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Äthiopien nimmt für 50 Millionen US-Dollar seine erste Goldraffinerie in Betrieb und könnte wachsenden Gold-Hunger bedienen

Дата публикации: 13-10-2026 03:45:00

Goldexporte gehören zu Äthiopiens wichtigsten Einnahmequellen. Jetzt verstärkt das Land seine Produktion. Eine neue Mine soll es zum Gold-Schwergewicht machen.

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Goldexporte gehören zu Äthiopiens wichtigsten Einnahmequellen. Jetzt verstärkt das Land seine Produktion. Eine neue Mine soll es zum Gold-Schwergewicht machen.

Äthiopien hat seine erste Goldraffinerie in Betrieb genommen. Laut Premierminister Abiy Ahmed zielt das Projekt darauf ab, den afrikanischen Staat zu einem regionalen Verarbeitungszentrum für Edelmetalle zu machen. Diesen Schritt geht Äthiopien inmitten einer wachsenden Gold-Nachfrage.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die globale Nachfrage nach Gold steigt.
  • Vor allem China erwirbt große Mengen.
  • Äthiopien will sich jetzt als wichtiger Exporteur positionieren.
  • Dabei hilft eine neu eröffnete Goldraffinerie.
Äthiopien auf dem Weg zur Goldnation

Unter anderem wird die Raffinerie Gold einschmelzen, raffinieren, gießen und prüfen. Die Anfangsinvestition soll sich auf um die 50 Millionen US-Dollar belaufen – die staatliche Gesellschaft Ethiopian Investment Holdings wird die Mehrheitsbeteiligung übernehmen. Das berichtet „Reuters“ unter Berufung auf Premierminister Ahmed.

„Sie ermöglicht es Nachbarländern und regionalen Bergbauunternehmen, ihr Gold zur weitergehenden Raffinierung, Zertifizierung, Wertsteigerung und zum Verkauf nach Äthiopien zu bringen, sodass ein Export außerhalb des Kontinents nicht mehr erforderlich ist“, so Abiy Ahmed auf der Social-Media-Plattform X.

Offiziellen Angaben nach kann die Raffinerie pro Jahr Exporte im Wert von 80 Milliarden US-Dollar ermöglichen. Dafür müsste sie aber unter Volllast laufen und viel Gold für die Verarbeitung aus anderen Staaten erhalten.

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In der Vergangenheit hat Äthiopien eher eine untergeordnete Rolle am Goldmarkt gespielt. Laut Daten der Marktforschungsplattform CEIC belief sich 2024 die Goldproduktion des Landes auf etwa 3,5 Tonnen. Im Geschäftsjahr 2025/2026 sollen Äthiopiens Exporte des gelben Metalls Einnahmen um die 5,5 Milliarden US-Dollar in die Staatskasse gespült haben. Die neue Raffinerie schließt genau hier an: Sie soll Gold verarbeiten, das sowohl aus Äthiopien selbst als auch aus anderen Regionen stammt.

Die Raffinerie befindet sich in Bole Lemi, einem Industriegebiet südöstlich von Addis Abeba.

Äthiopien will mit Gold Milliarden verdienen

Bei seinen Gold-Bemühungen steckt Äthiopien außerdem große Hoffnungen in das Tulu-Kapi-Projekt. Die Goldmine befindet sich im Westen Äthiopiens, etwa 360 Kilometer westlich von Addis Abeba. „Business Insider Africa“ berichtete schon im vergangenen Dezember, dass die Mine pro Jahr 164.000 Unzen Gold produzieren sollte. Beim aktuellen Unzenpreis von um die 4179 US-Dollar würde das jährliche Einnahmen um die 685,3 Millionen US-Dollar einbringen. Die kommerzielle Produktion sollte nach damaliger Berichterstattung erst 2027 beginnen.

Für die äthiopische Regierung hat der Goldsektor das Potenzial zur strategischen wirtschaftlichen Säule.

Der größte Player am Goldmarkt ist China. Der Plattform Gold.org zufolge baute das Land im Jahr 2025 etwa 384,3 Tonnen Gold ab: Das entspricht etwa zehn Prozent der weltweiten Produktion. Neben China sind Australien, Russland und Kanada wichtige Goldförderländer – letzteres baute mehr Gold ab als die Vereinigten Staaten.

Globale Goldnachfrage wächst

Die äthiopische Mine wird einen global wachsenden Hunger nach Gold bedienen. „CNBC“ zufolge gehen Experten für das erste Quartal 2027 von einem höheren Bedarf aus, was den Unzenpreis auf 4750 US-Dollar bis 5500 US-Dollar treiben könnte. Ein Treiber dafür ist China, das neben seiner enormen Produktion seit einiger Zeit massive Goldkäufe betreibt. Allein im September erwarb die „People‘s Bank of China“ 23 Tonnen Gold.

Für Joachim Nagel von der Bundesbank sind schon die steigenden Staatsschulden ein guter Grund für Notenbanken, mehr Gold zu halten. Bei der LBMA Global Precious Metals Conference gab er an, dass der Goldanteil bei allen Zentralbank-Reserven von 14 Prozent (2023) auf fast 25 Prozent gestiegen ist. Das liegt allerdings weniger an Zukäufen als am steigenden Goldpreis. Die Bundesbank hält über 3350 Tonnen, also den zweitgrößten Vorrat an physischem Gold gleich hinter den USA.

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