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Linkedin: Warum Ankündigungsposts floppen und was die erste Zeile damit zu tun hat

Дата публикации: 19-10-2026 04:30:35

Heute bin ich bei diesem, morgen bei jenem Event: So posten manche Führungskräfte auf Linkedin. Céline Flores Willers hält das für einen Fehler. Im Interview erklärt sie, was eine KI-Analyse ihres Accounts über schwache Posts ergeben hat und welche KPIs sie verfolgt.


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Seit acht Jahren postet Céline Flores Willers mindestens dreimal pro Woche auf Linkedin, ohne Pause. Ihre Community dort umfasst heute 230.000 Follower. Daraus hat sie das Beratungsunternehmen The People Branding Company gegründet, die für Firmen wie Beiersdorf und Hugo Boss arbeitet.

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Im Podcast t3n Arbeit in Progress gibt sie Einblicke, auf welche KPIs sie für ihren Linkedin-Account achtet, welche Inhalte tendenziell schlechter funktionieren und ob sie damit rechnet, dass Linkedin von einer anderen Plattform abgelöst wird. Das Interview ist gekürzt, die vollständige Fassung gibt es in der verlinkten Podcast-Folge.

t3n: In der Tech-Bubble springen viele auf Themen wie Unternehmertum und digitale Trends. Du hast dich durchgesetzt. Gibt es einen bestimmten Trick oder etwas, worauf du besonders achten musst?

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Céline Flores Willers: Mit 230.000 Followern gehört mein Linkedin-Account in der deutschsprachigen Region zu den reichweitenstärksten. Für mich kommt es vor allem auf Konsistenz über viele Jahre hinweg an. Das gilt nicht nur für das Thema, sondern auch für die Frequenz. In den letzten acht Jahren gab es keinen einzigen Monat, in dem ich nicht gepostet habe. Hätte ich mir zwischendurch eine Pause oder ein kleines Sabbatical genehmigt, hätte ich so eine Community nicht aufgebaut. Ich glaube, der größte Schlüssel ist, einfach dranzubleiben.

t3n: Lass uns auf die KPIs schauen. Welche trackst du bei deinem eigenen Linkedin-Profil regelmäßig?

Für mein eigenes Profil schaue ich mir zwei Dinge an. Das eine ist der Follower-Growth, das andere sind die Impressions, also die Reichweite pro Posting. Das sind meine Top-KPIs.

t3n: Und warum?

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Ich optimiere mein Profil auf Reichweite. Mein Ziel ist es, meine Bekanntheit in der deutschen Wirtschaft zu steigern, soweit sie digital auf Linkedin stattfindet. Dort will ich eine möglichst hohe Durchdringung erreichen. Jeder auf der Dmexco, auf der Bits & Pretzels, auf irgendeinem Wirtschaftskongress oder einer Wirtschaftsmesse wie der Hannover Messe soll sagen: Ja, Céline Flores Willers, die kenne ich, die steht für Unternehmertum in Deutschland. Das ist mein wichtigster KPI, und deshalb sind die Impressions wichtiger.

Wir haben wiederum Kunden, bei denen es um etwas anderes geht. Ein Beispiel ist eine Cybersecurity-Beratung, super nischig. Sie will ganz bestimmte Kunden und ganz bestimmte Accounts gewinnen. Dafür ist es viel wichtiger, dass sie mit den 500 richtigen Leuten und Entscheidern aus ihrer Branche vernetzt ist, die in den richtigen Positionen sitzen: mit den CTOs, mit den Cybersecurity-Leads. Diese Firma geht nicht auf Masse. Wir gehen mit ihr ganz gezielt auf diese Leads und Kontakte zu. Hier kommt wieder das Ziel ins Spiel. Nicht für jeden ist derselbe KPI relevant. Wer aber auf Reichweite maximiert, schaut auf Impressions und Follower.

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t3n: Und was machst du, wenn deine Posts mal nicht performen, hast du konkrete Strategien, wie du deine Posts änderst?

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Wir haben tatsächlich gerade eine große KI-Analyse über meinen Account laufen lassen. Wir wollten herausfinden, was die gut performenden Posts ausmacht und was die schlecht performenden. Ankündigungsposts performen immer schlecht, auch auf meinem Profil. Deshalb versuchen wir grundsätzlich, diese Posts inhaltlich aufzuhängen. Nimm die Dmexco als Beispiel. Ich schreibe nicht: „Ich bin nächste Woche auf der Dmexco.“ Ich schreibe zum Beispiel: „Es gibt diesen einen Trend in B2B, Marketing und Sales, den jede Company 2027 beachten muss.“ Ich komme also über den Inhalt, das ist dann die Hook. Erst hinten im Post sage ich, dass es um die Dmexco geht.

Das ist ein notwendiger Tipp an die Entscheider und C-Levels, die hier zuhören. Ich sehe so viele CEOs, die verhalten sich wie Karla Kolumna da draußen. Sie sagen nur, auf welchem Event sie sind. Das ist rein anlassbezogene, eventgetriebene Kommunikation. Ihr Aufhänger ist „Ich war auf dem Event“. Dabei sollte der Aufhänger das Thema sein, um das es eigentlich geht.

t3n: Deine Hauptkapazität steckst du weiterhin in Linkedin. Macht dir diese Abhängigkeit mitunter Angst oder Druck?

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Nein, gar nicht. Ich sehe nichts, was sich auch nur anbahnt, um Linkedin in den nächsten Jahren zu ersetzen. Ich kenne kein Business-Social-Medium, bei dem ich sehe: Da entsteht etwas. Und wir schauen uns das ständig an. Es hängt ja nicht nur mein Account an der Plattform. Ich habe ein Unternehmen mit 30 Mitarbeitenden gegründet, da hängen Menschenleben und Familienleben dran. Natürlich haben wir alles auf dem Schirm, was in diesem Bereich passiert. Aber ich kann sagen: Wir haben in den letzten acht Jahren nichts gesehen. Ich sehe nichts kommen, was Linkedin ablösen kann. Deshalb schlafe ich ganz ruhig. Ich würde auch sagen: Es lohnt sich nach wie vor, stark in Linkedin zu investieren.

Podcast t3n Arbeit in Progress anhören

Ihr könnt den Podcast t3n Arbeit in Progress bequem in der Podcast-App eurer Wahl abonnieren. In der Regel findet ihr den Podcast einfach über die Eingabe „t3n Arbeit in Progress“ in der Suche. Ansonsten könnt ihr auch den RSS-Feed manuell in der App eingeben.

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Классификация: Мнения. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 9.56. Источник: t3n.de.