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Klopps euphorisches RTL-Interview klingt, als hätte er ein anderes Spiel gesehen

Дата публикации: 05-10-2026 06:25:00

Deutschland kommt in Griechenland nur zu einem 0:0. Jürgen Klopp verblüfft mit einem euphorischen RTL-Interview, das etwas übertrieben wirkt. Ein Kommentar.

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Deutschland kommt in Griechenland nur zu einem 0:0. Anschließend verblüfft Bundestrainer Jürgen Klopp mit einem euphorischen RTL-Interview, das etwas übertrieben wirkt. Ein Kommentar.

„Ich bin sehr zufrieden – weil ich weiß, wo wir herkommen. Ich bin sehr, sehr, sehr angetan von der Mannschaft. Es hat mich tendenziell eher überrascht, als dass ich jetzt enttäuscht wäre. Ich hätte nicht geglaubt, dass wir so eine erste Halbzeit spielen können. Die Jungs haben ein unglaubliches Fußballspiel gemacht, das in allen Bereichen richtig top war – außer dass wir aus den Chancen kein Tor gemacht oder im letzten Drittel den besser Positionierten nicht gesehen haben.“

Das waren Jürgen Klopps Worte am RTL-Mikrofon, unmittelbar nach der Nations-League-Partie zwischen Griechenland und Deutschland am Sonntagabend.

Wer Klopps euphorisches Interview verfolgte, mochte sich verwundert gefragt haben, ob der Bundestrainer ein anderes Fußballspiel gesehen hatte. Fast klang sein Überschwall an Überschwang, als hätte die deutsche Nationalmannschaft mit 3:0 gewonnen. Tatsächlich war ein 0:0 (der klar ansehnlicheren Sorte) herausgesprungen.

Klopps Superlative verwundern – im Angriff blieb Deutschland harmlos

In der ersten Halbzeit überzeugte das DFB-Team mit zackigen Passstafetten, einer guten Raumaufteilung und aggressivem Gegenpressing. Im Vergleich zur pomadigen Elf, die eine Woche zuvor 0:1 gegen Griechenland verloren hatte, gefiel Klopps zweites Aufgebot besser. Erheblich.

Die DFB-Stars Jonathan Burkardt (l.) und Tom Bischof (2.v.r.) gegen die Griechen Christos Zafeiris (2.v.l.) und Manolis Saliakas

Die DFB-Stars Jonathan Burkardt (l.) und Tom Bischof (2.v.r.) gegen die Griechen Christos Zafeiris (2.v.l.) und Manolis Saliakas Christian Charisius/dpa

Nach dem Seitenwechsel aber brachte Griechenland – ganz bewusst – Hektik und Unruhe in den plötzlich aufgeheizten Schlagabtausch. Die Gastgeber spielten zwei Klassen giftiger – prompt war ein Bruch im deutschen Auftritt, der fahriger und viel fehlerhafter wurde.

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„Wir haben vor drei Tagen gespielt – es ist gegen starke Griechen dann schwer, das Tempo über 90 Minuten aufrechtzuerhalten“, entschuldigte sich Klopp. Indes betonte RTL-Experte Lothar Matthäus: „Die Griechen können mit dem Ergebnis mehr zufrieden sein als die Deutschen.“

Klopp-Aussagen wirken übertrieben – aber es geht wohl auch darum, die Stimmung zu lenken

Insofern irritierten Klopps Superlative. Zumal die Zahlen diesmal nur die halbe Wahrheit erzählten. 21:5 Torschüsse, 640:267 Pässe, 70:30 Prozent Ballbesitz vermeldeten die Datenerhebungen – jeweils pro Deutschland.

Allerdings fehlte dem DFB-Team, abgesehen vom zurückgenommenen Jonathan-Burkardt-Treffer, durchgängig die entscheidende Wucht in der Offensive. Bezeichnend: Von den 21 Schüssen flogen bloß fünf aufs griechische Tor, die Uefa-Statistik zählte für Deutschland exakt null klare Chancen.

Bundestrainer Jürgen Klopp mit Florian Wirtz, links: Derry Scherhant

Bundestrainer Jürgen Klopp mit Florian Wirtz, links: Derry Scherhant IMAGO / Kirchner-Media

Im Fußball geschieht wenig bis nichts ohne Kalkül. Klopps Nations-League-Viererpack ist mit einem Sieg, zwei Remis und einer Pleite abgeschlossen; fünf Wochen sind es jetzt bis zu den nächsten Länderspielen, die Mitte November in Serbien und daheim gegen die Niederlande steigen. Vermutlich geht es in solchen Momenten (auch) darum, die Stimmung zu lenken oder zumindest zu beeinflussen. Das dürfte Klopp mit seinem RTL-Interview versucht haben.

„Wir können verschiedene Dinge besser, als man momentan glaubt“, sagte er noch über den deutschen Fußball. „Das freut mich sehr, weil wir das Zeichen auch haben wollten. Wir möchten etwas verändern, wir möchten etwas anschieben – das habe ich auf jeden Fall gesehen.“

Und danach hat er, mit Verlaub, ein bisschen übertrieben.

„Er steckt halt nicht gleich den Kopf in den Sand“

Die Debatte

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Классификация: Спорт. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 16.71. Источник: rss.focus.de.