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Fensterputzroboter Lubluelu CHYW201 für 106 Euro im Test: Einfach, günstig, gut

Дата публикации: 26-09-2026 08:16:00

Der Lubluelu CHYW201 ist sehr preiswert, verzichtet dafür aber auf technische Spielereien. Ob er trotzdem überzeugt, zeigt unser Test.

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Der Lubluelu CHYW201 ist sehr preiswert, verzichtet dafür aber auf technische Spielereien. Ob er trotzdem überzeugt, zeigt unser Test.

Kann ein Fensterputzroboter für rund 106 Euro funktionieren? Genau diese Frage hat uns den Lubluelu CHYW201 auf den Tisch gebracht. Denn das Gerät verzichtet auf alles, was die teureren Modelle im Testfeld auszeichnet: keine Kantenbürsten, kein Abzieher, kein zweites Trockentuch, keine Schrubbeinheit, keine App, kein Display.

Geblieben sind ein quadratisches Gehäuse in der inzwischen üblichen Bauform, ein Wischpad, zwei sichtbare Wassertanks und eine Fernbedienung. Bedient wird der Roboter über einen einzigen Knopf. Der Markenname ist schwer zu lesen und noch schwerer auszusprechen, das Konzept dagegen denkbar simpel.

Der Lubluelu spielt preislich eine Klasse tiefer als Konkurrenten wie der Winbot Mini. Die spannende Frage lautet deshalb nicht, ob er Innovationen bringt – sondern ob bei so wenig Technik am Ende trotzdem saubere Scheiben herauskommen.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Lubluelu CHYW201?

Die Verarbeitung überrascht positiv. Das weiße Kunststoffgehäuse wirkt sauber gefügt und wertiger, als der Preis vermuten lässt. Auch der bei günstigen Geräten typische Chemiegeruch aus frisch ausgepacktem Kunststoff bleibt aus.

Der Roboter misst 240 × 80 × 240 mm und wiegt 2 kg. Er folgt damit der quadratischen Bauform, die sich bei Fensterputzrobotern als Standard durchgesetzt hat. Oben sitzt ein Tragegriff in Lederoptik, darüber der einzige Bedienknopf. Ein Display gibt es nicht.

Das Wasser verteilt sich auf zwei getrennte, transparente Tanks links und rechts mit je 80 ml, zusammen also 160 ml. Der Füllstand bleibt dadurch sichtbar, doch die Lösung nervt im Alltag: Nachfüllen heißt immer zweimal nachfüllen. Ein einzelner zentraler Tank wäre uns lieber – das Problem kennen wir allerdings auch von deutlich teureren Modellen, und zum Preis des Lubluelu verzeihen wir es am ehesten. Die Datenblätter des Herstellers nennen an einer Stelle abweichend 60 ml – korrekt sind aber 2 × 80 ml. Vier Düsen verteilen das Wasser als feinen Sprühnebel.

Das Netzkabel verschraubt man am Roboter, wie bei fast allen Geräten dieser Bauart. Das Wischpad haftet per Klett und lässt sich von Hand oder in der Maschine waschen. Zwei Tücher liegen bei, ein Ersatzpad muss man also nicht sofort nachkaufen. Reinigungsmittel legt Lubluelu allerdings nicht bei.

Lubluelu CHYW201 – Bilderstrecke

Lubluelu CHYW201 – Bilderstrecke

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Einrichtung: Wie schnell ist der Lubluelu CHYW201 betriebsbereit?

Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten: Netzteil und Stromkabel verbinden, das Kabel am Roboter verschrauben, das Wischpad per Klett befestigen und die beiden Tanks mit der mitgelieferten Spritzflasche füllen. Reinigungsmittel liegt nicht bei – hier hilft ein Schuss handelsüblicher Glasreiniger oder Spiritus. Das 5 m lange Sicherungsseil hängt man an einem festen Punkt im Raum ein: Das ist Basis-, keine Sonderausstattung. Der eingebaute Notfallakku mit 500 mAh lädt im laufenden Betrieb in zwei bis drei Stunden voll.

