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Trumps Schmeicheleien für Moskau: Außenpolitik-Experten warnen jetzt vor großem Druck auf Kiew

Дата публикации: 23-10-2026 16:16:00

Experten sehen hinter Trumps Schmeicheleien für Putin eine Verhandlungstaktik – und warnen vor wachsendem Druck auf die Ukraine.

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Stand: 23.10.2026, 18:16 Uhr

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Experten sehen hinter Trumps Schmeicheleien für Putin eine Verhandlungstaktik – und warnen vor wachsendem Druck auf die Ukraine.

Washington – Donald Trump und sein Umfeld gehen auffallend freundlich mit Wladimir Putin um – bis hin zu der Bezeichnung als „Menschenfreund“ durch Trumps Unterhändler Steve Witkoff. Außenpolitik-Experten sehen darin vor allem eine bewusste Verhandlungstaktik: Trump wolle Putin mit Nähe, Lob und politischen Zugeständnissen an den Tisch bringen.

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Mehrere Fachleute bezweifeln jedoch, dass diese Strategie funktioniert – und warnen davor, dass vor allem die Ukraine unter Druck gerate. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff bezeichnete Putin am Mittwoch in St. Petersburg als „Menschenfreund“, nachdem Russland den seit 2022 festgehaltenen US-Amerikaner Stephen Hubbard freigelassen hatte.

Experten: Das steckt wirklich hinter Trumps Schmeicheleien für Putin

Experten sehen hinter Trumps Schmeicheleien für Putin eine Verhandlungstaktik – und warnen vor wachsendem Druck auf die Ukraine. © © IMAGO / UPI Photo / Archivbild

Die Bilder gingen um die Welt, die Reaktionen waren teilweise entsetzt. Doch die Wortwahl passt zu einem Kurs, den Fachleute als gezielten Versuch verstehen, Putin persönlich entgegenzukommen.

Nähe soll Putin zu Verhandlungen bewegen

Robert O’Brien, nationaler Sicherheitsberater während Trumps erster Amtszeit, sieht darin eine bewusste Methode. Frühere Versuche hätten Putin nicht zu ernsthaften Gesprächen bewegt. „Präsident Trump nutzt einen freundlichen Umgang, um Putin zum Verhandeln zu bringen“, sagte O’Brien in einem Interview.

Michael Kimmage von der US-Denkfabrik Brookings Institution beschreibt Trumps Ansatz ähnlich. Die Regierung gehe offenbar davon aus, „dass sie etwas am Verhandlungstisch erreichen kann, indem sie sich von der Ukraine distanziert und den Russen schmeichelt“, sagte Kimmage laut NBC News.

Ohne einen klaren Verhandlungsplan und stärkeren Druck auf Moskau sei ein Durchbruch jedoch schwer vorstellbar.

Experten zweifeln an Putins Gegenleistung

Noch schärfer urteilt Nina Khrushcheva, Professorin für internationale Beziehungen an der New School in New York. In einem Beitrag für MS NOW schrieb sie, Witkoff habe zwar Putins „weiche Stelle“ gefunden – genau das täten gute Verhandler. Putin sei jedoch kein gewöhnlicher Verhandlungspartner.

Er habe die Lockerung von Sanktionen, das Lob und die öffentliche Aufmerksamkeit angenommen, schrieb Khrushcheva. Als Gegenleistung habe Moskau lediglich den kranken 74-jährigen Hubbard freigelassen. Ihr sarkastisches Urteil: Das sei „eine wahrhaft humanitäre Geste – wenn man den Kreml fragt“.

Auch Brett Bruen, der unter Barack Obama im Weißen Haus für internationale Kommunikation zuständig war, sieht hinter Trumps Auftreten eine gezielte Aufwertung Putins. „Es besteht kein Zweifel daran, dass Trump versucht hat, Putin wieder gesellschaftsfähig zu machen“, sagte Bruen laut NBC News.

Weiss erwartet Druck auf Selenskyj

Andrew Weiss, früher Mitarbeiter des US-Außenministeriums und heute bei der Denkfabrik Carnegie Endowment for International Peace, sieht noch ein anderes Risiko. Im Interview mit dem US-Sender PBS sagte er, Trump wolle möglichst bis zum G-20-Treffen im Dezember eine Friedensvereinbarung erreichen.

Weil Trump nach Einschätzung von Weiss keinen Sinn darin sehe, Putin stärker unter Druck zu setzen, werde er stattdessen versuchen, Wolodymyr Selenskyj zu Zugeständnissen zu bewegen. Bei der Ukraine sehe der US-Präsident den größeren Hebel.

Weiss hält auch die Hoffnung auf einen schnellen Erfolg für falsch. „Es gibt keine schnelle Lösung für den Krieg in der Ukraine“, sagte er. Trump suche nach den Schwierigkeiten im Iran nach einem außenpolitischen Erfolg – doch aus Sicht von Weiss könnte sich auch diese Erwartung als Fehlkalkulation erweisen. Quellen: MS NOW, NBC News, PBS, nif/red.

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