Vor vier Jahren erlebte Mirko Albert den schlimmsten aller Albträume: Völlig unerwartet starb seine 10-jährige Tochter. Dass er heute wieder lachen und Leichtigkeit fühlen kann, führt er auf eine andere Art des Trauerns zurück.
Vor vier Jahren erlebte Mirko Albert den schlimmsten aller Albträume: Völlig unerwartet starb seine 10-jährige Tochter. Dass er heute wieder lachen und Leichtigkeit fühlen kann, führt er auf eine andere Art des Trauerns zurück.
FOCUS online: Sie haben ein Buch über Ihre Tochter Vanessa geschrieben, die vor vier Jahren im Alter von nur zehn Jahren ganz plötzlich gestorben ist. Sie sind in Sachen Trauer allerdings nicht nur Betroffener, Sie helfen und beraten auch. Wurde Ihr Engagement als Trauer- und Sterbebegleiter durch das, was Sie erlebt haben, angestoßen?
Mirko Albert: Nein. Der Tod meiner Tochter ist, wie Sie richtig gesagt haben, vier Jahre her. Die Ausbildung zum Trauerbegleiter für traumatisierte Kinder und Jugendliche habe ich bereits vor 14 Jahren gemacht. Und dann, vor zwölf Jahren, zusätzlich die Ausbildung zum Sterbebegleiter.
Darf man fragen, was Sie dazu motiviert hat, das zu tun? Gab es damals bereits Schicksalsschläge, Todesfälle im nahen Umfeld?
Albert: Tatsächlich nicht, das kam alles erst danach. Es war einfach so, dass ich der Gesellschaft etwas zurückgeben wollte. Ich war an einem Punkt, wie man ihn sich wohl nur wünschen kann: Familie, ein schönes Zuhause, zwei gesunde Töchter, die eine ein Jahr alt, die andere fünf. Ich hatte Erfolg im Beruf, wir hatten wirtschaftliche Stabilität.
Es gab eine große Dankbarkeit in mir und daraus erwuchs dann das Bedürfnis zu teilen. Ich arbeite ehrenamtlich bei zwei ambulanten Hospizdiensten und im Krankenhaus auf einer Kinderkrebsstation. Außerdem bin ich seit 2025 Erster Vorsitzender des Vereins Fuchsbau Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche e.V.. Der Verein unterstützt Kinder und Jugendliche, die mit dem Tod eines nahestehenden Menschen konfrontiert sind.
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In Ihrem Buch beschreiben Sie, wie Ihr erfülltes Leben im Januar 2022 eine dramatische Wendung nimmt. Sie erzählen von einer Wanderung im Allgäu…
Albert: Ja, ich ging durch die Berge. Kam zu einer kleinen Kirche. Dort ganz allein zu sein, fühlte sich wunderbar an. Ich kniete mich spontan auf eine Bank und begann zu beten, bedankte mich für all die Gnade, die ich in meinem Leben erfahren durfte. Okay, die Trennung von meiner früheren Frau, der Mutter von Vanessa und ihrer vier Jahre älteren Schwester Janina, war schwer gewesen.
Vanessa war bei der Trennung drei Jahre alt gewesen. Aber von 2016 bis jetzt hatte ich wundervolle Jahre an der Seite meiner zweiten Frau und mit meiner Patchwork-Familie erleben dürfen. Mich durchflutete das pure Glück in dieser Kapelle. Wenige Tage später erlebte ich dann den größten Schicksalsschlag meines Lebens.
Ihre Tochter Vanessa, damals zehn Jahre alt, schien eigentlich gesund.
Albert: Eigentlich, ja. Zuletzt hatte sie sich manchmal etwas unwohl gefühlt, aber nicht weiter besorgniserregend. An diesem Tag ging sie wie immer zur Schule, sie besuchte die vierte Klasse. Am Morgen holte sie wie immer ihre beste Freundin Sofie ab. Gut gelaunt und fröhlich verließ unser Sonnenschein das Haus und schrieb kurz darauf sogar noch eine Deutscharbeit.
