Der neue Cheftrainer des Drittligisten steht am Samstag vor seinem ersten Pflichtspiel. Allerdings bekam die Ausfallliste für das Spiel in Rostock kurzfristig Zuwachs. So bewertet der 49-Jährige die Situation und spricht über seine Gefühle vor dem Einstand.
Der neue Cheftrainer des Drittligisten steht am Samstag vor seinem ersten Pflichtspiel. Allerdings bekam die Ausfallliste für das Spiel in Rostock kurzfristig Zuwachs. So bewertet der 49-Jährige die Situation und spricht über seine Gefühle vor dem Einstand.
23.10.2026 , 06:00 Uhr
Jens Langeneke ist neuer Cheftrainer von Fortunas Drittliga-Mannschaft und ist der Nachfolger von Alexander Ende.
Foto: RP/FuPa/Jochen Classen(pn) Von Aufregung war bei Jens Langeneke vor seiner ersten Pressekonferenz keine Spur zu sehen. Fortunas neuer Trainer gab sich am Donnerstagnachmittag recht locker, dennoch war für den 49-Jährigen eine gute Vorbereitung alles. Deshalb schnappte er sich vor seinem Statement zügig einen Kugelschreiber und ein Blatt Papier, um sich letzte Notizen zu machen. Primär ging es um Profis, die im Drittliga-Spiel am Samstag bei Hansa Rostock nicht mit dabei sind. „Es gibt keine großen Änderungen. Weiterhin fehlen werden Felix Meiser, Lukas Eixler und Dominique Heintz“, sagte Langeneke zunächst, ehe er im Anschluss einen Ausfall vermeldete, der ihm persönlich besonders wehtat.
Neben Offensivmann Eixler und den Innenverteidigern Meiser und Heintz fehlt Langeneke in seinem ersten Spiel ein weiterer Profi für das Abwehrzentrum. „Leider musste sich auch Elias Egouli krankheitsbedingt abmelden, sodass er am Samstag in Rostock nicht spielen wird“, berichtete der Coach. Seinen Schützling kennt er aus gemeinsamen Zeiten bei der U23, die er vor der Anstellung als Trainer der Profimannschaft betreute, bestens. Entsprechend traf ihn Egoulis Ausfall besonders. „Es ist nie gut, wenn Spieler nicht zur Verfügung stehen. ‚Eli’ ist für uns ein wichtiger Spieler, das steht völlig außer Frage“, betonte der gebürtige Lippstädter.
Im Profikader trifft er auf einige Schützlinge, mit denen er bereits bei der „Zwoten“ zusammengearbeitet haben. Zwei davon stehen zwar bei Fortuna unter Vertrag, sind aber aktuell verliehen; sie können die Chance, sich unter einem vertrauten Trainer zeigen zu können, erst einmal nicht nutzen. Wer hat die meisten Spiele unter dem neuen Coach bestritten?
Foto: Moritz MuellerSomit herrscht auf der Innenverteidigerposition durchaus ein Engpass, den die Düsseldorfer derzeit aber kompensieren können. „Trotzdem besteht der Kader nicht nur aus wenigen Spielern. Diejenigen, die spielen werden, zu denen habe ich auch das größte Vertrauen. Wir werden es ersetzt bekommen“, erzählte Langeneke und betonte: „Trotzdem tut es mir für ‚Eli’ leid.“ Wer im Fall einer wahrscheinlichen Viererkette neben Tim Oberdorf im Abwehrzentrum auflaufen würde, löste der Coach nicht auf, doch die Option könnte recht naheliegend sein. Lukas Bornschein dürfte Egoulis Platz einnehmen – die Osnabrück-Leihgabe vertrat den 24-Jährigen bereits, als dieser wegen einer Gelb-Rot-Sperre gegen Verl (2:2) aussetzte. Eine weitere theoretische Möglichkeit wäre Marcel Benger, der bereits zweimal im Niederrheinpokal als Innenverteidiger auflief.
