Beim ganz späten 2:1-Erfolg im Preußenstadion spielte der Angreifer die Hauptrolle. Dabei stand sein Einsatz aus gesundheitlichen Gründen durchaus Spitz auf Knopf. Doch der 26-Jährige vertraute seinem Gefühl – sowohl vor der Partie als auch in der entscheidenden Situation.
Beim ganz späten 2:1-Erfolg im Preußenstadion spielte der Angreifer die Hauptrolle. Dabei stand sein Einsatz aus gesundheitlichen Gründen durchaus Spitz auf Knopf. Doch der 26-Jährige vertraute seinem Gefühl – sowohl vor der Partie als auch in der entscheidenden Situation.
16.10.2026 , 06:00 Uhr
Fortuna hat am Mittwochabend bei Preußen Münster gespielt.
Foto: Moritz MuellerIm Grunde ging am Ende alles ganz schnell, und doch fühlten sich diese wenigen Sekunden wie eine Ewigkeit an. Eric Hottmann hatte Torge Paetow, seinen letzten verbliebenen Gegenspieler, abgeschüttelt und lief alleine auf das Tor von Morten Behrens zu. Statt direkt abzuschließen, versuchte der eingewechselte Angreifer von Drittligist Fortuna allerdings, den Keeper von Preußen Münster zu umkurven. Mit dem Ergebnis, dass es ihn plötzlich ziemlich weit rausdrängte und die dicke Chance fast vergeben schien. Doch dann vermischte Hottmann all seine Klasse mit viel Cleverness – und schob den Ball aus ganz spitzem Winkel zum erlösenden 2:1-Siegtreffer über die Linie.
Der Rest war purer Jubel, und doch musste der Angreifer nach dem auch für Trainer Alexander Ende enorm wichtigen Erfolg im Münsterland im Nachgang ausführlich erklären, warum er es letztlich spannender gemacht hatte als vielleicht nötig. „Ich wollte nicht direkt schießen, weil ich kein gutes Gefühl hatte. Der Torwart war schon relativ weit draußen. Hätte ich direkt schießen wollen, hätte ich den linken Fuß nehmen müssen. Deswegen habe ich mich dafür entschieden, um ihn herumzulaufen. Dann hat er aber einen großen Schritt gemacht, weshalb ich weit nach außen geraten bin“, sagte Hottmann.
Deshalb überlegte er kurzzeitig sogar, den in der Mitte nachgerückten Anas Slimani zu bedienen, entschied sich am Ende aber doch anders. „Als ich nochmal kurz zu Anas geschaut habe, sind der Torwart und der Verteidiger einen Schritt nach innen gegangen. Diesen kurzen Augenblick habe ich genutzt, um den Ball in die lange Ecke zu schieben. Nur da hätte ich ihn am Ende noch unterbringen können“, ergänzte der ehemalige Regensburger, der nach dem 2:1-Sieg im Derby gegen den MSV Duisburg zum zweiten Mal binnen eines Monats zum umjubelten Helden wurde und für eine wahre Gefühlsexplosion vor der prall gefüllten Fankurve sorgte.
Lord wurde selten geprüft, machte es aber in den wenigen Situationen sowohl mit dem Fuß als auch mit den Händen gewohnt souverän. Fortunas Nummer eins ist aktuell weiterhin mit Oberdorf der konstanteste Düsseldorfer. Beim Gegentor war er machtlos.
Foto: Moritz Mueller„Das Wichtigste ist, in einem solchen Moment ruhig zu bleiben. Wenn man da Puls bekommt, knallt man den Ball irgendwo übers Tor. Ich war aber sehr klar, habe die Lücke gesehen und sie genutzt“, betonte Hottmann ein paar Minuten später selbstbewusst und immer noch ziemlich ruhig. Dabei hatte sein Einsatz in Münster durchaus Spitz auf Knopf gestanden. „Am Sonntag und Montag ging es mir wirklich gar nicht gut“, erzählte der Angreifer, der sich am Morgen vor dem enttäuschenden 2:2 gegen den SC Verl aus Krankheitsgründen kurzfristig abgemeldet hatte.
