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Porsche will wie Ferrari werden – doch dafür ist der Konzern zu groß

Дата публикации: 14-10-2026 17:46:00

2025 ist Porsches Gewinn deutlich eingebrochen. Die neue Strategie setzt wieder mehr auf Verbrenner, obwohl das E-Auto Priorität hatte.


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Porsches Gewinn ist 2025 um 93 Prozent eingebrochen. Die Strategie Sportwagenschmiede '35 setzt auf Verbrenner. Dabei sollen die E-Autos sogar mehr werden.

Vergangene Woche hat Porsche seine neue Strategie vorgestellt: Sportwagenschmiede '35. Die Marschrichtung: Back to the Roots. Wieder mehr Sportwagen und Verbrenner.

Philipp Raasch (10 Jahre Mercedes) analysiert jede Woche, warum deutsche Autobauer gegen Tesla und China den Anschluss verlieren – sein Newsletter Der Autopreneur erreicht 45.000+ Abonnenten, hier kostenlos abonnieren. Er ist Teil unseres Expertennetzwerks EXPERTS Circle.

2022 war das Ziel noch ein anderes: Bis 2030 sollten mehr als 80 Prozent aller neuen Porsche vollelektrisch sein. Dazwischen liegt ein Absturz: 2025 ist der Gewinn um 93 Prozent eingebrochen. Dann kam ein neuer Chef. Porsche geht also zurück zu dem, was sie am besten können. Klingt erstmal sinnvoll. Aber ist das die Rettung? Kommt Porsche so wieder zurück?

Heute schauen wir uns an:

  • Wie Porsche schon mal fast pleite war und danach mit was ganz anderem groß geworden ist
  • Warum die Wette aufs E-Auto nicht aufgegangen ist
  • Und wie viel Back to the Roots in der neuen Strategie wirklich steckt
1993 war Porsche schon mal fast pleite

Um die neue Strategie zu verstehen, müssen wir kurz zurückschauen. Bei Porsche denken die meisten zuerst an den 911er. Den baut Porsche seit 1963. Bis in die 80er bleibt Porsche eine kleine Firma, die nur Sportwagen baut. Und es läuft: 1986 ist das fünfte Rekordjahr in Folge. Sie verkaufen über 53.000 Autos.

Der Erfolg hängt aber an einem einzigen Markt. Mehr als jeder zweite Porsche geht damals in die USA. Genau dort kippt es. 1987 kommt der Börsencrash. Die Verkäufe in den USA brechen ein.

Jetzt zeigt sich, was der Erfolg verdeckt hat. In den guten Jahren hat Porsche kaum neue Modelle entwickelt. Und die Fertigung ist viel zu teuer. Deshalb erholt sich Porsche jahrelang nicht. Anfang der 90er kommt eine Rezession dazu. 1993 verkaufen sie nur noch rund 12.000 Autos im Jahr.

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Wende erst in den 2000er

Die meisten Experten rechnen damit, dass Porsche bald verkauft wird: an Mercedes oder VW. Mitten in der Krise macht Porsche dann einen kaum bekannten Manager zum Chef: Wendelin Wiedeking. Dass er Porsche retten kann, glaubt damals fast keiner aber er baut die Firma um. Am Ende braucht Porsche nur noch halb so lange, um einen 911er zu bauen.

Er bringt 1996 den Boxster: einen günstigeren Sportwagen, der neue Kunden zu Porsche bringen soll. Der Plan geht auf. Anfang der 2000er verkauft Porsche wieder so viele Autos wie in den 80ern.

Aufstieg in China

Wiedeking geht noch einen Schritt weiter: Porsche baut zusammen mit VW ein SUV. Ende 2002 kommt der Cayenne. Für die Sportwagenfirma beginnt damit ein neues Zeitalter. Das ganze Wachstum der nächsten Jahre kommt vom Cayenne. Später folgt der kleinere Macan.

