Neuer Trainer, hohe Erwartungen und dann die ersten Pfiffe von den eigenen Rängen. So ist die Ausgangslage beim Gegner; ausgerechnet vor der Premiere von Jens Langeneke als Düsseldorfer Coach.
Neuer Trainer, hohe Erwartungen und dann die ersten Pfiffe von den eigenen Rängen. So ist die Ausgangslage beim Gegner; ausgerechnet vor der Premiere von Jens Langeneke als Düsseldorfer Coach.
24.10.2026 , 06:00 Uhr
Der neue Hansa-Coach André Breitenreiter (r.) während einer Trainingseinheit.
Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Bernd WüstneckBei Jens Langeneke geht es in diesen Tagen Schlag auf Schlag. Am Sonntag wurde er bei Fortuna zum Nachfolger von Alexander Ende befördert; zwei Tage später leitete der 49-Jährige seine erste Trainingseinheit beim Drittligisten. Nach den ersten Einheiten als neuer Chefcoach wartet nun am heutigen Samstag der Ernstfall auf ihn: Ab 14 Uhr gastiert der gebürtige Lippstädter mit seinem Team bei Hansa Rostock – und absolviert somit sein erstes Pflichtspiel.
Die Düsseldorfer Fans hoffen dabei auf den berüchtigten Trainereffekt. Darauf hatten die Anhänger des FCH auch in ihrem Klub gesetzt. Allerdings ist die Wirkung des Trainerwechsels bei Langenekes Amtskollegen auf Rostocker Seite bislang ausgeblieben: Als Chefcoach folgte André Breitenreiter bei der Kogge auf Daniel Brinkmann und holte aus seinen ersten drei Ligaspielen nur einen Sieg. Rostock setzte sich mit 2:0 bei den Würzburger Kickers durch, ehe der 53-Jährige seine Premiere vor heimischer Kulisse mit dem 0:2 gegen den SV Meppen in den Sand setzte.
Auf den harmlosen Auftritt im Ostseestadion reagierten die Fans auf den Rängen nicht gerade mit Begeisterung und äußerten ihren Unmut mit Pfiffen. „Wir sind noch in der Kennenlernphase. Pfiffe helfen nicht, aber Unzufriedenheit ist immer da, wenn man ein Spiel zu Hause nicht gewinnt“, sagte Breitenreiter nach seinem misslungenen Heim-Einstand bei „MagentaSport“. In der Folge blieb bei den Rostockern die Aufbruchstimmung aus – sie verloren mit 0:2 bei Alemannia Aachen. Dennoch wollte Breitenreiter die Situation nach der Niederlage nicht überbewerten: „Ich bin keiner, der sofort in Aktionismus verfällt. Ich bin weit davon entfernt, auf die Mannschaft einzuknüppeln, dafür habe ich zu viel erlebt.“
Angesprochen auf seine bis dato dürftige Punktausbeute nach seiner Amtsübernahme machte der Hansa-Trainer kein Geheimnis daraus, dass er sich mehr erhofft hatte. Trotzdem verfiel er nicht in Panik. „Wir wollen Schritt für Schritt gehen. Natürlich haben wir einen guten Auftaktsieg in Würzburg gehabt. Gegen Meppen fehlte dann das Momentum und wir kriegen zwei Standards. In Aachen war es gegen einen guten Gegner etwas offener. Deswegen ist ja nicht alles schlecht“, berichtete Breitenreiter und betonte: „Wir haben viele Sachen, die wir deutlich besser machen und wo wir auf einem guten Weg sind. Am Ende zählen natürlich Ergebnisse. Da sind wir sehr enttäuscht, dass wir sie in den letzten beiden Spielen nicht geholt haben.“
Weil Breitenreiter mit Hansa noch nicht ganz überzeugt hat, könnte Langeneke in seinem ersten Spiel mit Fortuna zum Nutznießer werden. Doch unabhängig vom noch ausbleibenden Trainereffekt beim Gegner zählen für die Düsseldorfer selbst aber nur ihre eigenen Resultate. Darauf beschränkte sich auch Langeneke zu Wochenbeginn: „Wir wollen schnellstmöglich ins Punkten kommen. Das wird am Samstag in Rostock die Aufgabe sein.“ Wenn das klappen sollte, setzt zumindest bei den Rheinländern der Trainereffekt direkt ein.
