verschiedene Strategien, die neues Geld in die Haushaltskasse spülen sollen. Zum Beispiel musste die Regierung schon wichtige Investitionen canceln oder kürzen oder Steuern erhöhen. Auch Enteignungen von reichen Unternehmern bringen viele Millionen Euro. Die Hoffnung, das Haushaltsdefizit von 2,6 Prozent (2025) auf 1,6 Prozent zu senken, ist aber gescheitert.

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Russland versinkt tiefer im Defizit

Stattdessen soll das Haushaltsdefizit am Ende des Jahres auf drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes wachsen. Das teilte der Finanzminister Anton Siluanow Mitte September mit.

Schon im Zeitraum Januar bis August lag das Defizit laut „Reuters“ bei 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die ganze Entwicklung wird direkt von den enormen Kriegskosten ausgelöst, während Russlands Einnahmen unter Druck geraten.

Energie-Exporte werfen nicht mehr dasselbe Geld ab

Einige Jahre lang war es Russland gelungen, die hohen Ausgaben mit Einnahmen aus dem Energiesektor zu stemmen. Das funktioniert derzeit immer weniger, weil die Energieexporte des Landes nicht mehr so viel abwerfen wie früher. Die Energieeinnahmen waren (Stand Ende September 2026) um 17 Prozent niedriger als im Vorjahr, und das, obwohl Rohöl durch den Irankrieg künstlich verteuert ist.

Die Steuereinnahmen aus der Öl- und Erdgasproduktion fielen in den ersten drei Quartalen 2026 auf 5,47 Billionen Rubel (von 6,61 Billionen im Vorjahr). Das zeigten Finanzdaten. Russland entgehen allein damit umgerechnet um die 11,9 Milliarden Euro.

Diesel-Krise trifft auch Europa

Wegen Russlands Bedeutung als Energieexporteur hat diese Entwicklung gravierende Auswirkungen auf den Weltmarkt. Länder, die ihren Diesel vorher von Russland gekauft haben, mussten umschwenken und sich an andere Lieferanten wenden. Dazu gehört etwa Brasilien. Problematisch daran: So traten sie zwangsläufig in Wettbewerb mit Ländern, die mit den russischen Diesel-Exporten normalerweise gar nichts zu tun haben. Wie etwa Deutschland, das viel Öl aus den USA oder Kasachstan kauft.

Diese Verknappung der Rohstoffe auf dem Weltmarkt hat auch Auswirkungen auf Deutschland. Diesel, das klassisch billiger ist als reguläres Benzin, ist wegen der Mischung aus Russlands Krise und dem Krieg am Persischen Golf teurer. Für viele deutsche Autofahrer heißt das: Sie lassen das Auto immer öfter stehen und suchen Alternativen.

Die immer weiter steigenden Rüstungsausgaben Russlands zeigen, dass von russischer Seite keine Erleichterung gewollt ist. Vielmehr kann die Krise, versorgt mit neuen Mitteln, noch deutlich länger dauern.

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