Die SUV haben noch einen Nebeneffekt: Sie machen Porsche in China groß. 2020 geht jeder dritte Porsche dorthin. Wiedeking hat Porsche gerettet und er hat die Firma dabei neu erfunden. Aus dem kleinen Sportwagenbauer wird ein Autokonzern. Seit über zehn Jahren ist mehr als jeder zweite Porsche ein SUV. Und dann kommt das E-Auto.

2022 geht Porsche beim E-Auto all-in

Ende der 2010er steht die ganze Autoindustrie vor einem Umbruch. Tesla zeigt, dass sich teure E-Autos verkaufen. Die Politik macht dem Verbrenner immer strengere Vorgaben. Fast alle rechnen damit, dass sich das E-Auto schnell durchsetzt. Auch Porsche.

2019 kommt der Taycan: der erste elektrische Porsche. Der damalige Chef Oliver Blume spricht vom „Beginn einer neuen Ära“. Am Anfang sieht alles nach einem Erfolg aus. Schon vor der Premiere gibt es rund 30.000 Reservierungen. 2021 verkauft Porsche über 41.000 Taycan. Mehr als vom 911.

Ein Jahr später macht Porsche das E-Auto zur Strategie. Das Ziel vom März 2022: mehr als 80 Prozent E-Autos bis 2030. Aus damaliger Sicht ist das ein logischer Schritt.

Der Weg zur Elektromobilität

Um das zu verstehen, schauen wir uns kurz das Konzept der Messy Middle an: So nennt man die schmerzhafte Übergangsphase vom Verbrenner zum E-Auto. In dieser Phase muss ein Hersteller alles doppelt machen. Er muss Verbrenner weiterentwickeln, weil sie das Geld verdienen. Er muss E-Autos entwickeln, die noch kaum Geld verdienen. Oft braucht er dafür sogar zwei Produktionslinien.

Das heißt: doppelte Kosten. Der Hersteller muss bei Verbrennern und bei E-Autos mit den Besten mithalten. Auch mit Firmen wie Tesla, die nur E-Autos bauen. Für ein einzelnes Unternehmen ist das kaum zu stemmen. Deshalb wollen damals fast alle Hersteller diese Phase so schnell wie möglich hinter sich bringen. Schon 2021 kündigen Volvo, Mercedes und Audi an, bald nur noch E-Autos zu bauen.

Porsche macht es genauso. Wer schnell umsteigt, spart sich die Messy Middle. Das ist die Wette. Und erstmal läuft alles. Im Herbst 2022 geht Porsche an die Börse und ist wenige Tage später mehr wert als der Mutterkonzern VW. 2023 folgt das Rekordjahr: über 320.000 Autos. Von 100 Euro Umsatz bleiben 18 Euro Gewinn. Porsche ist am Höhepunkt. Und dann kippt es.

2025 ist der Gewinn fast weg

Alles beginnt in China. 2023 verkauft Porsche dort noch rund 79.000 Autos. 2025 sind es nur noch rund 42.000. Das ist fast die Hälfte weniger. Alle deutschen Autobauer verlieren in China. Aber keinen trifft es so hart wie Porsche. 2024 bricht auch der Taycan ein. Also das Auto, auf das Porsche seine Zukunft gebaut hat. Weltweit halbieren sich die Verkäufe in einem Jahr auf rund 21.000. 2025 sind es noch rund 16.000. Das schlägt auf den Gewinn durch. 2024 fällt er um fast ein Viertel. 2025 müssen sie ihre Prognose dreimal senken.

CEO Oliver Blume schreibt an alle Mitarbeiter: „Unser Geschäftsmodell, das uns über viele Jahrzehnte getragen hat, funktioniert heute nicht mehr in dieser Form.“

Dann zieht Porsche die Reißleine und streicht das Ziel von 80 Prozent E-Autos. Gleichzeitig werden neue neue E-Autos verschoben und die eigene Batteriefertigung wird aufgegeben.

Ein neuer Chef

Das kostet Porsche insgesamt über drei Milliarden Euro. Am Ende des Jahres ist der Gewinn fast weg: Minus 93 Prozent. Von 100 Euro Umsatz bleiben noch 1,10 Euro. Zwei Jahre vorher waren es 18 Euro. Dann macht Porsche genau das, was die Firma schon 1993 gerettet hat. Sie holen einen neuen Chef.