Seine Lockerheit sticht hervor
Für Jens Langeneke standen am Dienstag gleich mehrere erste Male in seiner neuen Rolle an. Erst drehte sich alles um die Einheit mit den Spielern, dann stellte sich die Vereinslegende den Fragen der Journalisten, beides aber in demselben Modus. Seine Lockerheit sticht hervor
Fünf Erkenntnisse aus dem Neustart
Natürlich wird beim ersten Training eines neuen Übungsleiters ganz genau hingeschaut. Welche Spieler fallen auf? Welche Schwerpunkte werden nach dem Amtsantritt direkt gesetzt. Die Eindrücke nach dem Fortuna-Dienstagstraining. Fünf Erkenntnisse aus dem Neustart
Um 10.59 Uhr gab es Applaus: Jens Langeneke machte sich gemeinsam mit seinem neuen Assistenztrainer Adam Bodzek auf dem Weg zum Trainingsplatz. Nach der Einheit schaffte der neue Proficoach Klarheit bei den Personalfragen. Die neue Fortuna
Fans sehnen sich nach Identifikation
Sein Name fiel bei den Fans schon häufig als Wunschlösung. Nun ist es so weit: Jens Langeneke ist neuer Cheftrainer des Drittligisten. Mit der Lösung setzen die Verantwortlichen auf Identifikation. Fans sehnen sich nach Identifikation
Unberechenbarkeit kostet Ende den Job
Nach einem halben Jahr als Trainer in Düsseldorf muss Alexander Ende seinen Hut nehmen. Nach dem Komplett-Umbruch im Sommer durfte der 47-Jährige helfen, seinen Kader zusammenzustellen. Letztlich wurde er der zentralen Probleme aber nicht mehr Herr. Unberechenbarkeit kostet Ende den Job
Die Gewinner des Trainerwechsels
Die Düsseldorfer verfügen auch nach dem großen Umbruch im Sommer über einen breiten Kader; dafür hat Sportvorstand Samir Arabi gesorgt. Nach dem Trainerwechsel gibt es nun einige Kandidaten, die profitieren könnten. Die Gewinner des Trainerwechsels
Egouli fehlt bei Langeneke-Debüt
Der neue Cheftrainer des Drittligisten steht am Samstag vor seinem ersten Pflichtspiel. Allerdings bekam die Ausfallliste für das Spiel in Rostock kurzfristig Zuwachs. So bewertet der 49-Jährige die Situation und spricht über seine Gefühle vor dem Einstand. Egouli fehlt bei Langeneke-Debüt
Langfristiger Plan mit Langeneke
Die Formulierung rund um Fortunas Trainerwechsel von Alexander Ende zu Langeneke sorgt durchaus für Unklarheiten, wie lange die Vereinslegende befördert wird. Dahinter steckt eine nachvollziehbare Strategie der Verantwortlichen. Langfristiger Plan mit Langeneke
Der Trainer erlebt wilde Stunde in der Arena
Nicht jeder Trainer einer Zweitvertretung pflegt ein enges Verhältnis zu den Verantwortlichen der Profis und zeigt Eigeninteresse daran, alles im Blick zu behalten. Das sah bei Jens Langeneke ganz anders aus, was sicherlich kein Nachteil ist. Der Trainer erlebt wilde Stunde in der Arena
Die Fortuna-Verantwortlichen um Samir Arabi und Patrick Fabian trauen Jens Langeneke zu, bei seiner ersten Station in der Dritten Liga zu bestehen. Natürlich wurde allerdings nicht nur diese Option abgeklopft. Es gab Alternativen
Zwei Systeme bieten sich als Rauten-Ersatz an
Jens Langeneke hat mit Blick auf seinen breiten Kader einige Optionen, um für seine Düsseldorfer Mannschaft in eine passende Grundordnung zu finden. Die gehen auch weit über das gewohnte Rautensystem und Langenekes 4-2-3-1 aus der U23 hinaus. Zwei Systeme bieten sich als Rauten-Ersatz an
Ende lobt Arden und dessen Ersatz
Die Düsseldorfer könnten die englische Woche mit einer beachtlichen Ausbeute von sieben Punkten beenden. Darüber hinaus ist auch die Entwicklung der personellen Situation erfreulich. Das führt zu einer Konstellation mit Seltenheitswert. Ende lobt Arden und dessen Ersatz
Die gefährlichsten Aktionen von Anas Slimani bei Fortunas 2:1-Sieg in Münster erweckten zunächst den Anschein, als seien sie einstudiert und von Alexander Ende vorgegeben. Doch das verneinte der Trainer hinterher. Slimanis Schachzug zum Sieg
Hottmann opfert sich in Münster auf
Beim ganz späten 2:1-Erfolg im Preußenstadion spielte der Angreifer die Hauptrolle. Dabei stand sein Einsatz aus gesundheitlichen Gründen durchaus Spitz auf Knopf. Doch der 26-Jährige vertraute seinem Gefühl sowohl vor der Partie als auch in der entscheidenden Situation. Hottmann opfert sich in Münster auf
Andreas Müller zählte beim wichtigen 2:1-Erfolg im Münsterland zu den besten und gefährlichsten Spielern der Düsseldorfer. Das lag nicht nur an seinem Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich. 78 chaotische Sekunden
Bornschein schleppt sich durch
Beim enttäuschenden 2:2 gegen den SC Verl wartete der Trainer für seine Verhältnisse lange, um in der zweiten Hälfte die ersten Wechsel zu vollziehen. Allerdings musste sich einer seiner Schützlinge letztlich über die gesamten 90 Minuten durchquälen. Bornschein schleppt sich durch
Lässt der Ausschuss alle Kandidaten zu?
Wegen des sportlichen Niedergangs der Düsseldorfer streben so viele Personen ein Mandat im Kontrollgremium an wie selten zuvor. Den Wahlausschuss stellt die hohe Bewerberzahl allerdings vor ein Problem: Trifft er eine Vorauswahl oder dürfen alle Interessenten am 15. November antreten? Lässt der Ausschuss alle Kandidaten zu?