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Tennisclub Hückeswagen mit neuem Trainer: Tennis-Champion will den TCH aufmischen

Дата публикации: 24-10-2026 05:00:00




Mit Petr Novak hat der Tennisclub Hückeswagen seit dem 1. Oktober einen neuen Trainer. Der 67-Jährige bringt jahrzehntelange internationale Erfahrung mit – und ein klares Ziel: Er möchte Kinder, Jugendliche und Erwachsene individuell fördern und den TCH sportlich weiter voranbringen.



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Tennisclub Hückeswagen mit neuem Trainer Tennis-Champion will den TCH aufmischen

24.10.2026 · 07:00 Uhr

Der neue Tennistrainer des TC Hückeswagen, Petr Novak, mit dem Nachwuchsteam. Der 67-Jährige hat internationale Erfahrung und weiß daher, wie er seine Schützlinge nach vorne bringen kann.

Der neue Tennistrainer des TC Hückeswagen, Petr Novak, mit dem Nachwuchsteam. Der 67-Jährige hat internationale Erfahrung und weiß daher, wie er seine Schützlinge nach vorne bringen kann.

Foto: Heike Karsten

Hückeswagen · Mit Petr Novak hat der Tennisclub Hückeswagen seit dem 1. Oktober einen neuen Trainer. Der 67-Jährige bringt jahrzehntelange internationale Erfahrung mit – und ein klares Ziel: Er möchte Kinder, Jugendliche und Erwachsene individuell fördern und den TCH sportlich weiter voranbringen.

In der Wipperfürther Tennishalle am Radweg ist es an diesem Nachmittag ziemlich frisch. Doch frieren tut hier niemand. Dafür sorgt schon Petr Novak. Der neue Trainer des Tennisclubs Hückeswagen (TCH) hält seine Schützlinge ständig in Bewegung. Ein Ball nach dem anderen fliegt über das Netz. Rückhand, Vorhand, Laufschritte, Schlagbewegungen – Novak beobachtet genau.

Die Jugendlichen ab 13 Jahren sind zunächst ein wenig nervös. Schließlich steht ihnen ihr neuer Trainer gegenüber. Doch die Anspannung ist schnell verflogen. Novak wirft die Bälle gezielt zu und schaut genau hin. Bei einem stimmt die Beinstellung beim Schlag nicht, bei einem anderen sind die Knie zu stark durchgedrückt, ein Dritter holt nicht weit genug mit dem Schläger aus. Kleinigkeiten, die einem ungeübten Auge kaum auffallen. Novak erkennt sie sofort. „Aus Euch machen wir eine ordentliche Mannschaft“, sagt er zu Marian, Mats, Rene und David. Dann legt er lächelnd nach: „Es gibt dabei nur ein kleines Problem: Ich verliere nicht gerne.“

Die Jungs lachen. Doch der 67-Jährige meint es durchaus ernst: „Man muss nicht immer gewinnen. Aber wenn Du auf den Platz gehst, musst Du immer Dein Bestes geben“, gibt er seinen Schützlingen mit auf den Weg. Genau diese Mischung aus Anspruch, Erfahrung und Motivation soll künftig das Training prägen.

Seit dem 1. Oktober arbeitet Petr Novak für den TCH und kümmert sich um Erwachsene, Anfänger und Fortgeschrittene ebenso wie um den Nachwuchs. Für den Verein ist das ein Glücksfall. „In der Vergangenheit war es für uns schwierig, einen Trainer zu finden, der genügend Kapazitäten freihat und an mindestens vier Tagen in der Woche für uns tätig sein kann“, sagt Sportwartin Ute Kremer. „Das ist eine große Chance, und wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.“

Der neue Trainer hat die Stärken und Schwächen seiner Schützlinge sofort im Blick.

Der neue Trainer hat die Stärken und Schwächen seiner Schützlinge sofort im Blick.

Foto: Heike Karsten

Novak selbst bringt als Ex-Nationalspieler aus Tschechien reichlich Erfahrung mit. In seiner Heimat wird er mehrfach Jugendmeister – im Einzel, Doppel und Mixed. Noch während des Studiums der Nuklearphysik entscheidet er sich 1980 im Alter von 21 Jahren, nach Deutschland zu gehen. Hier macht er sein Hobby zum Beruf. Es folgen Stationen in Österreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, St. Tropez und den USA. „Ich bin mit vielen bedeutenden Trainern in Kontakt gekommen, und von jedem konnte ich etwas mitnehmen und lernen“, sagt er. 2000 kehrt Novak nach Deutschland zurück und wird zusammen mit anderen hochkarätigen Spielern vierfacher Deutscher Meister mit der Herren-40-Mannschaft des TC Gürzenich-Wald.

Heute lebt Novak in Engelskirchen und arbeitet selbstständig als Tennislehrer. Als die Anfrage des TCH kam, stand für ihn gerade eine berufliche Veränderung an. „Ich war schon mit einem Fuß in Berlin“, sagt er. Doch das Gespräch mit dem Hückeswagener Vorstand hatte ihn überzeugt. Vor allem die Entwicklung des Klubs gefällt ihm. „Der Verein befindet sich im Aufschwung – es sind viele Kinder dazugekommen. Ich bin überzeugt, dass er zu einem der führenden Vereine in der Region werden kann“, versichert der Tennistrainer.

Auch die Arbeit hinter den Kulissen imponiert ihm. Sportwartin Ute Kremer, Jugendwartin Rebecca Fey, Kassierer Matthias Heil und Vorsitzender Jörg Ehrkamp hätten organisatorisch hervorragende Arbeit geleistet. „Der Verein ist sehr gut strukturiert und der Vorstand mit dem Herzen dabei. Das hat mir den Anfang unglaublich leicht gemacht.“

Von Montag bis Freitag steht der neue Trainer inzwischen für seine Hückeswagener Schützlinge auf dem Platz, künftig möglicherweise auch samstags. Daneben trainiert er noch am Fraunhofer-Institut in Sankt Augustin. Sein Erfolgsrezept klingt dabei zunächst einfach: „Man muss das Training und die Spieltechnik auf den jeweiligen Menschen ausrichten und so anpassen, dass sich jeder wohlfühlt.“ Das bedeutet: Novak trainiert nicht nach Schema F. Er schaut hin, analysiert und korrigiert. Jeder Spieler bekommt andere Hinweise. Der eine muss an seiner Fußarbeit arbeiten, der nächste an seinem Schlag, ein anderer vielleicht vor allem an seiner Sicherheit und seinem Selbstvertrauen. Technik, Konzentration und Disziplin sind dabei die drei Stützpfeiler eines erfolgreichen Trainings.

Nach der ersten Trainingsstunde sind Luca, Mats und Julian jedenfalls bester Laune. Die anfängliche Nervosität ist vergessen. Stattdessen ist Vorfreude auf das, was kommt, zu spüren. Denn Petr Novak hat ihnen bereits eine Perspektive gegeben: „Der Trainer sagt, wir könnten nach dem Winter zu einer richtigen Mannschaft werden“, sagen die Nachwuchsspieler. Wenn das kein Ansporn ist. . .

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