Chronischer Stress kann den ganzen Körper belasten. Schlafprobleme, Erschöpfung und Konzentrationsprobleme sind weitere mögliche Warnsignale.
Chronischer Stress kann den ganzen Körper belasten. Schlafprobleme, Erschöpfung und Konzentrationsprobleme sind weitere mögliche Warnsignale.
Dr. med. Mimoun Azizi ist Chefarzt des Zentrums für Geriatrie und Neurogeriatrie im KVSW und Facharzt für Neurologie. Er ist Teil unseres Expertennetzwerks EXPERTS Circle.
Bei einer Stressreaktion schüttet der Körper Hormone wie Adrenalin und Cortisol aus. Herzschlag und Blutdruck steigen, die Muskeln werden besser durchblutet und der Körper stellt zusätzliche Energie bereit. Diese Reaktion ist eigentlich dafür gedacht, kurzfristige Belastungen zu meistern.
Bleibt der Stress jedoch bestehen, findet der Körper nicht mehr ausreichend in den Erholungsmodus zurück. Das kann langfristig zahlreiche Organe und Körpersysteme belasten.
Chronischer Stress entwickelt sich oft schleichend. Typische Anzeichen können sein:
Wer solche Beschwerden über längere Zeit bemerkt, sollte sie nicht als normale Begleiterscheinung eines hektischen Alltags abtun.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass chronischer Stress das Risiko für verschiedene Erkrankungen erhöht. Dazu gehören unter anderem:
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Je länger der Körper unter Dauerstress steht, desto größer ist die Belastung für die Gesundheit.
Chronischer Stress beeinflusst nicht nur die Stimmung, sondern auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Viele Betroffene berichten über Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit oder das Gefühl, nicht mehr klar denken zu können.
Auch die Fähigkeit, Gefühle zu regulieren oder mit Belastungen umzugehen, kann unter anhaltendem Stress leiden. Dadurch entsteht häufig ein Teufelskreis: Wer gestresst ist, fühlt sich schneller überfordert – und erlebt dadurch noch mehr Stress.
Gleichzeitig können dauerhafte Entzündungsprozesse im Körper gefördert werden. Sie gelten als wichtiger Risikofaktor für verschiedene chronische Erkrankungen.
Bereits kleine Veränderungen im Alltag können dazu beitragen, den Körper zu entlasten und besser mit Belastungen umzugehen.
Viele Menschen nehmen Stress als unvermeidlichen Bestandteil ihres Lebens hin. Dabei zeigen Studien, dass regelmäßige Erholungsphasen ebenso wichtig sind wie Bewegung oder eine gesunde Ernährung. Wer Warnsignale früh erkennt und bewusst für Ausgleich sorgt, kann nicht nur sein Wohlbefinden verbessern, sondern auch das Risiko für stressbedingte Erkrankungen langfristig senken.
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