Das AV Access iDock C20 bindet zwei Laptops per USB-C an zwei HDMI-Monitore an und lädt beide mit 60 W. Wir haben es für 260 Euro getestet.
Das AV Access iDock C20 bindet zwei Laptops per USB-C an zwei HDMI-Monitore an und lädt beide mit 60 W. Wir haben es für 260 Euro getestet.
Das AV Access iDock C20 bindet gleich zwei Laptops mit je einem einzigen USB-C-Kabel an. Darüber laufen das Bild für zwei Monitore, USB-Daten, Netzwerk und Strom per PD (Power Delivery). Damit ist das C20 eher eine Dockingstation für zwei Rechner als ein klassischer Umschalter. Es steckt in einem wertigen Aluminiumgehäuse mit zwölf Anschlüssen.
Bei der Bildausgabe bleibt AV Access allerdings zurückhaltend: Zwei HDMI-2.0-Ausgänge mit 4K bei 60 Hz sind 2026 nur unterer Standard, Displayport fehlt. Mit 260 Euro ist das C20 nur 30 Euro günstiger als das hauseigene iDock B10. Dieses bietet höhere Bildwiederholraten und mehr Ladeleistung, bindet aber nur einen Laptop per USB-C an. Für wen sich das Doppel-Laptop-Dock lohnt, zeigt unser Test. Das Testgerät hat uns AV Access zur Verfügung gestellt.
Design & VerarbeitungDas iDock C20 steckt in einem grauen Aluminiumgehäuse, das edel aussieht und sich auch so anfühlt. Die Verarbeitung bewegt sich auf Top-Niveau, auf dem Schreibtisch macht das Dock eine sehr ansehnliche Figur. Damit setzt es sich klar vom teureren iDock B10 ab, dessen Gehäuse nur nach Metall aussieht, aber aus Kunststoff besteht. Mit 168 × 110 × 47,4 mm ist das C20 allerdings fast doppelt so hoch wie das flache B10. Mit 670 g wiegt es außerdem doppelt so viel wie dessen 330 g.
An der Vorderseite sitzen eine Power-LED, zwei Status-LEDs und der Umschaltknopf. Die Status-LEDs zeigen, welcher der beiden Laptops gerade aktiv ist. Zusätzlich zum Umschaltknopf besitzt das C20 einen Ein-Aus-Schalter. Damit schaltet man das Dock samt angeschlossener Peripherie bei Nichtgebrauch komplett ab.
Die kabelgebundene Fernbedienung (EXB01) liegt nicht bei, beim B10 gehört sie dagegen zum Lieferumfang. Für rund 12 Euro kann man sie nachkaufen. Sie besteht aus einem einzelnen Knopf mit zwei LEDs, die anzeigen, ob Laptop 1 oder 2 aktiv ist.
Im Karton stecken neben dem Dock ein Netzteil mit 20 V und 10 A (200 W) mit 4-Pin-Stecker, zwei USB-C-auf-USB-C-Kabel mit je 1 m und eine Bedienungsanleitung. Die 200 W des Netzteils reichen für zweimal 60 W PD und die Versorgung der Peripherie mit Reserve. Das Dock arbeitet bei 0° C bis 45° C und bei 10 % bis 90 % Luftfeuchtigkeit (nicht kondensierend). Lagern kann man es bei −20° C bis 70° C. Der ESD-Schutz (Schutz vor elektrostatischer Entladung) reicht bis ±8 kV bei Luft- und ±4 kV bei Kontaktentladung.
Anschlüsse & FunktionenAV Access legt das iDock C20 konsequent auf zwei Laptops aus. Statt HDMI- oder Displayport-Eingängen besitzt es zwei USB-C-Eingänge, einen pro Rechner. Über jedes Kabel laufen das Bild per DP-Alt-Mode (Bildübertragung per USB-C), USB-Daten, das Netzwerk und Strom. Das Dock lädt beide Laptops gleichzeitig mit 60 W PD. Das B10 schafft 100 W, bindet aber nur einen Laptop per USB-C und einen Desktop-PC per HDMI und Displayport an. Ein Desktop-PC oder ein Mac mini funktioniert am C20 ebenfalls, braucht für das Bild aber einen USB-C-Port mit DP-Alt-Mode – sonst funktioniert er nicht ohne Weiteres mit zwei Bildschirmen. AV Access bewirbt das Dock sogar ausdrücklich für das Duo aus Arbeitslaptop und Mac mini, etwa für KI-Anwendungen.
Die USB-C-Eingänge unterstützen USB 3.2 Gen 2×1, für USB-Daten stehen aber nur 5 GBit/s zur Verfügung. Die im Datenblatt genannten 20 GBit/s passen nicht dazu, denn Gen 2×1 steht für 10 GBit/s. Das B10 überträgt Daten mit 10 GBit/s.
Die Monitore hängen an zwei HDMI-2.0-Ausgängen mit HDCP 2.2 (Kopierschutz für digitale Bildsignale), beide liefern bis zu 4K bei 60 Hz. Aktuell ist allerdings HDMI 2.1. Displayport-Ausgänge fehlen, Besitzer reiner Displayport-Monitore haben das Nachsehen. Für Gaming unterstützt das C20 2560 × 1440 Pixel bei 144 Hz sowie Full HD mit 165 Hz oder 240 Hz. Ultrawide-Monitore mit 3440 × 1440 Pixeln laufen mit 60 Hz. Bei einem Display mit 5120 × 1440 Pixeln begrenzt das Dock die Ausgabe auf 3840 × 1080 Pixel. Das B10 schafft dagegen bis zu 8K bei 60 Hz oder 4K bei 165 Hz.
