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„Schämt euch!“ Formel-1-Team erinnert an „bin Laden“-Auto – ausgerechnet am 11. September

Дата публикации: 11-09-2026 18:08:00

Am 25. Jahrestag des 11. Septembers bringt Formel-1-Team Williams ein Sonderdesign heraus. Pikant: Es erinnert an eine Zeit mit dem Sponsor bin Laden.

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Williams tritt beim Grand Prix von Spanien in Madrid mit einem Sonderdesign an. Es orientiert sich am Williams-Wagen der Formel-1-Saison 1981 und greift dessen markante Farben Weiß, Grün und Dunkelblau auf.

Warum die Lackierung ausgerechnet an diesem Wochenende zum Einsatz kommt: 1981 gastierte die Formel 1 letztmals in Madrid, damals wurde der Grand Prix von Spanien auf dem Circuito del Jarama ausgetragen. Im selben Jahr holte Williams die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft.

Zur damaligen Zeit unterstützte auch eine Hotelkette der bin-Laden-Familie den Rennstall. Gegründet wurde sie von Muhammad bin Awad bin Laden, dem Vater von Osama bin Laden – Anführer der Terrororganisation Al-Qaida, die den 11. September 2001 verantwortete.

„Bin Laden“-Schriftzug auf Williams-Wagen 1979: „Absolut geschmacklos, schämt euch!“

Zwar war der Schriftzug „bin Laden“ in der Formel-1-Saison 1981 nicht (mehr) auf den Williams-Wagen zu sehen, das Unternehmen trat aber weiterhin als Sponsor auf. Auf Social Media verbreiteten sich Bilder des Williams von 1979, auf denen „bin Laden“ deutlich von den seitlichen Windabweisern prangt.

Williams-Pilot Alan Jones im Jahr 1979. Auf dem Windabweiser (links neben der Nummer 27) ist der Schriftzug „bin Laden“ zu sehen.

Williams-Pilot Alan Jones im Jahr 1979. Auf dem Windabweiser (links neben der Nummer 27) ist der Schriftzug „bin Laden“ zu sehen. IMAGO / ZUMA Press Wire

Der repräsentative Kommentar eines Users: „Am Wochenende des 11. September auf die Familie bin Laden anzuspielen, ist absolut geschmacklos. Schämt euch!“

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Auch der aus der Netflix-Serie „Drive to Survive“ bekannte Motorsport-Journalist Will Buxton kritisiert im „Up to Speed“-Podcast, die historische Lackierung ausgerechnet jetzt zu verwenden – „egal wie gut gemeint, wie schön und wie magisch sie auch sein mag“.

Williams will die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen

Mit dem Sonderdesign will Williams eine Brücke zwischen damals und heute schlagen. Nach Angaben des Teams soll sie nicht nur an die eigene Vergangenheit erinnern, sondern auch den Wissenstransfer zwischen verschiedenen Generationen von Williams-Mitarbeitern symbolisieren.

Teamchef James Vowles erklärt: „Unsere Mission, wieder an die Spitze des Feldes zurückzukehren, leitet sich ab aus allem, was wir in der Vergangenheit geleistet haben. Daraus ziehen wir unsere Inspiration und unsere Erkenntnisse. Ich bin unglaublich stolz darauf, dies mit diesem Sonderdesign zu würdigen.“

Von Stefan Ehlen

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