Der Kreis und mehrere Städte haben ihre Webseiten am Mittwoch vom Netz genommen. Hintergrund ist eine weltweite Sicherheitslücke. Nun sind rasche Updates gefragt.
21.10.2026 · 18:09 Uhr
Angreifer könnten nicht aktualisierte PHP-Systeme manipulieren oder Daten abgreifen.
Foto: picture alliance/dpa/Nicolas ArmerRhein-Kreis · Der Kreis und mehrere Städte haben ihre Webseiten am Mittwoch vom Netz genommen. Hintergrund ist eine weltweite Sicherheitslücke. Nun sind rasche Updates gefragt.
Der Rhein-Kreis Neuss sowie mehrere dazugehörige Städte haben am Mittwoch ab 16 Uhr ihre Webseiten vom Netz genommen. Der Schritt steht im Zusammenhang mit einer neu entdeckten, schwerwiegenden Sicherheitslücke. In Neuss ist das Service-Portal weiterhin erreichbar. Die städtischen Seiten von Dormagen und Rommerskirchen waren am Mittwochabend (Stand: 18 Uhr) noch erreichbar.
Die Sicherheitslücke betrifft die weit verbreitete Programmiersprache PHP. Auf ihr basiert ein großer Teil des Internets: von einfachen Blogs über große Nachrichtenportale und komplexe Onlineshops bis zu Content-Management-Systemen wie WordPress. Die Warnung lautet, dass Kriminelle die Schwachstellen ausnutzen könnten. Dadurch gerät das technische Fundament zahlreicher Webseiten und Onlinedienste weltweit ins Wanken.
Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine offizielle Cybersicherheitswarnung herausgegeben. Darin heißt es, dass Sicherheitsupdates rasch installiert werden müssen. Von den Schwachstellen gehe ein großes Bedrohungspotenzial aus.
PHP wird für die Erstellung dynamischer Webseiten genutzt. Ist die Software nicht auf dem neuesten Stand, können Angreifer Systeme manipulieren oder Daten abgreifen. Deshalb müssen Betreiber betroffener Systeme die von den Herstellern bereitgestellten Updates zügig einspielen. Die Warnung richtet sich damit nicht nur an Behörden, sondern an alle Organisationen und Privatpersonen, die PHP-basierte Angebote betreiben.
Meistgelesen
Aktuell wichtig