Der Panamakanal muss mehrere Herausforderungen meistern. Unter anderem erschwert ein Wetterereignis den Schiffsverkehr.
Der Panamakanal muss mehrere Herausforderungen meistern. Unter anderem erschwert ein Wetterereignis den Schiffsverkehr.
Trotz Verkehrseinschränkungen wegen dem El-Niño-Wetterereignis und globaler Handelsstörungen hat der Panamakanal einen Transport-Rekord gebrochen. Wie die Panama Canal Authority (ACP) mitteilte, wurden im vergangenen Geschäftsjahr (1. Oktober 2025 bis 30. September 2026) um die 521 Millionen Tonnen Güter durch den Kanal transportiert.
Das Wichtigste in Kürze:
Über den Panamakanal werden üblicherweise um die fünf Prozent des weltweiten Seehandels abgewickelt. Doch 2026 habe der Kanal einen Boom erlebt, sagte Kanaldirektorin Ilya Espino de Marotta zur „AFP“. Seit dem Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten hatte der Kanal die Zahl der täglichen Durchfahrten auf 41 erhöht. Üblich sind im Schnitt 35 bis 38 Schiffe.
Der Panamakanal hat damit von der Krise am Persischen Golf profitiert: Mehr Schiffe mit Energielieferungen mussten ihn passieren, um zum Beispiel Gas von der US-Golfküste nach Asien zu bringen.
Allerdings erschwerte eine durch das Wetterphänomen El Niño verursachte Dürre den Verkehr im Kanal. Zur Erklärung: Der Panamakanal wird mit Frischwasser betrieben, das in zwei künstlichen Seen gespeichert wird. Für jede Durchfahrt entlassen diese Reservoirs viele Tonnen Wasser, um Schiffe, die den Kanal durchqueren, anzuheben und abzusenken. Wenn weniger Regen fällt, kann es sein, dass der Kanal nicht mehr wie sonst mit Wasser versorgt wird und den Schiffsverkehr beschränken muss.
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Im Einklang mit dem niedrigen Wasserstand sank also auch die Zahl der täglichen Überfahrten von 36 auf 32. Am 22. Oktober berichteten einige Fachportal davon, dass wegen neuer Regenfälle wieder 33 Durchfahrten erlaubt seien.
Auch Europa hat ein Interesse daran, dass Waren durch den Panamakanal transportiert werden können. Die Passage ermöglicht die wichtige Handelsrouten zwischen Europa und den westlichen Küsten entlang des amerikanischen Kontinents und bis nach Australien. Ohne den Panamakanal müssten die Schiffe einen gewaltigen Umweg fahren. Schiffe, die vom Atlantik in den Pazifik fahren wollen, sparen an die 15.000 Kilometer Fahrtweg.
Das heißt gleichzeitig eine Zeit- und Spritersparnis und damit bares Geld. Längere Wege bedeuten höhere Spritkosten, und die wiederum werden generell bis ans untere Ende der Lieferkette weitergegeben. Also direkt zum Verbraucher.
Wie geht es weiter: Die Behörden in Panama bereiten sich laut „Guardian“ für Dezember auf eine stärkere Dürre in den Wintermonaten vor. In einigen Regionen fürchtet die Regierung extreme Regendefizite und hat im August einen nationalen Notfallfonds über 80 Millionen US-Dollar in die Wege geleitet. Unter anderem werden damit Wasserspeicher, Bewässerungssysteme oder Pumpen bezahlt.
Bis Mitte 2027 gilt bereits der Ausnahmezustand.
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