Dann klagte sie plötzlich über Kopfschmerzen, und ihr war schlecht. Sie ließ sich von der Schule abholen, legte sich hin. Wenige Stunden später krampfte sie und fiel aus dem Bett. Alles ging so furchtbar schnell. Nachdem sie mit dem Notarzt ins Krankenhaus gefahren worden war, fiel sie ins Koma. Man stellte fest, dass sie eine akute Leukämie entwickelt hatte, die zu Blutungen an sieben Stellen im Gehirn führte.
Wir zitterten, wir beteten, wir weinten, wir warteten über 20 Stunden im Krankenhaus in einem kleinen Wartezimmer. In diesen vielen Stunden wurde die kleine Maus operiert. Obwohl es eigentlich keine Hoffnung mehr gab. Sie kämpfte und überlebte den Eingriff, womit die Ärzte schon gar nicht mehr gerechnet hatten.
Wachte Vanessa aus dem Koma auf?
Albert: Nein. Auf der Intensivstation konnten wir von ihr Abschied nehmen. Wir mussten es. Denn die Ärzte teilten uns klar und deutlich mit, dass es keine Hoffnung gab. Die Schädigungen im Gehirn seien viel zu groß, und eine Chemotherapie würde sie in ihrem Zustand keinesfalls überleben, auch wenn diese aufgrund der stark fortgeschrittenen Leukämie eigentlich umgehend hätte eingeleitet werden müssen. Wir standen vor der grauenhaften Entscheidung, die Maschinen abzuschalten. Unser Herz zerriss in diesen Stunden. Unser aller Herz …
Wer sind „alle“?
Albert: Wir Eltern, meine Frau, die Stief-Geschwister Laura und Simon und natürlich Janina, Vanessas wundervolle, große Schwester. Von Anfang an hatte sie Vanessa stets behüten und beschützen wollen. Lange Jahre war ihr das gelungen. Jetzt nicht mehr. Auch Vanessas Großeltern waren da. Wir bildeten einen Kreis der Liebe um ihr Bett. Wir streichelten sie, weinten, bedankten uns.
Ich brauche wohl nicht dazuzusagen, dass wir alle fix und fertig waren. Die ganze Nacht ohne Schlaf. Als schließlich alle nach Hause gegangen sind, beschloss ich, noch mal zurück zu Vanessa zu gehen. Ich setzte mich an ihr Bett. Und sagte diese Worte: „Mein Schatz: Du musst nicht mehr kämpfen. Du kannst gehen. Danke für die wundervollen zehn Jahre, in denen Du unser Leben bereichert hast.“ Das war natürlich nicht leicht, aber ich konnte das mit voller Überzeugung tun.
Woher kam diese Überzeugung?
Albert: Schauen Sie, bei meiner Arbeit als Sterbebegleiter erlebe ich viele Eltern in dieser schrecklichen Situation. Der Abschied vom eigenen Kind. Und ich erlebe hier sehr viel Festhalten. Die Eltern schreien, sie flehen: „Du darfst nicht gehen.“
Warum konnten Sie anders mit dieser Situation umgehen?
Albert: In mir gibt es dieses Vertrauen, nein, dieses tiefe Wissen, dass es schön ist, da, wo wir nach dem Tod hingehen.
Wie kommen Sie zu diesem Wissen?
Albert: Ich hatte im Alter von sechs Jahren eine Nahtoderfahrung. Ich hatte damals eine Grippe, hatte mehrere Tage nichts getrunken gehabt, war ausgetrocknet. Multiples Organversagen. 30 Jahre lang habe ich mit niemandem über das gesprochen, was ich damals erlebt habe.
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Warum nicht?
