Angeblich vom Bundesportal, in Wahrheit Betrug: Gefälschte Bußgeld-Mails setzen auf Drohung und Zeitdruck. So erkennen Sie die Fälschung sofort.
Angeblich vom Bundesportal, in Wahrheit Betrug: Gefälschte Bußgeld-Mails setzen auf Drohung und Zeitdruck. So erkennen Sie die Fälschung sofort.
Aktuell kursieren E-Mails mit dem Betreff „Wichtige Verwaltungsmitteilung Deutschland“, die im Namen eines angeblichen Bundesportals ein erhöhtes Bußgeld wegen eines Geschwindigkeitsverstoßes behaupten. Viele Empfängerinnen und Empfänger nehmen die Nachricht zunächst ernst, denn ein Bußgeldbescheid wirkt für die meisten Menschen plausibel genug, um nicht sofort misstrauisch zu werden, besonders wenn gleichzeitig Zeitdruck aufgebaut wird.
Prof. Dr. Dennis-Kenji Kipker forscht und berät als Direktor des cyberintelligence.institute international zu Cybersicherheit, digitaler Resilienz sowie IT-Recht in China und den USA. Er ist Teil unseres Expertennetzwerks EXPERTS Circle.
Die Masche funktioniert, weil sie zwei psychologische Hebel gleichzeitig bedient:
Zum einen wird gedroht, dass sich das Bußgeld nach mehreren Mahnungen bereits erhöht habe und bei weiterem Zögern noch weiter steigen könnte.
Zum anderen locken die Täter mit einer angeblichen Gutschrift für schnelles Zahlen, sodass Betroffene am liebsten sofort über den beigefügten Link reagieren, anstatt die Nachricht in Ruhe zu prüfen.
Genau dieses Zusammenspiel aus Drohung und Belohnung taucht in ähnlicher Form immer wieder auch bei gefälschten Bank- oder Behördenmitteilungen auf, weshalb es sich lohnt, das Muster einmal grundlegend zu verstehen.
Erkennen lässt sich der Betrug an mehreren Details, die bei genauem Hinsehen auffallen. Dazu zählt die unpersönliche Anrede, etwa mit der Formulierung „Sehr geehrter Nutzer“, ebenso wie eine Absenderadresse, die bei näherer Prüfung ungewöhnliche Zeichen oder eine fremde Domain-Endung zeigt.
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Entscheidend ist außerdem, dass echte Behörden niemals dazu auffordern, offene Forderungen über einen Link in einer E-Mail zu begleichen, sondern stets auf den offiziellen Wegen kommunizieren.
Sollten Sie eine solche Nachricht erhalten, ist der sicherste Weg, sie unbeantwortet zu löschen oder in den Spam-Ordner zu verschieben.
Möchten Sie auf Nummer sicher gehen, prüfen Sie einen möglichen Bußgeldbescheid ausschließlich direkt über die zuständige Behörde und geben Sie dabei niemals Passwörter, PINs oder Zahlungsdaten über einen Link aus einer E-Mail preis.
Wer sich zusätzlich angewöhnt, vor dem Klicken kurz mit der Maus über einen Link zu fahren, um die tatsächliche Zieladresse zu sehen, erkennt solche Betrugsversuche künftig auch bei anderen Absendern deutlich schneller.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
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