Da neue Reifen teuert sind, möchten viele Autofahrer ihre Reifen daher möglichst lange fahren. Doch Alter und Zustand der Reifen spielen eine wichtige Rolle für die Sicherheit. In diesem Artikel erklären wir euch, was Gesetz, ADAC und TÜV dazu empfehlen und welche Vorgaben seit 2025 gelten.
Da neue Reifen teuert sind, möchten viele Autofahrer ihre Reifen daher möglichst lange fahren. Doch Alter und Zustand der Reifen spielen eine wichtige Rolle für die Sicherheit. In diesem Artikel erklären wir euch, was Gesetz, ADAC und TÜV dazu empfehlen und welche Vorgaben seit 2025 gelten.
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Es gibt auch 2026 keine gesetzliche Regelung, die einen genauen Zeitraum zum Wechsel vorschreibt. Lediglich die Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern darf nicht unterschritten werden.
Für den TÜV zählt primär die Profiltiefe und der Zustand. Mit deutlich gealterten Reifen (Risse, Verhärtung) kann euch die Plakette unter Umständen verweigert werden.
ADAC und TÜV empfehlen rechtzeitigen WechselDer ADAC empfiehlt mindestens 4 Millimeter und der TÜV sogar 6 Millimeter Profiltiefe. Hersteller setzen für gewöhnlich eine Altersgrenze von 10 Jahren.
ADAC und TÜV nennen 10 Jahre als absolute Obergrenze, doch besser ist es, sich früher neue Reifen zu kaufen:
Das sind allerdings nur Empfehlungen, auch mit älteren Reifen kommt ihr durch die Hauptuntersuchung, wenn diese keine Beschädigungen oder ein zu abgefahrenes Profil aufweisen.
Winterreifen & Alpine-Symbol: Das ist neuerdings PflichtSeit 2025 gilt: Winter- und Ganzjahresreifen müssen das Alpine-Symbol (3PMSF) tragen, wenn sie bei Schnee oder Eis genutzt werden. Reifen ohne dieses Symbol sind in Deutschland nicht mehr zugelassen.
Außerdem schreibt die EU seit 2025 strengere Vorgaben zu Rollwiderstand, Nasshaftung und Geräuschentwicklung vor. Das wirkt sich auch auf die Preise aus: Ein neuer Reifensatz ist durch die neuen Standards und gestiegene Rohstoffkosten teurer geworden.
Wie alt sind meine Reifen? Die DOT-Nummer gibt AuskunftBevor ihr euch direkt auf den Weg zum Händler macht, müsst ihr wissen, wie alt eure Reifen überhaupt sind. Das könnt ihr anhand der DOT-Nummer an der Seite der Reifen feststellen.

© Imago / Steinach
Beispiel: Wenn auf dem Reifen DOT 1218 steht, wurde er in der 12. Woche im Jahr 2018 hergestellt.
Wichtig: Beim Neukauf gilt, dass Reifen älter als drei Jahre nicht mehr als fabrikneu gelten und unter Umständen nicht den vollen Garantieschutz bieten.
Warum muss man Reifen überhaupt wechseln?Die Frage bezieht sich selbstverständlich nicht auf den Wechsel zwischen Sommer- und Winterreifen, sondern auf den Grund, warum man beispielsweise ein Set Sommerreifen gegen ein neues austauschen sollte.
Abseits vom offensichtlichsten Grund, dem fehlenden Profil, zehren auch Sonneneinstrahlung, Hitze und Kälte an der Lebenszeit von Autoreifen. Schuld sind physikalische und chemische Prozesse, die die Elastizität und Haftfähigkeit angreifen.
Die Folge sind unsicherere, verhärtete Reifen, die über die Jahre brüchig werden. Es fehlt mit der Zeit an Grip, was besonders bei Winterreifen in nassen und kalten Umgebungen ein echtes Problem darstellen kann.
Das gilt nicht nur für verwendete Reifen, sondern auch für Neureifen, die bereits seit einigen Jahren beim Händler im Regal liegen. Beim Kauf solltet ihr darauf achten, dass die Neureifen maximal 3–5 Jahre alt sind.
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Auch wenn ein Auto in der Garage steht, altern die Reifen: Durch das Eigengewicht können sogenannte Standplatten entstehen.
Auf einen Blick: Praktische Tipps vor dem Reifen-NeukaufJa – denn auch alte Reifen mit genügend Profil können durch Verhärtung und Risse unsicher sein.
Spätestens dann gilt ein Wechsel als Pflicht – Hersteller und Experten sehen dies als absolute Obergrenze.
Ja, aber nur, wenn sie das Alpine-Symbol tragen. Ohne Symbol sind sie im Winter nicht mehr zulässig.
Typische Anzeichen sind Risse, Verhärtung und Verfärbungen. Auch erhöhter Lärm oder Gripverlust deuten darauf hin.
Durch EU-Vorgaben und Rohstoffpreise sind Reifen teurer geworden. Ein Satz Standardreifen kostet je nach Größe und Hersteller zwischen 350 und 600 Euro.
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