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Ölpreis steigt um mehr als 1 Dollar nach weiteren Huthi-Angriffen in Saudi-Arabien

Дата публикации: 22-10-2026 07:05:00

Angriffe der Huthi-Rebellen in Saudi-Arabien fachen Sorgen am Ölmarkt wieder an. Am Donnerstag stiegen die Ölpreise um mehr als ein US-Dollar pro Barrel.

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Angriffe der Huthi-Rebellen in Saudi-Arabien fachen Sorgen am Ölmarkt wieder an. Am Donnerstag stiegen die Ölpreise um mehr als ein US-Dollar pro Barrel.

Wegen Angriffen der Huthi-Rebellen in Saudi-Arabien wachsen die Sorgen vor einer Ausweitung des Nahost-Konflikts. Die Öllieferungen aus der Region könnten noch schwerer gestört werden. Darum stiegen die Ölpreise am Donnerstag (22. Oktober) leicht: Brent-Rohöl kletterte um mehr als zwei Prozent auf 111,1 US-Dollar pro Barrel, Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) um 1,9 Prozent auf etwa 99 US-Dollar pro Barrel.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Iran greift immer noch Schiffe an der wichtigen Straße von Hormus an.
  • Darüber hinaus sorgen Huthi-Anschläge für Unsicherheit.
  • Weil der Export von Öl und Gas im Nahen Osten noch immer gestört ist, sind die Großhandelspreise erhöht.
  • Das schlägt sich nach wie vor auf die Preise für verschiedene Ölprodukte nieder, darunter Heizöl und Treibstoff.
Huthi-Rebellen greifen Saudi-Ölfeld an und machen Öl teurer

Die Lage in der Region bleibt weiter angespannt. Das US-Außenministerium soll derzeit planen, Familienangehörige von Mitarbeitern aus US-Vertretungen in Saudi-Arabien abzuziehen. Kurz zuvor hatten die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen aus dem Jemen mehrere Ziele attackiert, darunter ein saudi-arabisches Ölfeld. Das berichtete „Reuters“.

Darüber hinaus hat der Iran weitere Schiffe angegriffen, die die Straße von Hormus durchqueren wollten. Die iranischen Revolutionsgarden argumentieren damit, die Schiffe seien in „illegale Öltransfers“ verstrickt. Drei weitere Schiffe westlich der Straße von Hormus seien von Minen getroffen worden. Vor dem Krieg passierten um die 60 Schiffe pro Tag diese Meerenge und exportierten gewaltige Mengen Öl und Gas.

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Im Zuge der Störungen an der wichtigen Meerenge waren Golfstaaten wie Saudi-Arabien darauf umgestiegen, ihre Schiffe vermehrt mit abgeschaltetem Ortungssystem durch die Straße von Hormus zu schicken. Viele dieser Schiffe führen dann außerhalb des Persischen Golfs Schiff-zu-Schiff-Transfers durch. So ist es Saudi-Arabien gelungen, seine Rohölexporte wieder deutlich zu steigern.

Deutschland hat Ölreserven-Freigabe angekündigt

Als Reaktion auf die anhaltenden Engpässe hatte Bundeswirtschaftsministerin Reiche (CDU) angekündigt, 15 Millionen Barrel (1 Barrel sind 159 Liter) Öl aus der nationalen Reserve freigeben zu wollen. „Diesel und Heizöl sollen den Anfang machen, Rohöl kommt hinzu“, erklärte sie. Verfügbares Rohöl allein reicht nicht, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium.

Andere Industriestaaten, darunter die USA und China, handeln ähnlich. Gerade China hatte seine Reserven über den Sommer und Herbst drastisch entleert, um den heimischen Markt zu entlasten.

Für die Preisgestaltung an der Tankstelle kommt es auch auf die Börsenpreise für Benzin und Diesel an. Beide standen am 22. Oktober leicht im Plus:

  • Benzin: 3,18 US-Dollar pro Gallone (plus 0,91 Prozent, 1 US-Gallone entspricht um die 3,78 Liter)
  • Diesel: 1463,9 Euro pro Tonne (plus 1,46 Prozent)

Der ADAC geht davon aus, dass mittlerweile „ein Großteil“ des Tankrabatts bei den Autofahrern an der Tankstelle ankommt. Autofahrer müssen immer noch darauf achten, wann sie tanken, um die billigsten Preise mitzunehmen.

Preiswerter tanken - fünf Tipps

Mit diesen fünf Tipps sparen Sie jetzt an der Zapfsäule.

1. Vormittags tanken. Idealerweise zwischen 10 und 11 Uhr. Der günstigste Zeitpunkt ist direkt vor der 12-Uhr-Erhöhung. Die Preise sind dann am niedrigsten, weil sie seit dem Vorabend nur noch gefallen sein können.
2. Abends ab 20 Uhr als Alternative. Wer nicht bis zum nächsten Tag warten will, kann stattdessen ab 20 Uhr tanken. Die Ersparnis gegenüber dem Mittagspreis beträgt dann durchschnittlich 4,8 Cent pro Liter.
3. Preisvergleich nutzen. Da alle Tankstellen gleichzeitig um 12 Uhr erhöhen, aber unterschiedlich schnell danach senken, gibt es nachmittags größere Preisunterschiede als früher.
4. Nicht in Panik geraten. Der 12-Uhr-Sprung sieht dramatisch aus, ist aber kein Zeichen für eine Preisexplosion. Es ist die gebündelte Tageserhöhung, die früher über den ganzen Tag verteilt war.
5. Autobahntankstellen meiden. Der Autobahn-Aufschlag liegt im Schnitt bei 20 bis 30 Cent über dem Preis abseits der Autobahn. Bei 50 Litern sind das 10 bis 15 Euro Unterschied.

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