Oliver Blume gibt den Posten ab. Seit Januar 2026 führt Michael Leiters die Firma. Er war vorher Chef von McLaren und davor über acht Jahre Technologiechef bei Ferrari. Also: In zwei Jahren vom Rekordjahr in die Krise. Wie konnte das passieren?

Als E-Auto ist ein Porsche ein Auto wie jedes andere

Schauen wir auf die Gründe:

Grund 1: Porsche verliert China

Porsche verkauft 2025 weltweit über 40.000 Autos weniger als im Rekordjahr 2023. Fast der ganze Rückgang kommt aus China. Der chinesische Automarkt ist in wenigen Jahren elektrisch geworden. Es geht aber um mehr als den Antrieb. Die Chinesen nennen diese neue Art Auto „Smart Car“: das berühmte Smartphone auf Rädern.

Ein Smart Car kaufen die Kunden anders als einen Verbrenner. Beim Verbrenner ist die Marke der wichtigste Kaufgrund. Beim Smart Car landet sie erst auf Platz fünf. Die Marke ist aber das Wertvollste, was Porsche hat. Im neuen Markt zählt sie kaum noch was.

Stattdessen zählen Dinge wie Reichweite und Ladezeit. Bei teuren E-Autos sind das vor allem das autonomes Fahren und das Cockpit. Genau darin sind die chinesischen Hersteller oft besser. Deshalb kaufen in China viele lieber eine chinesische Marke.

Porsches Smart Car ist nur Durchschnitt

Porsche trifft das besonders. Denn das Porsche-Gefühl hängt am Verbrenner: am Motor und am Sound. Beim E-Auto fällt das weg. Auch mit Performance kann sich Porsche nicht mehr abheben. Denn schnell ist sowieso fast jedes E-Auto.

2025 war ein E-Auto des Handy-Herstellers Xiaomi auf der Nordschleife schneller als der schnellste Taycan. In China hat der Xiaomi nur rund ein Viertel so viel gekostet. Deshalb tut sich Porsche dort so schwer. Als Verbrenner ist ein Porsche die Ikone. Als Smart Car ist es ein Auto wie jedes andere, nur viel teurer.

Grund 2: Im Rest der Welt kommt die Wette aufs E-Auto zu früh

Wer in Europa oder den USA ein sehr teures Auto kauft, nimmt bis heute meistens einen Verbrenner. Porsche hatte sich aber auf 80 Prozent E-Autos bis 2030 festgelegt.

Michael Leiters sagt heute selbst: Porsche hat lange fast gar nicht in Verbrenner investiert. Damit haben sie für keinen Markt das richtige Angebot: In China nicht die E-Autos, die die Kunden wollen. Und im Rest der Welt fehlen neue Verbrenner.

Grund 3: Porsche ist zu groß geworden

Dieser Grund ergibt sich aus den ersten beiden. Die Firma war zuletzt auf 350.000 Autos im Jahr ausgelegt. Sie hat Werke ausgebaut und seit 2016 ist die Belegschaft um rund 14.000 Leute gewachsen. 2025 verkaufen sie aber nur 280.000 Autos.

Das sind 70.000 Autos zu wenig. Die Kosten bleiben aber dieselben. Das alles soll der neue Chef jetzt lösen.

Die neue Strategie heißt Back to the Roots

Vergangene Woche hat Michael Leiters seine Strategie vorgestellt. Sie soll Porsche da wieder rausholen:

Teurere Sportwagen

Die 10.000 teuersten Porsche sollen noch teurer werden: von im Schnitt 270.000 Euro auf 330.000 Euro. Und über dem 911 soll ein noch teurerer Sportwagen kommen.

Der Verbrenner bleibt

Michael Leiters sagt: „Der 911 wird niemals elektrisch sein.“ Bei den SUV kommt ein neues Modell mit Verbrenner dazu. Das Ziel: zwei Drittel Verbrenner und ein Drittel E-Autos.

