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Eniwa AG: Die Hitze macht sich in der Rechnung bemerkbar

Дата публикации: 13-10-2026 09:27:19

Die Aarauer Energieversorgerin präsentiert ein positives Halbjahresergebnis. Der aussergewöhnliche Sommer hatte da und dort einen Einfluss.

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Darum geht es
  • Eniwa hat im ersten Halbjahr 2026 ein deutlich besseres Ergebnis erzielt als im Vorjahr.
  • Der Gruppengewinn stieg auf 11,4 Millionen Franken, das operative Ergebnis auf 7 Millionen Franken.
  • Heisses Wetter erhöhte Strom-, Wasser-, Wärme- und Kälteabsatz, während tiefere Energietarife den Umsatz drückten.
Die Eniwa AG verkündete im Juli, dass sie die erste Aargauer Trafostation aus Holz gebaut hat. Sie soll in der Herstellung weniger Treibhausgasemissionen verursachen.Die Eniwa AG verkündete im Juli, dass sie die erste Aargauer Trafostation aus Holz gebaut hat. Sie soll in der Herstellung weniger Treibhausgasemissionen verursachen.

Archivbild: zvg

Ein «erfolgreiches erstes Halbjahr 2026» – so blickt die in Buchs ansässige Aarauer Energieversorgerin Eniwa AG auf die erste Jahreshälfte zurück.

In einer Mitteilung schreibt das Unternehmen, das operative Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern sei gegenüber dem Vorjahr von 6,1 Millionen auf 7 Millionen Franken gestiegen, der Gruppengewinn gar von 4,7 Millionen auf 11,4 Millionen Franken. Beim Eigenkapital ist man stabil unterwegs: Die Eigenkapitalquote lag per 30. Juni 2026 bei 55 Prozent.

Der deutlich höhere Gruppengewinn – eine Steigerung von 6,7 Millionen Franken – wird durch das Finanzergebnis relativiert. Die Eniwa meldet: «Dieses erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von –1,2 Millionen auf 5,2 Millionen Franken.» Was eine Steigerung von 6,4 Millionen Franken bedeutet, welche die Eniwa mit einer positiven Wertschriftenperformance sowie höheren Beteiligungserträgen erklärt.

Mehr Energie, Wasser, Wärme und Kälte

Das Wetter hat dem Unternehmen dabei in die Karten gespielt. Das erste Quartal 2026 sei kalt gewesen, der Sommer danach heiss. Das hat laut Eniwa zu einem höheren Energie- und Wasserabsatz geführt: «Der Stromabsatz Energie stieg gegenüber dem Vorjahr um 7,3 Prozent auf 156 Gigawattstunden (GWh), der Wasserabsatz um 7,9 Prozent auf 1,67 Mio. Kubikmeter.» Auch Wärme und Kälte hätten sich positiv entwickelt: «Der Wärmeabsatz erhöhte sich auf 39,8 GWh, während der Kälteabsatz aufgrund der hohen Temperaturen deutlich auf 7,5 GWh zunahm.» Einzig der Absatz von Erdgas und Biogas ging von 199,7 auf 195,7 GWh um 2 Prozent zurück.

Hans-Kaspar Scherrer, CEO der Eniwa, geht Ende Jahr in den Ruhestand.Hans-Kaspar Scherrer, CEO der Eniwa, geht Ende Jahr in den Ruhestand.

Bild: zvg / Eniwa, Romeo Basler

Unter dem Strich haben vor allem tiefere Energietarife dazu geführt, dass die betriebliche Leistung mit 98,6 Millionen unter dem Vorjahreswert von 102,3 Millionen Franken liegt.

Das Wetter hatte nicht nur einen Einfluss auf den Wasserabsatz, sondern auch auf die Produktion des Wasserkraftwerks Aarau. Aufgrund tieferer Wasserführung betrug die Eigenproduktion aus Wasserkraft 42,9 GWh gegenüber 47,5 GWh im Vorjahr, was einer Abnahme von 9,7 Prozent entspricht.

Investitionen sind auch angestiegen

Der Bereich Elektroinstallationen habe sich gegenüber dem Vorjahr erfreulich entwickelt, schreibt die Eniwa weiter: «Der betriebliche Ertrag lag dank guter Auslastung leicht über dem Vorjahr.» Trotzdem bleiben der weiterhin hohe Margendruck in der Branche und die Konsolidierung im Photovoltaik-Markt spürbar, warnt das Unternehmen. Mehr Freude hat man am Bereich Digital Services, da seien die Nettoerlöse sowie das operative Ergebnis gegenüber der Vorjahresperiode gestiegen: «Gefragt bleiben insbesondere Angebote rund um digitale Infrastruktur wie Darkfiber, Housing und Internet-Dienstleistungen.»

Die Eniwa hat im ersten Halbjahr 2026 12,4 Millionen Franken in die Weiterentwicklung der Infrastruktur investiert, rund 1,6 Millionen Franken mehr als in der Vorjahresperiode: «Schwerpunkte bildeten die Projekte Unterwerk Aarau , der Ausbau des FTTH-Netzes sowie die Fertigstellung der Wärmezentrale Entfelden .»

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