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Russland ächzt unter Treibstoffkrise, nimmt aber im Oktober 10 Prozent mehr aus Öl- und Gasverkäufen ein als 2025

Дата публикации: 16-10-2026 08:55:00

Öl- und Gasverkäufe spülen im Oktober um die 12 Milliarden US-Dollar in die Kreml-Kasse. Die Einnahmen bleiben jedoch weit hinter den Erwartungen des Kremls zurück.

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Russland verdient wieder mehr Geld aus Öl- und Gasverkäufen. Die Einnahmen bleiben jedoch weit hinter den Erwartungen des Kremls zurück.

Russlands Einnahmen aus Öl- und Gassteuern dürften im Oktober zehn Prozent höher liegen als im Vorjahr. Damit steigen sie auf etwa 11,97 Milliarden US-Dollar, berichtet „Reuters“ unter Berufung auf eigene Berechnungen. Für den Haushalt sind diese Einnahmen überlebenswichtig, sie machen etwa ein Fünftel der russischen Einnahmen aus. Das zeigt: Kreml-Chef Wladimir Putin profitiert wieder deutlicher vom Irankrieg.

Das müssen Sie wissen:

  • Russland gilt als einer der Gewinner aus der Iran-Krise.
  • Wegen der höheren Preise verdienen russische Energieunternehmen mehr am Verkauf von Öl und Gas.
  • Gleichzeitig wirkt eine Treibstoffkrise dämpfend auf die Exportkapazitäten.
  • Neue Berechnungen zeigen, dass Russland zwar wieder mehr verdient, aber die Einnahmen halten nicht mit den Erwartungen mit.
Russlands Wirtschaft profitiert von Öl-Engpässen

Reuters zufolge steigen diese Einnahmen einerseits wegen einer zusätzlichen Steuer, die vierteljährlich an den Kreml fließt. Diese wird auf die Ölförderung erhoben und ist vom Gewinn abhängig. Aber auch ohne diese Steuer wären die Oktober-Einnahmen noch 36 Prozent höher als im Vormonat.

Andererseits hat die Krise an der Straße von Hormus lange für erhöhte Rohöl- und Gaspreise gesorgt. Die Versorgung ist weltweit gestört. Erst innerhalb der letzten Wochen kristallisierte sich heraus, dass die Golfstaaten wieder viel mehr Rohöl durch die Meerenge bringen als zuvor. Für die Berechnungen zog Reuters Daten zur Öl- und Gasförderung heran, außerdem zum Raffineriedurchsatz und zum Angebot im In- und Ausland.

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Dabei ist zu beachten: Der positive Effekt wird teilweise durch einen Rückgang der Fördermenge im dritten Quartal ausgeglichen. Für Russland ist jedes Barrel wertvoll: Traditionell macht das Land sein Geld mit Energieexporten, namentlich Öl und Gas. Schwächeln diese, ist der ganze Haushalt in Gefahr.

Kreml verdient bis Oktober 14 Prozent weniger

Über die ersten zehn Monate des Jahres 2026 hat der Kreml einen deutlichen Einbruch zu erwarten: Die gesamten Einnahmen aus dem Öl- und Gassektor sollen zwischen Januar und Oktober 2026 bei rund 6,45 Billionen Rubel liegen. Das sind 14 Prozent weniger als im selben Zeitraum 2025, und umgerechnet an die 68,6 Milliarden Euro.

Für den Haushalt 2026 sind Öl- und Gaseinnahmen von um die 94,9 Milliarden Euro vorgesehen.

Ukraine stört Russlands Export

Verantwortlich für diesen Rückgang ist ein Mix aus westlichen Sanktionen und ukrainischen Drohnenangriffen. Wie das „Centre for Research on Energy and Clean Air“ (CREA) in einem aktuellen Monatsbericht mitteilt, sind die Erlöse aus dem Export von Ölprodukten auf dem Seeweg im August noch deutlich zurückgegangen. Russlands Exporteure hatten hier 32 Prozent weniger Geld eingefahren.

Der Hafen in Tuapse, einer der größten Exporthäfen für Ölprodukte, konnte zwischen Juni und August keine Ölprodukte mehr verladen. Die Ukraine hat Teile von Russlands Infrastruktur zerstört und so die Öl- und Gasexporte einbrechen lassen.

Gleichzeitig hat die EU deutlich weniger flüssiges Erdgas von Russland gekauft.

Putins Probleme betreffen Europa indirekt

Die Treibstoffkrise innerhalb Russlands wirkt sich außerdem auf den europäischen Markt aus. Üblicherweise liefert Russland Diesel in Länder wie Indien, Brasilien und China. Bleiben diese Lieferungen aus, müssen die Käufer sich anderweitig umschauen.

Zum Beispiel bei den USA, die üblicherweise viel Diesel und Gas nach Europa liefern und auch zu Deutschlands wichtigsten Zulieferern gehören. Dabei tut sich derzeit ein weiteres Problem auf: US-Präsident Donald Trump steht kurz vor wichtigen Zwischenwahlen und will die überhöhten Dieselpreise im Land bekämpfen. Ein Diesel-Importhandel mit dem Kreml hat Trump einmal mehr internationale Kritik eingebracht.

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