Aufgrund der Zustände im Bahnhofsviertel fordern Politiker seit Jahren Maßnahmen zur Aufwertung des Areals. Dafür wurde jetzt ein neues Quartiersbüro eröffnet. Die Anlaufstelle soll Anwohnern ermöglichen, die Quartiersentwicklung aktiv mitzugestalten.
20.10.2026 · 04:50 Uhr
Lokapolitiker und Anwohner bei der Eröffnung des Quartiersbüros im Bahnhofsviertel.
Foto: Stadt Grevenbroich / Diakonie Rhein-Kreis Neuss e. V.Grevenbroich · Aufgrund der Zustände im Bahnhofsviertel fordern Politiker seit Jahren Maßnahmen zur Aufwertung des Areals. Dafür wurde jetzt ein neues Quartiersbüro eröffnet. Die Anlaufstelle soll Anwohnern ermöglichen, die Quartiersentwicklung aktiv mitzugestalten.
Müll auf dem Boden, Ruhestörungen am Abend und soziale Schwierigkeiten: Der Platz der Deutschen Einheit und das Bahnhofsviertel insgesamt gelten als eine Art Sorgenkind in der Grevenbroicher City. So setzen sich Lokalpolitiker und Anwohner seit Jahren für eine Aufwertung des Umfelds ein. Insbesondere die Wählergemeinschaft Mein Grevenbroich machte auf den Handlungsbedarf und die Probleme im Viertel aufmerksam. Daraufhin beschloss der Sozialausschuss Anfang des Jahres die Einrichtung eines Quartiersbüros – das am vergangenen Freitag an den Start ging. „Mit der offiziellen Eröffnung des neuen Quartiersbüros setzt die Stadt Grevenbroich gemeinsam mit der Diakonie Rhein-Kreis Neuss einen wichtigen Meilenstein für die soziale Entwicklung des Bahnhofsviertels“, sagt Rathaussprecher Tobias Kaiser.
Eingezogen ist das Büro an der Rheydter Straße 38. Grundlage des Projekts ist ein gemeinsam entwickeltes integratives Quartierskonzept von Stadt und Diakonie, das das Zusammenleben im Bahnhofsviertel nachhaltig stärken soll. Durch eine präventiv ausgerichtete Quartiersarbeit sollen Begegnungen gefördert, soziale Netzwerke ausgebaut und die Lebensqualität im Viertel langfristig verbessert werden. Konkret heißt das: Das Quartiersbüro soll eine Anlaufstelle für alle Bewohnerinnen und Bewohner sein und durch niedrigschwellige Angebote sowie regelmäßige Präsenz sichtbare Erfolge schaffen.
Regelmäßig soll es Angebote geben, um das Viertel lebenswerter zu machen. „Mit dem Quartiersbüro schaffen wir einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen, Ideen entwickeln und das Miteinander im Bahnhofsviertel aktiv gestalten können“, sagt Andre Fitzner, Projektverantwortlicher der Diakonie. Mögliche Formate reichen von Müllsammelaktionen über Sprachcafés bis hin zu Nachbarschaftsdialogen. Zudem soll das Büro zwischen Bewohnern und Fachstellen vermitteln sowie mit Polizei und Wohlfahrtsverbänden im Netzwerk zusammenarbeiten.
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