Traurig, gereizt, freudlos – nicht jede Verstimmung ist gleich eine Depression. Aber wenn sich Symptome häufen, kann das durchaus ein Hinweis sein. Gut, dass es Hilfe gibt.
Traurig, gereizt, freudlos – nicht jede Verstimmung ist gleich eine Depression. Aber wenn sich Symptome häufen, kann das durchaus ein Hinweis sein. Gut, dass es Hilfe gibt.
Der Alltag mit seinen Herausforderungen ist wie immer, und trotzdem fühlt sich alles irgendwie schwerer an. Eine Depression muss nicht sofort tiefe Traurigkeit bedeuten, sondern kann sich schleichend bemerkbar machen. Wer sie jedoch früh erkennt, kann schneller gezielt gegensteuern. Darauf weist Jochen von Wahlert hin, Ärztlicher Leiter der Psychosomatischen Klinik in Bad Grönenbach.
Das können erste Anzeichen sein:
Oft werden solche Signale nach Erfahrung des Facharztes für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Alltag leicht als Stress oder vorübergehende Erschöpfung abgetan. Man sollte sie aber ernst nehmen, wenn sie länger anhalten, mehrere Symptome neu auftreten und das Wohlbefinden deutlich beeinträchtigen. Kommen Kernsymptome einer Depression hinzu, sollten Betroffene auf jeden Fall zum Arzt gehen.
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Die Stiftung bietet online einen anonymen Selbsttest an. Wer sich durch neun Fragen klickt, die sich auf die Haupt- und Zusatzsymptome beziehen, erhält ein einschätzendes Ergebnis. Dazu gehören auch weiterführende Informationen sowie Hilfsangebote.
Erste Anlaufstelle für Betroffene können der Hausarzt oder die Hausärztin sein. Jochen von Wahlert weist zudem darauf hin, dass auch ein direkter Termin bei einer psychotherapeutischen Praxis ohne Überweisung möglich ist. Ein Arzt kann körperliche Ursachen abklären und Beschwerden einordnen.
Welche Unterstützung dann sinnvoll ist, hängt vom Einzelfall ab. Das kann eine Psychotherapie sein, Medikamente oder bei schweren Verläufen eine teil- oder vollstationäre Therapie. Wichtig ist laut dem Facharzt aber in jedem Fall: besser schon mit leichten Symptomen Hilfe holen und nicht so lange abwarten, bis der Alltag gar nicht mehr zu bewältigen ist.
dpa
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