Albert: Ich dachte, die Menschen würden mich für verrückt erklären. Schauen Sie, ich bin in der Finanzbranche tätig. Hier wird vor allem fachlich und sachlich argumentiert. Und lange wusste ich nicht, dass viele Menschen auf der ganzen Welt solche Nahtoderlebnisse hatten und haben. Natürlich hatte ich mich immer wieder gefragt, ob das alles nur ein Traum gewesen war. Es konnte aber kein Traum sein.
Warum nicht?
Albert: Das berichten ganz viele Menschen, die Ähnliches erlebt haben. Die Erinnerung ist glasklar, geht bis ins kleinste Detail. Bei einem Traum ist das anders. Da wacht man morgens auf, und die Erinnerung ist diffus. Im Himmel werden alle Sinne gleichzeitig in dermaßen intensiver Form angesprochen, dass du einfach weißt: Das ist real. Rückblickend war es ein Geschenk, dass ich viele Jahre vor Vanessas Tod schon einmal dort sein durfte, wo sie jetzt ist.
Albert: Nein, wir haben am nächsten Tag endgültig Abschied genommen. In dem Moment, als die Maschinen abgeschaltet wurden, waren nur ein Arzt und wir als Eltern bei unserem Kind. So ging sie in gewisser Weise im gleichen Kreis von dieser Welt, wie sie auch auf diese Welt gekommen ist.
Wusste Vanessa von Ihrem Nahtoderlebnis?
Albert: Tatsächlich, ja. Ich habe mit den Kindern, als sie noch sehr klein waren, darüber gesprochen. Abends, beim Ins-Bett-Bringen. Ich habe den Mädchen eine Engelsgeschichte vorgelesen. Durch diese Geschichte wurde meine eigene Erfahrung plötzlich wieder präsent. Wie gesagt, ich hatte noch nie mit jemandem darüber gesprochen. Ich wusste nicht, dass auch andere Menschen dieses Erlebnis hatten. Auf einmal meinte Vanessa: „Ich war auch schon mal im Himmel.“
Wie Kinder das eben so sagen?
Albert: Nein, das stand tatsächlich im Zusammenhang mit einem Erlebnis. Mit dem Tod meiner Mutter nämlich. Wenige Wochen vorher war sie beim Babysitten unserer Töchter plötzlich zusammengebrochen – und gestorben. Ein Aneurysma.
Meine Mutter hatte die kleine Vanessa auf dem Arm, als es passierte und hob sie mit letzter Kraft ins Bettchen. Ich höre noch genau Vanessas Stimme, als sie mir nach dem Vorlesen berichtete, was sie erlebt hatte: „Ich war auf dem Arm von Oma. Ich bin mit der Oma in den Himmel geflogen. Da gibt’s tausend Millionen Bäume, ganz viele Schmetterlinge und ganz viele Engel.“
Vanessa war zwei Jahre alt, als sie das sagte?
Albert: Ja, sie war sprachlich und auch sonst sehr weit. Sie konnte sich gut ausdrücken, trotz eines süßen Sprachfehlers. Und doch hat mich das Gesagte völlig verblüfft. So sehr, dass ich es aufgeschrieben habe. Die Mitschrift auf einem Klebezettel habe ich gut aufbewahrt.
Denken Sie, dass Vanessas Erlebnis ihr im Sterben geholfen haben könnte?
Albert: Das könnte ich mir sehr gut vorstellen. Und auch, dass sie um mein Erlebnis wusste, dürfte ihr geholfen haben. Wissen Sie, wenn ich jetzt Eltern am Bett ihrer sterbenden Kinder sehe, denke ich mir oft: Wir wollen für unsere Kinder als liebende Eltern das Paradies auf Erden. Wir wollen, dass das Kind seinen Fuß an keinen Stein stößt. Durch meine Nahtoderfahrung weiß ich aber: Wir können es unseren Kindern auf Erden nicht annähernd so paradiesisch machen wie im Himmel. Es gibt keinen besseren Ort.
Sagen Sie das den Eltern der sterbenden Kinder denn genau so?
