Stromsteuer, Kindergeld, Einkommensteuer: 2027 könnten Milliarden für Entlastungen fließen. Die Schuldenbremse begrenzt den Spielraum.
Der Bund könnte bis Ende kommenden Jahres bis zu zehn Milliarden Euro zusätzliche Steuern einnehmen. Noch ist die Zahl nicht offiziell, aber der Verteilungskampf beginnt bereits.
Nach zwei Rezessionsjahren dürfte die deutsche Wirtschaft 2026 und 2027 wieder deutlicher wachsen. Für dieses Jahr korrigierte die Bundesregierung ihre Schätzung von 0,5 auf 1,3 Prozent Wachstum nach oben. Kommendes Jahr sollen es nun 1,1 statt 0,9 Prozent zusätzlich sein.
Mit dem Wachstum steigen auch die Steuereinnahmen. Wie stark die Steuereinnahmen steigen, schätzt seit heute der Arbeitskreis Steuerschätzungen. Er veröffentlicht seine Ergebnisse am Donnerstag.
Grob lässt sich aber bereits schätzen, wie viel mehr Einnahmen es geben wird. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erklärte Anfang Oktober, ein Prozentpunkt mehr Wirtschaftswachstum entspreche ungefähr zehn Milliarden Euro höheren Einnahmen. Da die Wirtschaft dieses Jahr um 0,8 Prozent stärker wachsen soll als geplant, wären das also acht Milliarden Euro allein für 2026.
Kommendes Jahr kämen rund zehn Milliarden extra hinzu. Von den insgesamt 18 Milliarden Euro stehen dem Bund aber nur zehn Milliarden zu. Der Rest geht an Länder und Kommunen. Für 2027 lägen die Mehreinnahmen des Bundes bei fünf bis sechs Milliarden Euro. Nutzen ließen sich diese zum Beispiel für:
Klar ist bereits, dass sich mit sechs Milliarden Euro zusätzlichen Steuereinnahmen im kommenden Jahr nicht alle aufgeführten Maßnahmen umsetzen lassen. Sie würden zusammen rund 10,4 Milliarden Euro kosten.
ANZEIGE
ANZEIGE
Ein weiterer Punkt ist jedoch, dass dem Bund nur ein Teil der zusätzlichen Einnahmen für neue Ausgaben bleibt. Das liegt an der Schuldenbremse. Diese erlaubt dem Bund eine höhere Neuverschuldung, wenn die Wirtschaftsleistung schwach ist. Steigt das Wirtschaftswachstum, sind entsprechend weniger Schulden erlaubt. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) muss also einen Teil der Mehreinnahmen dafür verwenden, nicht mehr erlaubte Kredite zu ersetzen.
Nach den Zahlen aus der Prognose der Bundesregierung selbst wären 2,5 Milliarden Euro weniger neue Schulden im kommenden Jahr erlaubt. Diese müssten zuerst aus den Steuermehreinnahmen gedeckt werden. Aus prognostizierten sechs Milliarden Euro höheren Steuereinnahmen blieben also nur 3,5 Milliarden Euro übrig. Das würde nicht einmal für die Senkung der Stromsteuer reichen.
„Wie wär’s mit Schuldenabbau?“
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Landeshaushalt 2027 mit einer Milliarde für die Kommunen - "Spielräume sind eng" | 0 | 15.24 | 21-10-2026 |
| 2 | Abgaben-Herbst: Die Bundesregierung melkt die Mitte in Deutschland munter weiter | 0 | 14.39 | 21-10-2026 |
| 3 | В бюджет на 2027-2029 годы заложили индексацию пенсий и рекордный «детский бюджет» | 1 | 9.84 | 24-09-2026 |
| 4 | Минфин России назвал размеры «детского бюджета» на 2027-2029 годы | 0 | 10 | 24-09-2026 |
| 5 | В Соцфонде назвали размер декретных пособий в 2027 году | 0 | 11.8 | 16-10-2026 |
| 6 | Соцфонд заявил об увеличении в 2027 году ключевых мер поддержки семей | 0 | 17.6 | 16-10-2026 |
| 7 | Ab 1. Januar 2027: Vier Steuer-Änderungen für Rentner – und eine Frist, die läuft | 0 | 14.22 | 06-10-2026 |
| 8 | Размеры ключевых мер поддержки для семей увеличатся в 2027 году | 0 | 20 | 16-10-2026 |
| 9 | На сколько вырастет пособие на ребенка в 2027 году | 0 | 6.91 | 19-10-2026 |
| 10 | Bloomberg сообщил о росте долга Германии из-за снижения налоговых поступлений | 0 | 7 | 05-07-2026 |