Weniger China

Porsche geht davon aus, dass es in China noch schlechter wird: 2025 sind 15 Prozent der Autos nach China gegangen. Künftig plant Porsche mit weniger als zehn Prozent.

Kosten senken

Porsche soll auch dann noch Gewinn machen, wenn sie nur noch 200.000 Autos im Jahr verkaufen. 2025 waren es rund 280.000. Dafür wollen sie in Verwaltung und Werken 25 Prozent der Stellen abbauen. Im Management sogar 40 Prozent.

Das große Ziel wird es mit weniger Autoverkäufen trotzdem mehr Umsatz zu machen. Angepeilt ist ein Umsatz von 41 bis 45 Milliarden Euro. 2025 waren es noch 36 Milliarden Euro. Auch soll mehr Gewinn von 100 Euro Umsatz hängen bleiben. Porsche plant mit zehn bis 15 Euro. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert noch bei 1,10 Euro. Bis 2030 oder 2031 sollen die Maßnahmen umgesetzt werden.

Zurück zu den Wurzeln geht nicht so einfach

Im ersten Halbjahr 2026 sind von 100 Euro Umsatz schon wieder 7,80 Euro geblieben. Nur geht es jetzt nicht einfach weiter nach oben. Vorher wird es nochmal schlechter: Hochgerechnet läuft 2026 auf rund 240.000 Autos hinaus. Für 2027 rechnet Porsche mit noch weniger Autos und weniger Gewinn.

Das ist also der Plan. Ein Insider hat es mir so beschrieben: Mit dem E-Auto hat es nicht geklappt. Jetzt geht es zurück zu dem, was Porsche kann. Sportwagen und Verbrenner. Aber: Ganz so viel Back to the Roots ist es gar nicht.

Wird Porsche das nächste Ferrari?

Wirklich zurück zu den Wurzeln würde ja heißen: zurück auf den Stand von 2002. Das war Porsche vor dem Cayenne: eine kleine Firma, die nur Sportwagen baut. Rund 54.000 Autos, rund 10.000 Mitarbeiter.

Davon ist Porsche weit weg. 2025 waren es rund 280.000 Autos und fast 42.000 Mitarbeiter. Sechs von zehn Porsche sind gar keine Sportwagen, sondern SUV. Die Richtung ist trotzdem klar: weniger Autos, dafür teurer. Es gibt eine Firma, die genau so funktioniert. Der neue Chef hat dort über acht Jahre gearbeitet: Ferrari.

Spielen wir das mal durch. Was wäre, wenn Porsche den Weg von Ferrari bis zum Ende geht? Nur noch teure Sportwagen mit Verbrenner.

Die 1. Frage: Gibt es den teuren Verbrenner-Markt noch in der Zukunft?

Heute sind dort sechs Luxusmarken unterwegs: Ferrari, Lamborghini, Bentley, Rolls-Royce, Aston Martin und McLaren. Ihre Autos kosten ab rund 200.000 €. Viele deutlich mehr. Wer so ein Auto kauft, braucht kein Auto. Ein Lamborghini-Kunde hat im Schnitt schon fünf Autos. Die kauft er als Hobby. Ihn stört es auch nicht, wenn der Liter Benzin mal 5 Euro kostet.

Deshalb bleibt der Verbrenner in dieser Nische. Das schützt sie vor der Konkurrenz aus China. Denn die kommt ja übers E-Auto. Also: Ja. Für Porsche wäre diese Nische der perfekte Rückzugsort.

Die 2. Frage: Passt Porsche in diesen Markt überhaupt rein?

Hier wird es tricky. Der Markt ist winzig. Alle sechs Luxusmarken zusammen verkaufen weniger als 50.000 Autos im Jahr. Ferrari: 13.640. Porsche verkauft 20-mal so viele Autos wie Ferrari. Allein der 911 verkauft sich 2025 rund 52.000 Mal. Öfter als die sechs Luxusmarken zusammen.