Am Gerät übernimmt ein einziger Knopf die Bedienung: Langes Drücken im eingesteckten Zustand startet die Ansaugung, ein kurzer Druck die Reinigung. Ein weiterer kurzer Druck pausiert, langes Drücken schaltet aus. Das ist eingängig und kommt ohne Anleitung aus.

Die beiliegende Fernbedienung samt Batterien erlaubt zusätzlich die manuelle Steuerung und die Wahl unter vier Modi: Schnell, Tief, Kante sowie Kante und Tief. Im Alltag bleibt sie meist liegen, der Knopf am Gerät genügt. Eine App gibt es nicht, WLAN und Bluetooth ebenfalls nicht. Seine Ansagen macht der Roboter unter anderem auf Deutsch.

Navigation: Wie gut erkennt der Lubluelu CHYW201 Ecken & Kanten?

Der Roboter arbeitet strukturiert. Zuerst fährt er die Kanten ab und erfasst so Größe und Form des Fensters. Anschließend reinigt er von oben nach unten in horizontalen Bahnen, jeweils mit ein bis zwei Sprühstößen pro Richtung, in N- oder Z-Muster. Zum Schluss fährt er die Kanten erneut ab und kehrt zur Ausgangsposition zurück – das klappt zuverlässig und ist keineswegs bei allen Geräten dieser Preisklasse selbstverständlich.

Acht Kollisionssensoren, vier Absturzsensoren, ein Gyrosensor und ein Sensor für rahmenlose Glasflächen halten ihn auf der Scheibe. An rahmenlosen Fenstern und niedrigen Kanten bleibt er stabil, ein automatischer Druckausgleich gleicht kleine Spalten aus. Kantenbürsten oder ausfahrbare Schrubber fehlen dagegen. In den Ecken und an den Rändern der Scheibe bleibt deshalb ein schmaler Streifen schmutzig, den man von Hand nachwischen muss.

Reinigung: Wie gut wischt der Lubluelu CHYW201?

Das Ergebnis liegt auf dem Niveau des rund doppelt so teuren Ecovacs Winbot Mini. Normaler Stadtschmutz, Staub und Regenränder verschwinden. Streifenfrei arbeitet der CHYW201 aber nicht: Vor allem bei direkter Sonneneinstrahlung bleiben deutlich sichtbare Streifen zurück. Das ist bei Geräten ohne Trockentuch, Abzieher oder Schrubbeinheit erwartbar – der Hutt 10 mit seinem zweiten, nachtrocknenden Tuch liegt hier klar vorn.

Der Grund ist konstruktionsbedingt: Ein einzelnes Mikrofaserpad nimmt das aufgesprühte Wasser auf, zieht es aber nicht ab. Der feine Sprühnebel aus vier Düsen verteilt sich dafür gleichmäßig und ist außen weniger windanfällig als ein grober Strahl. Die 160 ml Gesamtvolumen reichen problemlos für mehrere große Scheiben am Stück.

Die vier Modi sind sinnvoll gestaffelt: Schnell für die Routine, Tief für hartnäckigen Schmutz mit doppelter Überfahrt, Kante nur für die Ränder, Kante und Tief als Kombination. Eingetrockneter Vogelkot bleibt wie bei allen Fensterputzrobotern ein Fall für Vorarbeit von Hand.

Die Saugkraft gibt Lubluelu mit 6500 Pa an. In der Praxis haftet der Roboter sicher – auch an rahmenlosem Glas, wo er weder aufsetzt noch hängen bleibt. Als Einsatzbereich nennt der Hersteller Einfach-, Doppel- und Dreifachverglasung, bodentiefe Fenster, Spiegel, Glastüren und fugenlose Fliesen ab einer Fläche von 50 × 50 cm. Für Dachfenster und Glasdächer taugt er dagegen nicht, wie derzeit kein uns bekanntes Modell: Auf waagerechten Flächen verliert das Gyroskop die Orientierung, die Bahnplanung wird lückenhaft.

