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„Mögliche Erbschaft ermittelt“: Gefälschte Nachlassverwalter-Mails zielen auf persönliche Daten

Дата публикации: 21-10-2026 09:30:00

Bei einer neuen Betrugsmasche werden vermeintliche Erbschaften genutzt, um Internetnutzer zur Preisgabe persönlicher Informationen zu bewegen. Wer eine entsprechende E-Mail erhält, sollte besonders vorsichtig sein.

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Bei einer neuen Betrugsmasche werden vermeintliche Erbschaften genutzt, um Internetnutzer zur Preisgabe persönlicher Informationen zu bewegen. Wer eine entsprechende E-Mail erhält, sollte besonders vorsichtig sein.

Kriminelle verschicken derzeit gefälschte E-Mails, in denen sie angebliche Erbschaften ankündigen: „Mögliche Erbschaft ermittelt“. Wie die Faktencheck-Plattform „Mimikama“ berichtet, wollen die Absender damit persönliche Daten ihrer Empfänger sammeln. Dafür behaupten sie, ein noch nicht abgewickelter Nachlass passe zum Nachnamen der angeschriebenen Person.

Mit diesem Vorwand versuchen die Betrüger, eine Antwort zu provozieren und weitere Informationen zu erhalten. Die Masche ähnelt klassischen Phishing-Angriffen, bei denen Kriminelle ihre Opfer durch vermeintlich wichtige Nachrichten zur Kontaktaufnahme oder zur Weitergabe vertraulicher Daten bewegen.

Verbraucherschützer warnen davor, auf verdächtige Erbschaftsmails zu antworten oder persönliche Informationen preiszugeben. (Symbolbild)

Verbraucherschützer warnen davor, auf verdächtige Erbschaftsmails zu antworten oder persönliche Informationen preiszugeben. (Symbolbild) IMAGO / Pond5 Images
Betrüger setzen Empfänger unter Zeitdruck

Die gefälschten Nachrichten sind häufig unpersönlich formuliert. Statt einer konkreten Anrede steht dort beispielsweise „Sehr geehrte(r) Begünstigte(r)“. Gleichzeitig fordern die Absender die Empfänger auf, sich möglichst schnell zurückzumelden, um weitere Einzelheiten zum angeblichen Erbe zu erfahren.

Auch die Absenderadresse kann Hinweise auf einen Betrugsversuch liefern. Laut „Mimikama“ werden dafür unter anderem kostenlose E-Mail-Dienste oder unbekannte Internet-Domains verwendet. Teilweise unterscheiden sich zudem die im Nachrichtenkopf hinterlegte Absenderadresse und die tatsächliche Antwortadresse.

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Unpersönliche Anreden und unbekannte Absenderadressen können auf gefälschte Nachlassbenachrichtigungen hinweisen. (Symbolbild)

Unpersönliche Anreden und unbekannte Absenderadressen können auf gefälschte Nachlassbenachrichtigungen hinweisen. (Symbolbild) IMAGO / Pond5 Images
Verbraucher sollten gefälschte Mails sofort löschen

Es wird dringend davon abgeraten, auf derartige Anschreiben zu antworten oder Links sowie Dateianhänge zu öffnen. Wer eine unaufgeforderte E-Mail dieser Art erhält, sollte den Absender niemals über die in der Nachricht angegebenen Wege kontaktieren. Stattdessen empfiehlt „Mimikama“, den Vorfall beim eigenen E-Mail-Anbieter zu melden und verdächtige Mails daraufhin zu löschen. Wer Zweifel an der Echtheit einer Nachlassmeldung hat, sollte ausschließlich über offizielle Behördenwege nachfragen.

Phishing-Mails melden: So helfen Betroffene, andere zu schützen

Wer eine verdächtige Erbschafts-Mail erhält, kann sie nicht nur löschen, sondern auch an das Phishing-Radar der Verbraucherzentrale weiterleiten. Unter phishing@verbraucherzentrale.nrw sammelt die Verbraucherzentrale gemeldete Betrugsnachrichten und wertet sie aus, um über aktuelle Maschen zu informieren. Personenbezogene Daten werden dabei anonymisiert.

  • Verdächtige E-Mail weiterleiten: Die Nachricht an das Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW schicken.
  • Missbrauchte Namen melden: Gibt sich der Absender als Unternehmen oder Behörde aus, kann die Nachricht zusätzlich an die betreffende Organisation gemeldet werden.
  • Nicht auf die Mail antworten: Die Meldung sollte über einen unabhängigen Kontaktweg erfolgen, nicht über die Angaben in der verdächtigen Nachricht.

Wer eine Nachricht meldet, trägt so dazu bei, dass andere Internetnutzer vor ähnlichen Betrugsversuchen gewarnt werden können.

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