Deutschland und Griechenland trennen sich mit einem torlosen Unentschieden – für das DFB-Team eine Enttäuschung. Stimmen zum Spiel bei RTL.
Deutschland und Griechenland trennen sich mit einem torlosen Unentschieden. Bundestrainer Jürgen Klopp zeigt sich sehr zufrieden, Florian Wirtz trauert dem verpassten Sieg nach. Stimmen zum Spiel bei RTL.
Jürgen Klopp (Bundestrainer): „Ich bin sehr zufrieden – weil ich weiß, wo wir herkommen. Ich bin sehr, sehr, sehr angetan von der Mannschaft. Es hat mich tendenziell eher überrascht, als dass ich jetzt enttäuscht wäre. Ich hätte nicht geglaubt, dass wir so eine erste Halbzeit spielen können. Die Jungs haben ein unglaubliches Fußballspiel gemacht, das in allen Bereichen richtig top war – außer dass wir aus den Chancen kein Tor gemacht oder im letzten Drittel den besser Positionierten nicht gesehen haben.“
Klopp zur schwächeren Leistung der zweiten Halbzeit: „Ab der 60. Minute sind wir ein bisschen unruhig geworden, deshalb waren die Abläufe nicht mehr so klar. Aber wir haben vor drei Tagen gespielt – es ist gegen starke Griechen dann schwer, das Tempo über 90 Minuten aufrechtzuerhalten. Es hat 90 Prozent der Zeit herausragend funktioniert. Das Problem ist: In den 10 Prozent, in denen es nicht klappt, kann es auch mal rauschen.“
Klopp zu seinen ersten vier Spielen: „Wir haben in den zwei Wochen ganz viele Nationalspieler gesehen. Alle haben ihre Berechtigung, dabei zu sein. Jeder hat sich gezeigt. Wir können verschiedene Dinge besser, als man momentan glaubt. Das freut mich sehr, weil wir das Zeichen auch haben wollten. Wir möchten etwas verändern, wir möchten etwas anschieben – das habe ich auf jeden Fall gesehen.“
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Klopp zur Zukunft: „Es geht um die Art und Weise, wie wir spielen. Wenn wir kollektiv so verteidigen wie heute, dann können die Jungs auf einmal kicken. Dass sie sich so darauf eingelassen haben, darüber bin ich echt glücklich. Das wird die Basis sein. Für jeden, der bereit ist, diese Art Fußball zu spielen, steht die Tür sperrangelweit offen.“
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Florian Wirtz (DFB-Kapitän gegen Griechenland): „Wir haben ziemlich viel Druck aufgebaut, aber das Scheiß-Tor nicht gemacht. Das ist ärgerlich. Insgesamt können wir zufrieden sein, wie wir gespielt haben – es war sehr viel Gutes dabei. Man darf nicht vergessen, dass wir erst seit einer Woche zusammen sind. Wir wollten unbedingt den Sieg, aber natürlich ist jetzt nicht alles schlecht.“
Derry Scherhant: „Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht und hätten uns einfach mit einem Tor belohnen müssen. Auf der Leistung können wir aufbauen, aber natürlich wäre ein Sieg schöner gewesen.“
Scherhant zu seiner guten Leistung: „Ich hatte mir genommen, Spaß zu haben, selbstbewusst zu sein, mich nicht verstecken zu wollen und alles zu geben. Das ist mehr als ein Traum für mich hier bei der Nationalmannschaft. Ich wollte alles genießen und mehr als 100 Prozent geben.“
Lothar Matthäus (RTL-Experte): „Die Griechen können mit dem Ergebnis mehr zufrieden sein als die Deutschen. In der ersten Halbzeit gab es schöne Kombinationen, schnell, flüssig, die Positionen waren besetzt, gute Läufe. In der zweiten Halbzeit war es dann ein ausgeglichenes Spiel. Es fehlte das ein oder andere Mal der letzte Ball, der Abschluss. Die Mannschaft muss lernen, im letzten Moment die richtige Entscheidung zu treffen.“
Matthäus zu den vier Nations-League-Spielen: „Man hat gesehen, dass die Mannschaft will, dass sie gemeinsam Spaß und Freude auf dem Platz hat – auch wenn es in der zweiten Halbzeit nicht so funktioniert hat. Mit fünf Punkten aus vier Spielen können wir nicht zufrieden sein. Es wird ein schwieriger Weg, einen der ersten beiden Plätze zu erreichen. Aber das, was Klopp in den vier Spielen gesehen hat, das wollte er sehen. Darauf kann er aufbauen.“
Matthäus zur generellen DFB-Lage: „Wir haben keine Durchschnittsmannschaft. Wir haben keinen Messi, keinen Mbappé und keinen Haaland, aber wir haben Unterschiedsspieler auf hohem internationalem Niveau. Auch andere Teams haben Schwierigkeiten gegen gut organisierte, defensive Mannschaften.“
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