Zum Abschluss der Transferperiode nahm Fortuna in Filimon Gerezgiher noch einen Flügelspieler mit viel Tempo unter Vertrag. Doch schon mehrere Monate zuvor hatten die Verantwortlichen einen Alternativ-Kandidaten auf dem Zettel.
23.10.2026 · 15:11 Uhr
Langenekes erste Aufstellung – setzt Fortuna in Rostock auf diese Startelf?
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Düsseldorf · Zum Abschluss der Transferperiode nahm Fortuna in Filimon Gerezgiher noch einen Flügelspieler mit viel Tempo unter Vertrag. Doch schon mehrere Monate zuvor hatten die Verantwortlichen einen Alternativ-Kandidaten auf dem Zettel.
Letztlich war für Samir Arabi nach der 18. und 19. Verpflichtung des Transfersommers am 1. September mal die Zeit gekommen, etwas durchzuatmen. Die Wechsel von Lukas Bornschein und Filimon Gerezgiher rundeten arbeitsreiche Monate für Fortunas Sportvorstand ab. Mit der Gerezgiher-Verpflichtung wollte der 47-Jährige unbedingt noch eine Planstelle abdecken, die es in dieser Form unter Ex-Trainer Alexander Ende gar nicht gegeben hatte. Der Nationalspieler Eritreas ist der Flügelspieler der klassischsten Ausprägung in Fortunas 30-Mann-Kader – und könnte nun vom Trainerwechsel zu Jens Langeneke profitieren.
In Endes Rauten-Grundordnung hätte Gerezgiher realistischerweise nur eine der Positionen im Doppelsturm abdecken können. Es ist davon auszugehen, dass die Düsseldorfer nun häufiger auf Systeme mit mehr Flügelfokus setzen werden. Ähnlich schwierig wie für Gerezgiher verlief der Start auch für Yannick Michaelis nach seiner Entscheidung im Sommer, in die Dritte Liga zu wechseln.
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Beide eint, dass sie ambitionierten Drittligisten mit ihrem Tempo und ihrer Stärke im Dribbling helfen wollen – und beide eint darüber hinaus auch noch, dass sie jeweils zu den Kandidaten zählten, die Fortuna im vergangenen Sommer als interessante Transfer-Kandidaten erachteten. Bei Gerezgiher ging der Deal in letzter Minute über die Bühne, bei Michaelis kam Fortuna zu spät. Noch vor Fortunas Abstieg hatte sich Hansa Rostock schon lange um Michaelis bemüht. Nun treffen die beiden Klubs im direkten Duell (Samstag, 14 Uhr) aufeinander.
Dementsprechend bekam Hansa den Zuschlag – auch ein Versuch der Fortuna-Verantwortlichen nach dem Aus von Sven Mislintat Ende Mai, Michaelis doch noch von der Perspektive in Düsseldorf zu überzeugen, konnte den Youngster nicht mehr umstimmen. Der Außenbahnspieler hatte da schon seine Zukunft in Rostock gesehen. Allerdings befindet sich der ehemalige Hannoveraner bei der Kogge noch in der Warteschleife.
Unter Neu-Trainer André Breitenreiter kommt der 20-Jährige noch nicht in Schwung; zuletzt bekam er nur Kurzeinsätze. Ähnlich hatte es schon zu Saisonbeginn ausgesehen – nur 26 Prozent der Spielzeit bestritt Michaelis in der Liga in der bisherigen Saison. Zum holprigen Start passend: Zu seinem bisher einzigen Startelfeinsatz kam der Youngster bei der 0:4-Pleite bei Viktoria Köln, die gleichbedeutend mit dem Aus für Trainer Daniel Brinkmann war.
Knapp vier Monate nach dem Wechsel aus Gladbach nach Rostock ist für Michaelis bei seiner ersten Saison in der Dritten Liga noch Luft nach oben. Der Quervergleich zur Situation von Gerezgiher unter Ende zeigt aber, dass sich längst nicht sagen lässt, ob es für ihn in Düsseldorf besser gelaufen wäre. Die Fortuna-Fans werden hoffen, dass es am Samstag nicht zu einer weiteren „Ausgerechnet“-Geschichte im Profifußball kommt – und bei Michaelis nach dem holprigen Start gegen Düsseldorf der Knoten platzt.
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