Bei der Lautstärke messen wir 59 bis 61 dB(A). Das ist für diese Geräteklasse leise – der Hobot SP10 iScraper liegt hörbar darüber. Der Klang bleibt ein gleichmäßiges Rauschen ohne hochfrequentes Pfeifen und stört im Raum kaum.

Das Wischpad nimmt man per Klett ab, spült es unter fließendem Wasser aus oder gibt es in die Maschine. Bei stark verschmutzten Fenstern lohnt ein Wechsel nach jeder zweiten Scheibe – dafür legt Lubluelu insgesamt zwei Mikrofasertücher bei. So trocknet eines, während das andere arbeitet.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Lubluelu CHYW201?

Der CHYW201 arbeitet am Netzkabel, ein Dauerbetrieb ohne Steckdose ist nicht vorgesehen. Der interne Akku mit 500 mAh dient allein als Notstromversorgung. Fällt der Strom aus oder rutscht der Stecker heraus, hält der Roboter sich bis zu 30 Minuten an der Scheibe. Das genügt, um ihn in Ruhe zu bergen.

Diese Funktion arbeitet im Test tadellos – der Roboter meldet den Stromverlust und bleibt zuverlässig haften. Stationslösungen mit Akku wie beim Ecovacs Winbot W3 Omni, die echte Bewegungsfreiheit am Fenster bieten, gibt es in dieser Preisklasse nicht. Wer mehrere Fenster auf verschiedenen Etagen putzt, benötigt in jedem Raum eine Steckdose in Fensternähe und muss das Kabel umstecken. Nachgeladen wird der Notfallakku währenddessen automatisch im laufenden Betrieb, voll ist er nach zwei bis drei Stunden.

Preis: Was kostet der Lubluelu CHYW201?

Otto führt den Lubluelu CHYW201 aktuell für 106 Euro, auf Amazon kostet er derzeit 112 Euro. Bei Aliexpress lag er während einer Rabattaktion zeitweise unter 90 Euro, kostet dort inzwischen aber mehr.

Fazit

Der Lubluelu CHYW201 macht das Naheliegende richtig. Die Verarbeitung ist erstaunlich ordentlich, die Ein-Knopf-Bedienung eingängig, die Navigation sauber strukturiert, und am Ende kehrt der Roboter tatsächlich zum Ausgangspunkt zurück. Mit 59 bis 61 dB(A) gehört er zu den leiseren Geräten, und die Notstromfunktion arbeitet im Test einwandfrei. Der sichtbare Füllstand ist praktisch – die zwei getrennten Tanks sind beim Nachfüllen aber lästig, eine Schwäche, die auch teurere Geräte zeigen.

Technische Raffinessen sucht man vergebens: keine Kantenbürsten, kein Trockentuch, kein Abzieher, keine App, kein Display. Für den Preis ist das aber kein Vorwurf, sondern eine faire Rechnung – die Basis stimmt, und zwei Wischtücher sowie die Fernbedienung samt Batterien liegen bei. Die Grenzen zeigen sich im Ergebnis: Streifen fallen bei Sonnenlicht auf, die Ecken bleiben ungereinigt – hier muss man gegebenenfalls von Hand nacharbeiten. Für Dachfenster eignet sich der Roboter nicht.

Wer streifenfreie Scheiben will, greift zum Hutt 10 mit Trockentuch oder zum Hobot SP10 iScraper. Zu diesem Preis kann man beim Lubluelu CHYW201 aber getrost zuschlagen – er wird unser Preis-Leistungs-Sieger im Testfeld. Wer einen einfachen, soliden Einstieg sucht und mit einem Ergebnis auf Winbot-Mini-Niveau zufrieden ist, macht nichts falsch.

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