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Wüst attackiert Ölkonzerne wegen Spritpreisen: „Ein Skandal“

Дата публикации: 03-10-2026 10:33:00

Trotz Tankrabatt steigen die Spritpreise bereits wieder. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst nimmt deshalb die Mineralölkonzerne ins Visier.

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Der Tankrabatt sollte Autofahrer entlasten, doch die Spritpreise steigen bereits wieder. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst nimmt deshalb die Mineralölkonzerne ins Visier.

Die Spritpreise sind nach dem Start des Tankrabatts wieder gestiegen. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst fordert deshalb, dass die Steuerentlastung vollständig an die Autofahrer weitergegeben wird. Das berichtet die „Bild“.

Der Effekt des Tankrabatts ist an den Zapfsäulen inzwischen weniger deutlich als unmittelbar nach seinem Start. Nach Angaben des ADAC kostete Super E10 am Freitagmorgen (2.10.) bundesweit durchschnittlich 2,098 Euro je Liter. Damit lag der Preis 3,6 Cent über dem Wert vom Donnerstagmorgen. Diesel verteuerte sich binnen eines Tages um 3,9 Cent auf 2,248 Euro.

Entlastung fällt kleiner aus als zunächst

Ganz verschwunden ist der Effekt der Steuersenkung allerdings nicht. Verglichen mit dem Morgen des 30. September war E10 am Freitag noch 10,9 Cent günstiger und Diesel 11,3 Cent. Am ersten Tag des Tankrabatts war der Rückgang allerdings deutlich größer ausgefallen: Der ADAC hatte damals um 8 Uhr gegenüber dem Vortag 14,5 Cent weniger für E10 und 15,2 Cent weniger für Diesel registriert.

Auch der Tagesdurchschnitt zeigt zunächst eine deutliche Entlastung. Am Donnerstag kostete ein Liter E10 im bundesweiten Schnitt 2,114 Euro, Diesel 2,262 Euro. Beide Kraftstoffe waren damit rund 13 Cent billiger als am Vortag.

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Wüst nimmt Mineralölkonzerne ins Visier

Weil die Preise nicht dauerhaft in voller Höhe des Steuervorteils gesunken sind, übt NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) deutlich Kritik.

„Wenn sich die Mineralölkonzerne an den Entlastungsmaßnahmen für Pendler und Unternehmen bereichern, ist das ein Skandal. Ein solches Verhalten reißt nicht nur Löcher in die Familienkasse, sondern untergräbt auch das Vertrauen der Menschen in unsere soziale Marktwirtschaft.“

Der CDU-Politiker fordert eine vollständige Weitergabe des staatlichen Preisvorteils an die Verbraucher, denn:

„Die aufgrund der Konflikte im Nahen Osten nach wie vor hohen Kraftstoffpreise sind eine enorme Belastung für Pendler, Familien und Unternehmen in Deutschland“, so Wüst zur „Bild“.

Deshalb sei die Steuersenkung aus seiner Sicht notwendig gewesen.

ADAC sieht noch Spielraum nach unten

Auch der ADAC kommt zu dem Schluss, dass die Steuersenkung bislang nicht vollständig in den Preisen angekommen ist. Nach Einschätzung des Automobilclubs gibt es weiterhin Spielraum für niedrigere Kraftstoffpreise.

Dabei ist die Entwicklung nicht allein von der Energiesteuer abhängig. Auch der Ölpreis beeinflusst die Kosten an den Tankstellen. Am Freitagvormittag lag der Preis für ein Barrel Brent bei rund 99,34 Dollar. Am Vortag war der Preis zeitweise auf 96,55 Dollar gefallen, anschließend aber wieder über die Marke von 100 Dollar gestiegen.

Preiswerter tanken - fünf Tipps

Mit diesen fünf Tipps sparen Sie jetzt an der Zapfsäule.

1. Vormittags tanken. Idealerweise zwischen 10 und 11 Uhr. Der günstigste Zeitpunkt ist direkt vor der 12-Uhr-Erhöhung. Die Preise sind dann am niedrigsten, weil sie seit dem Vorabend nur noch gefallen sein können.
2. Abends ab 20 Uhr als Alternative. Wer nicht bis zum nächsten Tag warten will, kann stattdessen ab 20 Uhr tanken. Die Ersparnis gegenüber dem Mittagspreis beträgt dann durchschnittlich 4,8 Cent pro Liter.
3. Preisvergleich nutzen. Da alle Tankstellen gleichzeitig um 12 Uhr erhöhen, aber unterschiedlich schnell danach senken, gibt es nachmittags größere Preisunterschiede als früher.
4. Nicht in Panik geraten. Der 12-Uhr-Sprung sieht dramatisch aus, ist aber kein Zeichen für eine Preisexplosion. Es ist die gebündelte Tageserhöhung, die früher über den ganzen Tag verteilt war.
5. Autobahntankstellen meiden. Der Autobahn-Aufschlag liegt im Schnitt bei 20 bis 30 Cent über dem Preis abseits der Autobahn. Bei 50 Litern sind das 10 bis 15 Euro Unterschied.

„Ein Mineralölunternehmen ist kein Samariter“

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