Selbst wenn Porsche auf 200.000 Autos schrumpft, sind sie noch viermal so groß wie dieser ganze Markt. Porsche wird also nie Ferrari. Dafür sind sie viel zu groß. Ganz zurück zu den Wurzeln geht es nicht und ganz nach oben zu Ferrari auch nicht. Was ist die neue Strategie dann wirklich?

Wo Porsche wirklich hin will

Die neue Strategie ist nur halb Back to the Roots. Porsche bleibt bei allem in der Mitte:

  1. Beim Antrieb: weiter Verbrenner und E-Autos. Die E-Autos sollen sogar mehr werden: von heute rund ein Fünftel auf ein Drittel.
  2. Bei der Stückzahl: weniger Autos als früher. Aber immer noch viel mehr als Ferrari
  3. Beim Preis: teurer als BMW und Mercedes, günstiger als Ferrari. Porsche nennt diesen Platz seinen Sweet Spot

Beim Antrieb ist das genau die Messy Middle, die Porsche 2022 überspringen wollte. Jetzt stecken sie mittendrin und das noch bis tief in die 2030er.

Eine Frage des Preises

Funktionieren kann das nur über den Preis. Grob gerechnet heißt das:

  • Heute: Über alle Modelle kostet ein Porsche im Schnitt rund 130.000 Euro.
  • Das Ziel: mindestens 41 Milliarden Euro Umsatz.
  • Die Annahme: rund 240.000 Autos im Jahr, etwa so viele wie 2026.
  • Das Ergebnis: Ein Porsche müsste im Schnitt rund 170.000 Euro kosten. Also rund 40.000 Euro mehr.

Wenn die Stückzahl weiter sinkt, muss der Preis natürlich noch höher werden. Die Wette ist jetzt also, dass die Porsche-Kunden diese Preise mitgehen.

Die Schlussfolgerung

Die neue Strategie ist kein Meisterwerk, sondern einfach alternativlos. Porsche ist 2022 voll nach vorn gegangen und hat sich auf das E-Auto festgelegt. Das hat nicht funktioniert. Ganz zurück zum Verbrenner geht aber auch nicht. Der Markt für Verbrenner schmilzt langsam weg. Übrig bleibt die Nische der ganz teuren Verbrenner und die ist viel zu klein.

Also geht Porsche jetzt zurück in die Mitte und macht beides. Für China wird das nicht mehr reichen. Das weiß Porsche selbst. Für den Rest der Welt erstmal schon: Dort wollen die Kunden noch Verbrenner.

Aber in China sieht man, was danach kommt. Dort kaufen die Kunden ein Auto wie ein Handy. Was die alten Marken wertvoll gemacht hat, zählt dort kaum noch was. Der Name, der Motor, der Sound.

Geschichte kann man nicht nachbauen

Die eigentliche Aufgabe ist also, den Wert dieser Marken in den neuen Markt mitzunehmen. Denn sie haben was, das sich keine neue Marke aus China kaufen kann: eine Geschichte. Vor lauter Krise vergessen wir das in Deutschland manchmal.

Beim Verbrenner zahlen Kunden für diese Geschichte bis heute einen hohen Aufpreis. Nachbauen kann das niemand. Nur kann man diese Geschichte im neuen Markt nicht einfach eins zu eins weitererzählen. Die Marken müssen sie für den neuen Markt übersetzen. Bisher hat das noch keiner geschafft.

Porsche hat sich schon mal neu erfunden

1993 kam ein neuer Chef und hat die Firma komplett umgebaut. Jetzt sind wir wieder in derselben Situation. Ein neuer Chef soll die Firma neu erfinden. Diesmal ist die Aufgabe noch größer. Es geht nicht um ein neues Auto.

Am Ende läuft das auf eine Frage hinaus: Was macht einen Porsche zum Porsche, wenn der Verbrenner wegfällt? Darauf gibt die neue Strategie zwar keine Antwort. Aber sie verschafft Porsche die Zeit, eine zu finden.

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