Albert: Ich möchte mich natürlich niemandem aufdrängen. Aber wenn es sich ergibt, spreche ich darüber. Wie das bei mir war. Dass ich wusste, wohin Vanessa geht. Und dass ich weiß, dass wir uns eines Tages wiedersehen.
Ganz oft höre ich dann später von den Eltern, das hätte ihnen wahnsinnig viel Kraft gegeben. Mein Erzählen scheint für viele ein großer Trost. Die Eltern spüren offenbar: Das ist jemand, der ist authentisch. Der hat seine Tochter verloren. Er weiß, was wir durchmachen. Ein Freund von mir hat schon lange gesagt: Mirko, du musst den Leuten deine Geschichte erzählen.
Kam so die Idee zum Buch?
Albert: Über Umwege. Zunächst kamen diverse Einladungen für Vorträge, von Kirchengemeinden zum Beispiel. Aber wie hätte ich das zeitlich schaffen sollen, das immer wieder zu erzählen, neben Familie, Beruf und Ehrenamt? So verrückt das für den ein oder anderen klingen mag: Der Impuls, das Buch zu schreiben, kam schließlich von Vanessa selbst. Wir sind intensiv in Kontakt. Sie schickt mir und uns manchmal Zeichen.
Hier dürfte manch einer nun tatsächlich skeptisch werden.
Albert: Vielleicht auch, weil wir es kulturell noch wenig gewohnt sind, die Verbundenheit mit Verstorbenen zuzulassen. Bisher war und ist in der Trauer sehr viel vom Loslassen die Rede.
Und das sehen Sie wiederum kritisch?
Albert: Nicht nur ich. In neueren Trauermodellen wird Trauer als Gefühl verstanden, das eine neue Beziehung zum Verstorbenen finden will. Die Trauernden dürfen mit dem Verstorbenen leben, nicht ohne ihn. Durch die Liebe des Hinterbliebenen lebt die Beziehung weiter. Ich verstehe Trauer so: Die Seele zeigt, dass sie in Verbindung zum Verstorbenen bleiben will.
Das ist etwas von Grund auf anderes als Trauer als vorübergehendes Gefühl, das immer weniger werden und sich irgendwann am besten komplett verabschieden soll. Wer Trauer anders versteht, spürt die Liebe zu einem verstorbenen Menschen möglicherweise intensiv wie nie zuvor. Dazu kommt: In den Trauernden entsteht eine Ahnung von der anderen Welt.
Sie haben Ihr Buch gemeinsam mit einem renommierten Sterbeforscher, Bernard Jakoby, geschrieben. Wie kam es dazu?
Albert: Nachdem ich unseren Kindern damals von meiner Nahtoderfahrung erzählt hatte, hatte ich angefangen zu googeln. Überrascht stellte ich fest, dass es für das damals von mir als Kind Erlebte einen Begriff gab. Nach Vanessas Tod habe ich mich dann noch intensiver mit dem Thema beschäftigt.
Ich fand Veröffentlichungen von Bernard Jakoby, in denen ich mich eins zu eins wieder fand. Ich nahm Kontakt zu ihm auf, wir telefonierten, er war super sympathisch, sehr nahbar. Also traute ich mich, ihn zu fragen: Wie stehst du zu dem, was ich erlebt habe? Lässt sich das irgendwie erklären, ist das wissenschaftlich begründbar?
Und?
Albert: Er war hier direkt ganz klar. Das Erlebte sei kein Einzelfall. Er berichtete von zahlreichen, ganz ähnlichen Erlebnissen in vielen Teilen der Welt. Jakoby hat auch die besondere Wahrhaftigkeit der Erzählungen Vanessas aus seiner mehr als 30-jährigen Arbeit als Forscher bestätigt.
Was meinen Sie?
Albert: Ich zeigte ihm die Mitschrift auf dem Klebezettel von damals. Sie wissen schon, als Vanessa dieses Erlebnis mit der Oma hatte. Auch hier wieder: Ja, sowas käme durchaus vor.