Unabhängig davon möchte Langeneke einen gelungenen Einstand hinlegen. Und obwohl er sehr fokussiert auf die Partie ist, versteckt er eine gewisse Vorfreude auf seinen ersten Einsatz nicht. „Es wird nicht nur irgendwie kribbeln, sondern es wird ganz schön kribbeln. Das muss es auch. Natürlich ist es für mich das erste Mal als Trainer der ersten Mannschaft in der Dritten Liga. Es ist ein Auswärtsspiel, auf das ich vom Umfeld her schon Bock habe“, erzählte Langeneke und verdeutlichte: „Das ist jetzt kein Alltag oder business as usual. Doch wenn der Schiedsrichter anpfeift, dann geht es um Fußball und eine Aufgabe, die ich mit der Mannschaft zu erledigen habe.“
Zimmermanns ehrliche Einschätzung
Seine Führungsrolle nimmt Matthias Zimmermann im komplett umstrukturierten Düsseldorfer Kader einmal mehr vollends an. Durch die Freistellung von Alexander Ende und die Beförderung von Jens Langeneke sieht der Routinier persönlich Potenzial. Zimmermanns ehrliche Einschätzung
Zwei Systeme bieten sich als Rauten-Ersatz an
Jens Langeneke hat mit Blick auf seinen breiten Kader einige Optionen, um für seine Düsseldorfer Mannschaft in eine passende Grundordnung zu finden. Die gehen auch weit über das gewohnte Rautensystem und Langenekes 4-2-3-1 aus der U23 hinaus. Zwei Systeme bieten sich als Rauten-Ersatz an
Die Gewinner des Trainerwechsels
Die Düsseldorfer verfügen auch nach dem großen Umbruch im Sommer über einen breiten Kader; dafür hat Sportvorstand Samir Arabi gesorgt. Nach dem Trainerwechsel gibt es nun einige Kandidaten, die profitieren könnten. Die Gewinner des Trainerwechsels
Unberechenbarkeit kostet Ende den Job
Nach einem halben Jahr als Trainer in Düsseldorf muss Alexander Ende seinen Hut nehmen. Nach dem Komplett-Umbruch im Sommer durfte der 47-Jährige helfen, seinen Kader zusammenzustellen. Letztlich wurde er der zentralen Probleme aber nicht mehr Herr. Unberechenbarkeit kostet Ende den Job
Langfristiger Plan mit Langeneke
Die Formulierung rund um Fortunas Trainerwechsel von Alexander Ende zu Langeneke sorgt durchaus für Unklarheiten, wie lange die Vereinslegende befördert wird. Dahinter steckt eine nachvollziehbare Strategie der Verantwortlichen. Langfristiger Plan mit Langeneke
Die Fortuna-Verantwortlichen um Samir Arabi und Patrick Fabian trauen Jens Langeneke zu, bei seiner ersten Station in der Dritten Liga zu bestehen. Natürlich wurde allerdings nicht nur diese Option abgeklopft. Es gab Alternativen
Um 10.59 Uhr gab es Applaus: Jens Langeneke machte sich gemeinsam mit seinem neuen Assistenztrainer Adam Bodzek auf dem Weg zum Trainingsplatz. Nach der Einheit schaffte der neue Proficoach Klarheit bei den Personalfragen. Die neue Fortuna
Seine Lockerheit sticht hervor
Für Jens Langeneke standen am Dienstag gleich mehrere erste Male in seiner neuen Rolle an. Erst drehte sich alles um die Einheit mit den Spielern, dann stellte sich die Vereinslegende den Fragen der Journalisten, beides aber in demselben Modus. Seine Lockerheit sticht hervor
Fans sehnen sich nach Identifikation
Sein Name fiel bei den Fans schon häufig als Wunschlösung. Nun ist es so weit: Jens Langeneke ist neuer Cheftrainer des Drittligisten. Mit der Lösung setzen die Verantwortlichen auf Identifikation. Fans sehnen sich nach Identifikation
Fünf Erkenntnisse aus dem Neustart
Natürlich wird beim ersten Training eines neuen Übungsleiters ganz genau hingeschaut. Welche Spieler fallen auf? Welche Schwerpunkte werden nach dem Amtsantritt direkt gesetzt. Die Eindrücke nach dem Fortuna-Dienstagstraining. Fünf Erkenntnisse aus dem Neustart
Der Trainer erlebt wilde Stunde in der Arena
Nicht jeder Trainer einer Zweitvertretung pflegt ein enges Verhältnis zu den Verantwortlichen der Profis und zeigt Eigeninteresse daran, alles im Blick zu behalten. Das sah bei Jens Langeneke ganz anders aus, was sicherlich kein Nachteil ist. Der Trainer erlebt wilde Stunde in der Arena
Ende lobt Arden und dessen Ersatz
Die Düsseldorfer könnten die englische Woche mit einer beachtlichen Ausbeute von sieben Punkten beenden. Darüber hinaus ist auch die Entwicklung der personellen Situation erfreulich. Das führt zu einer Konstellation mit Seltenheitswert. Ende lobt Arden und dessen Ersatz
Die gefährlichsten Aktionen von Anas Slimani bei Fortunas 2:1-Sieg in Münster erweckten zunächst den Anschein, als seien sie einstudiert und von Alexander Ende vorgegeben. Doch das verneinte der Trainer hinterher. Slimanis Schachzug zum Sieg
Hottmann opfert sich in Münster auf
Beim ganz späten 2:1-Erfolg im Preußenstadion spielte der Angreifer die Hauptrolle. Dabei stand sein Einsatz aus gesundheitlichen Gründen durchaus Spitz auf Knopf. Doch der 26-Jährige vertraute seinem Gefühl sowohl vor der Partie als auch in der entscheidenden Situation. Hottmann opfert sich in Münster auf
Andreas Müller zählte beim wichtigen 2:1-Erfolg im Münsterland zu den besten und gefährlichsten Spielern der Düsseldorfer. Das lag nicht nur an seinem Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich. 78 chaotische Sekunden
Bornschein schleppt sich durch
Beim enttäuschenden 2:2 gegen den SC Verl wartete der Trainer für seine Verhältnisse lange, um in der zweiten Hälfte die ersten Wechsel zu vollziehen. Allerdings musste sich einer seiner Schützlinge letztlich über die gesamten 90 Minuten durchquälen. Bornschein schleppt sich durch
Lässt der Ausschuss alle Kandidaten zu?
Wegen des sportlichen Niedergangs der Düsseldorfer streben so viele Personen ein Mandat im Kontrollgremium an wie selten zuvor. Den Wahlausschuss stellt die hohe Bewerberzahl allerdings vor ein Problem: Trifft er eine Vorauswahl oder dürfen alle Interessenten am 15. November antreten? Lässt der Ausschuss alle Kandidaten zu?