In Polen stießen Forscher auf einen beeindruckenden Schatz aus Bestecken, Schmuck und Gold. Er könnte aus dem Zweiten Weltkrieg stammen.
In Polen stießen Forscher auf einen beeindruckenden Schatz aus Bestecken, Schmuck und Gold. Er könnte aus dem Zweiten Weltkrieg stammen.
In der Stadt Włocławek in Zentralpolen direkt am Fluss Weichsel, stießen Forscher bei Bauarbeiten an neuen kommunalen Wohnhäusern zunächst auf einige Besteckteile. Nach weiteren Ausgrabungen entdeckten die beteiligten Wissenschaftler jedoch hunderte weitere Gegenstände, die sich zu einem regelrechten Schatz summierten.
Insgesamt wurden 335 Gegenstände entdeckt, darunter 120 Bestecke verschiedener Art, aber auch Schmuck, Verzierungen, goldene Uhren, Kerzenleuchter aus Silber und jüdische Kulturgüter. Dabei ist die Konservierung noch nicht vollständig abgeschlossen und weitere Funde durchaus denkbar. Dazu kommen auch Goldmünzen im fünf- und zehn-Rubel-Format sowie einige Dollar.
Teil des archäologischen Fundes ist aber auch sein Ort. So verbarg jemand diesen offenbar bewusst in einem Stoffbeutel und einem Abwasserrohr. Mehrere Gegenstände wurden zuvor absichtlich in Stücke gebrochen, um sie dann dort zu deponieren.
Entsprechend geheimnisumhüllt ist die Frage, welche Geschichte dahintersteckt. Die Forscher vermuten einen Bezug zum 2. Weltkrieg, insbesondere, da die Eigentümer offensichtlich nie zurückkehrten. Auf einigen der Küchenutensilien fanden sich überdies Initialen, die jedoch mit keinen der bekannten Namen von Familien in der Straße übereinstimmen, in der die Gegenstände entdeckt wurden.
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Besondere Aufmerksamkeit zog überdies ein goldener Ring auf sich, in dem ein Stück Papier verborgen wurde. Eine Entzifferung steht erst noch an, da dies mit konservatorischen Maßnahmen zum Erhalt des Gegenstandes geschehen sollte. Es lässt sich daher nicht ausschließen, dass noch neue Details über die Geschichte hinter dem archäologischen Fund ans Licht kommen.
Dass sich hier eine Tragödie abspielte, ist allerdings durchaus wahrscheinlich. Włocławek stand während des Zweiten Weltkrieges unter deutscher Besatzung. Während des Krieges wurde etwa ein Drittel der Stadt zerstört, und es fanden zahlreiche dokumentierte Judendeportationen statt. Gerade durch die versteckten jüdischen Kultgegenstände ist auch ein Bezug zu diesen Deportationen denkbar.
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