Also starten Sie gemeinsam ein Buch-Projekt …
Albert: Genau. Bevor Bernard Jakoby das Thema aus seinen Erfahrungen heraus beleuchtet, geht er auf die vorangegangenen Seiten im Buch ein, in denen ich Vanessa selbst erzählen lasse.
Vanessa erzählt selbst? Wie ist das möglich?
Albert: Sie hat die Geschichte in gewisser Weise diktiert. Ich war damals auf Mallorca. Die Informationen kamen so schnell und so gewaltig, dass ich alles auf Tonband aufgesprochen und es erst danach abgetippt habe.
Beim Schreiben habe ich festgestellt: Das ist nicht meine Sprache, nicht mein Ausdruck. Das ist tatsächlich die Sprache meines Kindes. Ich hätte das alles wirklich nie ohne Vanessas Hilfe so niederschreiben können. Wie gesagt, der Kontakt zwischen meiner Tochter und mir ist nach wie vor vorhanden.
Der Sterbeforscher schreibt im Buch: „Wir sollten uns bewusst machen, dass die Verstorbenen nie wirklich von uns getrennt sind. Wir können sie nicht mehr berühren oder mit ihnen kuscheln, aber sie sind liebevoll mit uns. Wir können lernen, mit ihnen in Verbindung zu treten.“ Beispielsweise durch Meditation oder Gebet.
Albert: Richtig. Kritikern entgegnet er, dass kein menschliches Phänomen so häufig wissenschaftlich untersucht worden ist wie die Nahtoderfahrungen. Viele sagen ja: Das ist ja schön, dass du diesen Glauben hast. Oder auch: dass die Christen diesen Glauben haben …
Und was sagen Sie?
Albert: Das ist kein Glaube. Das ist Wissen. Bernard Jakoby hat ähnlich wie seinerzeit die bekannte Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross mit vielen Menschen gesprochen, die von Licht, Lichtgestalten und diesem Sog nach oben berichtet haben. Viele Betroffene beschreiben ein Gefühl von tiefer Gelassenheit und innerem Frieden.
Der Sterbeforscher beschreibt im Buch auch die aus der Psychologie bekannten Phasen der Trauer wie Schock, Leugnung und so weiter. Haben Sie diese Phasen auch durchlebt?
Albert: Nach Vanessas Tod war nichts mehr, wie es war. Der Verlust eines Menschen ist immer traumatisch, doch der Verlust eines Kindes kann vernichtend sein. In den ersten Tagen nach dem Tod haben wir uns von der Außenwelt abgeschottet und sind als Familie ganz eng zusammengerückt.
Wir haben miteinander geweint, aber auch viel miteinander geredet. Nachdem wir uns dann ein bisschen gefangen hatten, haben wir unsere Erinnerungen an Vanessa ausgetauscht. Es gab und gibt eine WhatsApp-Gruppe mit dem Namen unserer verstorbenen Tochter, auf die nur wir und unsere Kinder Zugriff haben.
Hier stellen wir Erlebnisse ein, Bilder, aber auch Nachrichten. Jeder entscheidet selbst, wie oft er hier aktiv ist. Aber es wird nichts totgeschwiegen und auch nichts verdrängt. Zu Ihrer Frage: Ja, die Angst, nicht weiterleben zu können, war da.
Wie geht es Ihnen heute, vier Jahre nach Vanessas Tod?
Albert: Natürlich hat dieses Ereignis tiefe Spuren in den Herzen und Seelen bei uns hinterlassen. Aber dennoch können wir wieder lachen. Wir können wieder lieben, können wieder vertrauen. Der enge, bewusst gelebte Kontakt zu Vanessa und dass wir eben nicht von uns verlangen, loszulassen, hat hierbei sicher ganz viel geholfen.
Vanessa ist lebendig und begleitet uns. „Jede Träne ist eine Perle auf dem Weg ins Glück“, besagt ein geflügeltes Wort in der Trauerbegleitung – und ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass das stimmt.
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