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Neue ETFs zahlen wöchentlich Geld aus. Experte Christian W. Röhl warnt vor dem „monetären Nieselregen“, der Anleger über Risiken täuscht.

Дата публикации: 11-10-2026 04:40:00

Neue ETFs schütten jede Woche Geld aus. Doch die regelmäßigen Zahlungen haben ihren Preis und können Anleger teuer zu stehen kommen.

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Jede Woche Geld aufs Konto, ohne Aktien verkaufen zu müssen: Neue ETFs locken mit regelmäßigen Ausschüttungen. Doch hinter dem vermeintlichen Zusatzeinkommen steckt ein Risiko.

Der YieldMax Semiconductor Option Income UCITS ETF stellt laut dem Fondsanbieter HANetf seit dem 7. Oktober 2026 von monatlichen auf wöchentliche Ausschüttungen um. Der Fonds hält Halbleiteraktien und verkauft Optionen, um zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Die Strategie bleibt unverändert. Häufigere Zahlungen bedeuten also nicht automatisch mehr Ertrag.

Auch der seit dem 16. September auf Xetra handelbare Weekly World Equity Income UCITS ETF (WEEK) strebt wöchentliche Ausschüttungen an. Für den 16. Oktober sind 0,0191 US-Dollar je Anteil angekündigt. Die jährliche Gesamtkostenquote beträgt 0,50 Prozent.

Wochen-ETFs: Hinter den wöchentlichen Ausschüttungen lauern Risiken

Beide Fonds nutzen Optionsstrategien. Bei sogenannten Covered Calls verkauft ein Fonds Kaufoptionen und kassiert dafür Prämien. Je nach Ausgestaltung gibt er dafür einen Teil möglicher Kursgewinne ab. Bei stark steigenden Aktien kann die Strategie hinter einer Anlage ohne Optionsverkauf zurückbleiben. Sinkende Aktienkurse bleiben dennoch ein Risiko.

Beim WEEK kommt ein weiterer Haken hinzu: Reichen die Erträge nicht für die beschlossenen Ausschüttungen, dürfen diese laut Anbieter aus dem Fondskapital stammen. Dann kommt die Zahlung aus der eigenen Anlage und vermindert den Anteilswert. Weder die Zahlungen noch ihre Höhe sind garantiert.

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Viele Ausschüttungen machen noch keinen guten ETF

Für Anleger, die auf regelmäßige Einkünfte angewiesen sind, kann der regelmäßige Geldfluss attraktiv sein. Entscheidend ist jedoch die Gesamtrendite aus Kursentwicklung und Ausschüttungen. Viele Überweisungen allein machen noch keinen guten ETF aus. Zudem stammt ein Großteil des Geldes nicht aus Dividenden, sondern aus einem riskanten Optionsmodell. 

Christian W. Röhl, Chefvolkswirt des Neobrokers Scalable Capital, bezweifelt  im Gespräch mit der WirtschaftsWoche den Nutzen der neuen Produkte. Er befürchtet, dass der „monetäre Nieselregen“ bei manchen Anlegern die Aufmerksamkeit auf die häufigen Zahlungen lenken könnte. Die entscheidende Frage nach der zugrunde liegenden Anlagestrategie drohe dadurch in den Hintergrund zu geraten.

Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

Von wallstreetONLINE Redaktion

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