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Gefangen im Cybercab: Teslas Robotaxi braucht für eine 10-Minuten-Fahrt mehr als eine Stunde

Дата публикации: 17-09-2026 12:30:05

Eigentlich wollte er nur eine kurze Strecke mit dem autonomen Fahrzeug zurücklegen – daraus wurde eine Odyssee durch die halbe Stadt. Grund dafür sind zahlreiche Einschränkungen, mit denen Tesla zu kämpfen hat.


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Eigentlich wollte er nur eine kurze Strecke mit dem autonomen Fahrzeug zurücklegen – daraus wurde eine Odyssee durch die halbe Stadt. Grund dafür sind zahlreiche Einschränkungen, mit denen Tesla zu kämpfen hat.

Von Noëlle Bölling

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Gefangen im Cybercab: Teslas Robotaxi braucht für eine 10-Minuten-Fahrt mehr als eine Stunde

Teslas Robotaxis gleichen immer noch eher einem Experiment als einem echten Fahrservice. (Foto: Shutterstock / Jose Gil)

In Sachen autonomes Fahren hinkt Tesla weiterhin dem Konkurrenten Waymo hinterher. Während dieser schon vollständig fahrerlose Fahrten auf der Autobahn durchführt, meiden Teslas Robotaxis diese schnell befahrenen Straßen noch immer. In Städten wie dem texanischen Austin kann das allerdings dazu führen, dass aus einem kurzen Weg von zehn Minuten eine Fahrt von über einer Stunde wird.

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Robotaxis bringen viele Einschränkungen mit

Ein Fahrgast berichtete in einem Post auf Reddit, sein Taxi habe ihn „eine Stunde lang als Geisel gehalten” und „auf einem riesigen Umweg nach Süden durch East Austin” geführt. „Vermutlich wollte das Cybercab heute eine landschaftlich reizvolle Route nehmen”, heißt es weiter. Faktisch stimmt der ironisch gemeinte Beitrag allerdings nicht ganz, denn der Fahrgast hätte die Fahrt jederzeit beenden und ein anderes Fahrzeug bestellen können. Trotzdem verdeutlicht seine 70-minütige Odyssee einige wesentliche Probleme, mit denen Tesla noch immer zu kämpfen hat.

Normalerweise hätte die Route über die Stadtautobahn nur zehn Minuten gedauert. Tesla meidet diese aber, weil das Unternehmen seine Fahrten aus Sicherheitsgründen bewusst auf niedrigere Geschwindigkeiten beschränkt. Die Unfallquote des Autobauers bleibt dennoch hoch. Expert:innen führen das unter anderem auf den technologischen Ansatz zurück: Während Waymo Kameras mit Lidar- und Radarsensoren kombiniert, setzt Tesla konsequent auf das günstigere „Tesla Vision“-System. Laut aktuellen Daten der US-Behörde NHTSA verunglückt ein Fahrzeug der Flotte etwa alle 57.000 Meilen. Mit dieser Bilanz ist Tesla etwa viermal schlechter als ein Mensch.

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Robotaxis sind in Austin erst kurz unterwegs

Wie Electrek auf Grundlage mehrerer Fahrgastberichte mitteilt, sollen die Fahrzeuge zudem ebenerdige Bahnübergänge meiden. In Kombination mit der Umfahrung von Autobahnen musste das Auto weit nach Süden auf Nebenstraßen fahren, bis es schließlich auf einer Brücke in East Austin die Gleise überqueren konnte. Die texanische Stadt ist um mehrere autobahnähnliche Schnellstraßen herum aufgebaut. Diese kleine Anekdote veranschaulicht, welches Abenteuer eine Fahrt mit dem Robotaxi bedeuten kann.

Ein weiteres Problem ist, dass Tesla bei der Buchung nur den geschätzten Preis, nicht aber die Fahrtdauer anzeigt. Die Fahrgäste erfahren also erst unterwegs, dass sie sich für einen großen Umweg entschieden haben. Der Vorfall kommt für Tesla zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Das lenkradlose Cybercab befördert erst seit dem 3. September Fahrgäste in Austin. Am selben Tag leitete die NHTSA eine Untersuchung ein, um zu prüfen, wie Tesla seine autonomen Fahrzeuge ohne Lenkrad und Pedale zertifiziert hat. Erst kurz zuvor war eines von Teslas Robotaxis in Austin geradewegs durch eine Reihe von Absperrpfosten gefahren.

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Tesla bleibt hinter den Erwartungen zurück

Insgesamt machen die Vorfälle erneut deutlich, dass die autonomen Fahrzeuge weit hinter den Versprechungen von Tesla-Chef Elon Musk zurückbleiben. Er hat das Robotaxi als ein Auto angepriesen, das überall hinfährt, wo auch ein Mensch hinkommt – und das günstiger. Was Austin jetzt stattdessen hat, ist ein Taxi, das nicht auf die Autobahn darf, keine Bahngleise überquert und eine kurze Strecke in eine Fahrt von über einer Stunde verwandeln kann – und das zum Preis von 20 Dollar.

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