Das X-Files-Reboot von Ryan Coogler schleppt sich zwar weiter dahin (es wurde bisher nichts gedreht), aber nun wurde mit Ludwig Göransson zumindest der Komponist für den Piloten bekanntgegeben.
Für mich bräuchte es kein Reboot. Lasst die X-Akten in Frieden ruhen
Einer der Gründe, warum es so etwas Besonderes war und wir auch 30 Jahre später noch darüber sprechen, ist, dass es damals in den 90ern eine Revolution im TV war. Die Art der Geschichten, wie es erzählt wurde, die Charaktere, die Musik, all das war wie eine Initialzündung. Das kann man nicht einfach kopieren. Damals waren die X-Akten ein Ereignis. Ein Reboot ist nur eine weitere Serie unter unzählig neuen, die gefühlt jede Woche veröffentlicht werden.
Ryan Coogler hätte eine neue Serie mit neuem Titel machen können, die im Geiste der X-Akten funktioniert. J.J. Abrams hat das im Grunde mit FRINGE schon gemacht. Aber klar, für Disney zählt natürlich der Franchise-Charakter, weshalb der Titel sein muss. Aber es ist ja schon klar, dass es neue Hauptcharaktere geben wird. Wobei es scheinbar durchaus Pläne gibt, Mulder und Scully doch irgendwie zu involvieren und sei es nur als Cameo. Ansonsten ist aber wohl niemand von der Ur-Serie hinter der Kamera dabei, auch Chris Carter nicht. Es sind also neue Produzenten und neue Autoren. Ein Neustart ist hier auch das einzig sinnvolle. Ich bin gespannt, ob sie die Titelmelodie behalten und Göransson die nur modernisieren darf oder ob man auch musikalisch ganz andere Wege geht.