Microsoft will den Authenticator für Android und iOS übersichtlicher und einfacher bedienbar machen. Die Verteilung läuft bereits.
Microsoft möchte die Bedienung des Authenticators, der App für die Mehr-Faktor-Authentifizierung beim Login etwa in Microsoft-Dienste, vereinfachen und gestaltet die Bedienoberfläche dafür um. Die neuen Fassungen für iOS sollen bereits jetzt in die Verteilung kommen, der Microsoft Authenticator für Android startet ab November mit der aufgefrischten GUI.
Das hat Microsoft im Microsoft-365-Admin-Center angekündigt (MC1521604, Kopie bei merill.net). Demnach sollen mehrere Verbesserungen die Nutzung erleichtern, sie kommen sowohl für die Android- als auch für die iOS-Version. Der Home-Bildschirm wurde dazu neu gestaltet und die Hinweise auf Konten, die wiederhergestellt werden müssen, sollen dort klarer sein. Die Bedienungsflüsse zur Wiederherstellung und für den Login sollen ebenfalls optimiert sein. Zusätzliche Dialoge sollen sicherstellen, dass der Authenticator verlässlich läuft.
Deutlichere HandlungsaufforderungenBislang geht leicht unter, wenn Nutzerinnen und Nutzer sich um Einträge zu Konten kümmern müssen. Die neuen Oberflächen zeigen dafür deutliche Benachrichtigungen an. Ein Screenshot zeigt etwa, wie die Oberfläche sehr eindringlich darauf hinweist, dass zwei Konten Maßnahmen erfordern. Auch beim ersten Start zeigt der Microsoft Authenticator nun deutlich an, welche Konten noch wiederhergestellt werden müssen.
Weitere Änderungen umfassen unter iOS etwa, dass Microsoft eine App-Bewertungsoption beim Login anzeigt, mit der User Feedback zur App abgeben können. Auch für Push-Benachrichtigungen und passwortloses Login will Microsoft den Wiederherstellungsprozess verbessern, sagt jedoch nicht genau, wie das aussehen wird. Die Änderung betrifft zuerst iOS, Android folgt ab Januar 2027. Für Android soll zudem eine Nachfrage erscheinen, den Authenticator von den Akku-Optimierungen auszunehmen, damit Nutzerinnen und Nutzer weiterhin jederzeit Benachrichtigungen erhalten können. Dieser Dialog soll den Authentifizierungsfluss nicht blockieren.
Admins müssen nichts machen, es sind keine Konfigurationsänderungen in der Verwaltung nötig, erklärt Microsoft. Es sei jedoch sinnvoll, den Helpdesk und die IT-Sicherheitsabteilung über diese Anpassungen zu informieren und gegebenenfalls die internen Anleitungen und Screenshots anzupassen.
Anfang Oktober wurden Pläne Microsofts bekannt, dass der Android-Authenticator ab Januar 2027 kein Backup mehr im persönlichen Microsoft-Konto, im OneDrive-Cloud-Laufwerk, ablegen kann. Ab dann müssen Nutzerinnen und Nutzer dafür die Google-One-App nutzen und dort unter „Back-up“ – „Weitere Gerätedaten“ den Eintrag für „Microsoft Authenticator“ aktivieren. Dadurch werden die App-Daten „von außen“ auf Google-Cloudspeicher abgelegt und lassen sich auch von dort bei Bedarf wiederherstellen.
(dmk)
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