Beide Monitore steuert das C20 über einen einzigen USB-C-Anschluss per MST (Multi-Stream-Transport) an. Die beiden Bildsignale teilen sich also die Bandbreite eines Kabels. Einen erweiterten Desktop gibt es nur, wenn der USB-C-Port des Laptops DP-Alt-Mode und MST unterstützt. Unter macOS klappt das nicht: Die meisten Macs beherrschen nur SST (Single-Stream-Transport), beide Monitore zeigen dann dasselbe Bild.
Für Peripherie stehen sechs USB-A-Ports bereit, einer mehr als beim B10. Allerdings arbeiten nur zwei davon nach USB 3.0 mit 5 GBit/s und liefern je 1 A. Die übrigen vier bieten nur USB 2.0 mit 480 MBit/s. Das reicht für Maus, Tastatur und Webcam, für externe SSDs aber nicht. Dazu kommen ein USB-C-Port mit 5 GBit/s und 1,5 A sowie ein SDXC-Kartenleser mit bis zu 104 MB/s für Karten bis 2 TB.
AV Access iDock C20 – Bilderstrecke
Ein RJ45-Port bringt beide Laptops mit 1 GBit/s ins Netzwerk. Beim Umschalten bleiben beide Laptops mit dem Netz verbunden. Eine 3,5-mm-Kombibuchse nimmt ein Headset in Stereo auf. Über HDMI gibt das Dock alle Tonformate der HDMI-2.0-Spezifikation aus, darunter PCM 2.0, 5.1 und 7.1, Dolby TrueHD, Dolby Atmos, DTS-HD Master Audio und DTS:X.
Das C20 beherrscht EDID-Emulation (EDID: Extended Display Identification Data). Die Monitore bleiben also für beide Laptops dauerhaft angemeldet. Beim Wechsel flackert nichts, und die Fenster behalten ihre Position. Schlafende Laptops weckt das Dock beim Umschalten auf. Neu ist ein USB-Modus: Darin behält jeder Laptop seinen eigenen Monitor, nur Tastatur, Maus und USB-Geräte wechseln. Im KVM-Modus schaltet das Dock dagegen beide Monitore um.
Umschalten kann man per Knopf am Gehäuse oder mit der optionalen Kabelfernbedienung. Ein Wechsel dauert im Schnitt 2 bis 3 s. Hotkeys oder eine Infrarot-Fernbedienung gibt es nicht.
PraxistestIm Test zeigt sich die Schwachstelle des iDock C20: die Bildausgabe. Die Leistung an den Monitoren fällt deutlich reduziert aus. Beide Monitore laufen nur mit 60 Hz, einer mit 3K-, der andere mit 4K-Auflösung. Unseren 4K-Monitor können wir nicht in seinem höchstmöglichen Modus betreiben. Die 144 Hz bei WQHD erreichen wir im Dual-Monitor-Betrieb nicht. Das B10 betreibt im Test einen UWQHD-Monitor mit dessen maximalen 144 Hz und einen 4K-Monitor mit 160 Hz.
Das Laden funktioniert dagegen einwandfrei: Das Dock versorgt beide Laptops gleichzeitig mit 60 W. Bei der USB-Übertragung braucht das C20 für unsere 5 GB große Testdatei von der externen SSD zum Rechner 11 s und erreicht dabei bis zu 441 MB/s. Zurück dauert es 13,81 s bei höchstens 358 MB/s. Im Vergleich ist das eher langsam, aber noch in Ordnung. Das B10 schafft mit USB 3.2 Gen 2 bis zu 990 MB/s.
PreisDas AV Access iDock C20 kostet bei Amazon aktuell 260 Euro. Im eigenen Shop verlangt AV Access rund 280 Euro, im Set mit der Fernbedienung EXB01 rund 293 Euro. Bei Amazon kostet die Fernbedienung einzeln etwa 12 Euro. Damit ist das C20 nur 30 Euro günstiger als das iDock B10 für 290 Euro. Dieses bietet höhere Auflösungen, höhere Bildwiederholraten und 100 W PD. Dual-Monitor-Switches ohne Dock-Funktion kosten meist 50 bis 100 Euro. Wir finden den Preis des C20 deshalb nicht besonders attraktiv.
FazitDas AV Access iDock C20 eignet sich für alle, die zwei Laptops an einem Arbeitsplatz betreiben und jeweils nur ein Kabel einstecken wollen. Bild, USB, Gigabit-LAN und 60 W PD laufen über USB-C. Das Aluminiumgehäuse ist hervorragend verarbeitet, und mit SD-Kartenleser und Headset-Anschluss fehlt kaum ein Port.
Dem stehen klare Schwächen gegenüber: Die HDMI-2.0-Ausgänge enden bei 4K mit 60 Hz, und Displayport fehlt. Nur zwei der sechs USB-A-Ports bieten USB 3.0, und die Fernbedienung kostet extra. Mit bis zu 441 MB/s ist die USB-Übertragung nur Mittelmaß. Für 260 Euro bietet das C20 zu wenig Leistung, um uneingeschränkt zu überzeugen – ist aber auf keinen Fall ein schlechter KVM-Switch und wer genau zwei Laptops an zwei Büromonitoren nutzt, kann zugreifen. Gamer und Besitzer schneller Monitore greifen besser zu einem anderen Modell.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
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