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Kinderrechtepfad mit zehn Stationen: Wie Hückeswagen Kinderrechte an Tafeln erklärt

Дата публикации: 25-10-2026 16:30:00




Im Stadtgebiet können die Rechte von Kindern entdecket werden. Der Pfad mit zehn Stationen wurde vom Deutschen Kinderhilfswerk entwickelt und unter anderem mit Mitteln aus dem Verfügungsfond realisiert. Per QR-Code öffnet sich eine virtuelle Karte mit allen Standorten.



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Kinderrechtepfad mit zehn Stationen Wie Hückeswagen Kinderrechte an Tafeln erklärt

25.10.2026 · 17:30 Uhr

Haben den Kinderrechtepfad im Stadtgebíet offiziell in Betrieb genommen (v. l.): Julia Dormeier, Shirley Finster, Mario Moritz, Claudia Wierzbowski mit Tochter Ella (12) und Jonatán Garrido.

Haben den Kinderrechtepfad im Stadtgebíet offiziell in Betrieb genommen (v. l.): Julia Dormeier, Shirley Finster, Mario Moritz, Claudia Wierzbowski mit Tochter Ella (12) und Jonatán Garrido.

Foto: Jürgen Moll

Hückeswagen · Im Stadtgebiet können die Rechte von Kindern entdecket werden. Der Pfad mit zehn Stationen wurde vom Deutschen Kinderhilfswerk entwickelt und unter anderem mit Mitteln aus dem Verfügungsfond realisiert. Per QR-Code öffnet sich eine virtuelle Karte mit allen Standorten.

Es mag wie eine Binsenweisheit klingen, ist aber keineswegs eine Selbstverständlichkeit: Kinder haben Rechte. Die Kinderrechte sind erstmals am 20. November 1989 bei den Vereinten Nationen festgeschrieben worden, also erst vor 37 Jahren. Allerdings relativiert sich dieses junge Alter ein wenig, wenn man sich klarmacht, dass auch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte erst im Jahr 1948 festgehalten worden ist. Dennoch sind Kinder in früheren Zeiten eher als kleine Erwachsene gesehen worden, die man besser nicht hört oder sieht. Allerdings befindet sich die Welt in beständigem Wandel: Was gestern noch Standard war, ist heute überholt. Das gilt auch für den Umgang mit Kindern und die Sichtweise auf sie.

In diesem Zusammenhang ist eine der jüngeren Anschaffungen der Schloss-Stadt zu betrachten, der sogenannte Kinderrechtepfad. Dabei handelt es sich um eine Art Lernpfad mit insgesamt zehn Stationen, die über das ganze Stadtgebiet verteilt sind. Der Kinderrechtepfad ist vom Deutschen Kinderhilfswerk entwickelt worden und besteht aus jeweils einer Tafel, auf der über ein Kinderrecht informiert wird. „Es gibt auch einen QR-Code, den man mit dem Handy einlesen kann“, sagt Julia Dormeier, Leiterin des Jugendzentrums. „Dann wird eine virtuelle Karte von Hückeswagen angezeigt, auf der alle zehn Stationen eingezeichnet sind.“ Angeschafft wurden die Tafeln im Rahmen des Verfügungsfonds, für den jede Privatperson oder jeder Verein Anträge stellen kann.

Ziel des Verfügungsfonds ist es, die Innenstadt aufzuwerten und zu beleben. „Es können in diesem Rahmen Projekte bis zu 5000 Euro gefördert werden, wobei 50 Prozent der Anschaffungskosten durch die Antragstellenden getragen werden müssen“, erläutert Jonatán Garrido, ISEK-Verantwortlicher der Stadtverwaltung. Im Fall des Kinderrechtepfads ist der Verein Freunde und Förderer der städtischen Jugendpflege als Partner eingesprungen und hat die Hälfte der etwa 1300 Euro Anschaffungs- und Installationskosten getragen. „Die Idee geht dabei noch ein wenig weiter zurück. Sie hatte Verena Tönnes, die Vorgängerin von Julia Dormeier“, sagt Claudia Wierzbowski, die Vorsitzende des Fördervereins.

Noch hängen nicht alle zehn Stationen – was auch mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) zu tun hat, wie Bürgermeister Mario Moritz erklärt: „Station Nummer neun wird am Wilhelmplatz aufgehängt, der aber ja aktuell noch eine Baustelle ist.“ Der Bürgermeister sieht das neue Angebot als positiv für die Stadt. „Ich habe das damals noch als Stabsstellenleiter begleitet und freue mich sehr, dass es jetzt fertiggestellt ist“, sagt er.

Über einen QR-Code auf der Hinweistafel gelangt man auf die Homepage von zukunfthueckeswagen.de.

Über einen QR-Code auf der Hinweistafel gelangt man auf die Homepage von zukunfthueckeswagen.de.

Foto: Jürgen Moll

Moritz ist davon überzeugt, dass Hückeswagen eine kinderfreundliche Stadt ist. „Der Kinderrechtepfad ist ein weiteres schönes Angebot für Kinder und Familien – gerade für neu zugezogene Familien ist es eine gute Gelegenheit, die Stadt kennenzulernen“, sagt er. Als Erzieher und Sozialarbeiter liege ihm das Kindeswohl sowieso besonders am Herzen.

Knapp fünf Wochen hängen die neun Stationen nun schon, der Antrag ist bereits 2024 gestellt worden, manchmal dauert es eben ein bisschen länger. Aber es handelt sich dabei um eine wichtige Sache, wie der Bürgermeister findet. „Wir müssen den Kindern und Jugendlichen zeigen, dass auch sie Rechte haben“, macht er deutlich.

Julia Dormeier führt derweil aus, um welche Rechte es dabei geht: „Es sind unterschiedliche Themen auf den Tafeln, darunter das jeweilige Recht auf Bildung, auf Gesundheit, auf Freiheit, auf Spielen, auf Schutz vor Gewalt oder auf Gleichbehandlung.“ Claudia Wierzbowski betont, dass die Kinder die Themen auch im Schulunterricht durchnehmen würden, was durchaus ein Anreiz sein könnte, den Kinderrechtepfad als Schulklasse abzugehen.

Moritz und Garrido rühren dabei noch einmal die Werbetrommel für den Verfügungsfonds. „Wer eine Idee hat, kann sich direkt an das Altstadtbüro wenden. Ich würde mich sehr freuen, wenn bis zum Ablauf der Frist Ende 2027 noch einige Anträge hereinkommen würden“, wirbt der ISEK-Verantwortliche.

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