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Diebstähle in Alten- und Pflegeheimen nehmen zu: „Alles weg”

Дата публикации: 11-09-2026 04:05:00

Die Zahl der Diebstähle in Alten- und Pflegeheimen ist in Bayern seit 2021 um die Hälfte gestiegen. Die Dunkelziffer dürfte jedoch höher sein.

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Die Zahl der Diebstähle in Alten- und Pflegeheimen ist in Bayern seit 2021 um die Hälfte gestiegen. Die Dunkelziffer dürfte jedoch höher sein. Viele Senioren würden die Tat nicht melden – aus Angst, die Hilfe im Alltag zu verlieren.

Der Schmuckkoffer von Gisela Urban war fast leer. Eine Pflegerin hatte ihr sämtlichen Schmuck gestohlen. „Da war ein Ring drin, der war alleine bestimmt 5000 Euro wert“, sagt Urban gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Auch andere Pflegebedürftige sollen daraufhin gemeldet haben, dass Wertsachen fehlten. In den betreffenden Fällen sei zuvor stets dieselbe Pflegerin vor Ort gewesen.

Wenn sie graue Haare haben und vielleicht auch mal einen Wochentag verwechselt haben, was mir auch schon passiert, dann werden sie ganz schnell als „das Omchen ist doch dement“, verkauft.

Urban habe die Pflegerin nach eigener Aussage sogar dabei beobachtet, wie sie Sachen durchsuchte. Trotzdem habe sie sich nicht getraut, den Verdacht anzusprechen. „Ich trau mich nicht, etwas zu sagen, weil sie dann vielleicht nicht mehr kommt“, sagt Urban.

Polizei empfiehlt Inventarliste und sichere Aufbewahrung

Die Polizei empfiehlt, eine Inventarliste anzulegen und Wertgegenstände zu dokumentieren. Das könne auch bei der Abwicklung eines Versicherungsschadens helfen.

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Alexander Heubuch vom Polizeipräsidium Schwaben Süd/West rät: „Wertgegenstände nicht offen rumliegen lassen, sondern in einem geschütztem Behältnis, in einem Schrank, in einem Safe lagern.“ Bargeld sollten Pflegebedürftige weder vor anderen Personen noch vor Pflegekräften zählen, sondern möglichst unauffällig verwalten.

Pflegedienste stehen vor schwierigen Personalentscheidungen

Helga Buysan betreibt selbst einen Pflegedienst. Sie beschäftigte eine Mitarbeiterin, die allem Anschein nach mehrere Gegenstände entwendet hatte. Zweifelsfrei überführt werden konnte die Pflegekraft jedoch nicht. Buysan entließ sie dennoch. Später fand die Frau eine neue Stelle.

Ein Problem sei, dass konkrete Vorfälle nicht ohne Weiteres in ein Arbeitszeugnis aufgenommen werden könnten. Die Täter würden auch durch den Mangel an Arbeitskräften profitieren. „Jeder Pflegedienst, jedes Krankenhaus ist froh, durch den Mangel an Pflegekräften, dass sie jeden nehmen“, sagt Buysan.

Krankenschwester Metzger warnt jedoch davor, alle Pflegekräfte unter Generalverdacht zu stellen. Nur eine Minderheit begehe Straftaten. Die verbliebenen Wertsachen von Gisela Urban will Kordula Metzger nun fotografieren.

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