Am Dienstag wagte er dann einen ersten Trainingsversuch – und gab anschließend grünes Licht. „Ich habe nach dem Abschlusstraining gesagt, dass ich in Münster hintenraus zur Verfügung stehe und mich durchquäle“, sagte der 26-Jährige. „Trotzdem habe ich mich schon besser gefühlt, weshalb ich mir ganz genau überlegen musste, welche Wege ich gehe und welche nicht. Ich hatte aber die ganze Zeit über das Gefühl, dass mir mindestens ein Ball vor die Füße fallen wird. Genau dafür bin ich mit nach Münster gefahren und vielleicht auch über eine Grenze gegangen.“
Für van der Sloot kam der Routinier in die Mannschaft, hatte aber große Probleme. In einigen Situationen fehlte ihm das nötige Tempo. In direkten Laufduellen hatte er so immer wieder das Nachsehen – und kam mehrfach zu spät, nachdem er überspielt wurde. Auch offensiv war er der deutlich schwächere Außenverteidiger. Die frühe Auswechslung war folgerichtig.
Foto: Moritz MuellerUnd sein Gefühl spielte Hottmann und Fortuna keinen Streich. „Für diesen Moment wollte ich mir meine Kraft aufsparen – und ihn nutzen“, sagte er. Anschließend lagen sich alle Beteiligten selig in den Armen, sowohl auf dem Rasen als auch auf den Rängen des Preußenstadions. Doch im Gegensatz zu den Sekunden vor dem ganz späten, aber verdienten Siegtreffer vergingen die Sekunden danach wie im Flug.
Zimmermanns ehrliche Einschätzung
Seine Führungsrolle nimmt Matthias Zimmermann im komplett umstrukturierten Düsseldorfer Kader einmal mehr vollends an. Durch die Freistellung von Alexander Ende und die Beförderung von Jens Langeneke sieht der Routinier persönlich Potenzial. Zimmermanns ehrliche Einschätzung
Egouli fehlt bei Langeneke-Debüt
Der neue Cheftrainer des Drittligisten steht am Samstag vor seinem ersten Pflichtspiel. Allerdings bekam die Ausfallliste für das Spiel in Rostock kurzfristig Zuwachs. So bewertet der 49-Jährige die Situation und spricht über seine Gefühle vor dem Einstand. Egouli fehlt bei Langeneke-Debüt
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Die Düsseldorfer verfügen auch nach dem großen Umbruch im Sommer über einen breiten Kader; dafür hat Sportvorstand Samir Arabi gesorgt. Nach dem Trainerwechsel gibt es nun einige Kandidaten, die profitieren könnten. Die Gewinner des Trainerwechsels
Zwei Systeme bieten sich als Rauten-Ersatz an
Jens Langeneke hat mit Blick auf seinen breiten Kader einige Optionen, um für seine Düsseldorfer Mannschaft in eine passende Grundordnung zu finden. Die gehen auch weit über das gewohnte Rautensystem und Langenekes 4-2-3-1 aus der U23 hinaus. Zwei Systeme bieten sich als Rauten-Ersatz an
Seine Lockerheit sticht hervor
Für Jens Langeneke standen am Dienstag gleich mehrere erste Male in seiner neuen Rolle an. Erst drehte sich alles um die Einheit mit den Spielern, dann stellte sich die Vereinslegende den Fragen der Journalisten, beides aber in demselben Modus. Seine Lockerheit sticht hervor
Ende reagiert auf Unmut der Fans
In der 82. Minute hatte ein Teil der Düsseldorfer Anhänger genug gesehen und forderte deutlich hörbar die Entlassung des Chefcoachs. Nicht einmal eine Stunde nach dem 2:2 gegen Verl äußerte sich Alexander Ende zu diesem Novum. Ende reagiert auf Unmut der Fans
Musik mit Ganzkörpereinsatz in Monheim
„Salut Salon“ begeisterte in der Kulturraffinerie mit einem furiosen Mix aus Klassik und Akrobatik. Das Publikum feierte die Show mit viel Applaus Musik mit Ganzkörpereinsatz in Monheim
Andreas Müller zählte beim wichtigen 2:1-Erfolg im Münsterland zu den besten und gefährlichsten Spielern der Düsseldorfer. Das lag nicht nur an seinem Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich. 78 chaotische Sekunden
Bornschein schleppt sich durch
Beim enttäuschenden 2:2 gegen den SC Verl wartete der Trainer für seine Verhältnisse lange, um in der zweiten Hälfte die ersten Wechsel zu vollziehen. Allerdings musste sich einer seiner Schützlinge letztlich über die gesamten 90 Minuten durchquälen. Bornschein schleppt sich durch
Lässt der Ausschuss alle Kandidaten zu?
Wegen des sportlichen Niedergangs der Düsseldorfer streben so viele Personen ein Mandat im Kontrollgremium an wie selten zuvor. Den Wahlausschuss stellt die hohe Bewerberzahl allerdings vor ein Problem: Trifft er eine Vorauswahl oder dürfen alle Interessenten am 15. November antreten? Lässt der Ausschuss alle Kandidaten zu?
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