Nur 10.000 Zahlenkombinationen sind möglich, trotzdem gelten Bankkarten-PINs als sicher. Warum vier Ziffern am Geldautomaten meist völlig ausreichen.

Vier Ziffern sind eigentlich leicht zu knacken, für die EC-Karte reichen sie trotzdem.
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Nur 10.000 Zahlenkombinationen sind möglich, trotzdem gelten Bankkarten-PINs als sicher. Warum vier Ziffern am Geldautomaten meist völlig ausreichen.
Wer mit der Bankkarte Geld abhebt oder bezahlt, gibt meist nur eine vierstellige PIN ein. Das wirkt auf den ersten Blick wenig sicher, und
moderne Passwörtersollten deutlich länger und komplexer sein. Trotzdem gelten PINs am Geldautomaten als zuverlässig geschützt. COMPUTER BILD erklärt, warum vier Zahlen in der Praxis ausreichen, um Ihr Konto zu sichern.
Eine vierstellige PIN besteht aus vier Ziffern, wobei jede Stelle zehn mögliche Werte (0 bis 9) haben kann. Daraus ergeben sich: 10 × 10 × 10 × 10 = 10.000 Kombinationen. Auf den ersten Blick klingt das nicht besonders sicher. Ein Computer könnte eine solche Zahl in Sekunden erraten. Doch bei Geldautomaten gelten andere Bedingungen als bei digitalen Angriffen auf Passwörter.
Begrenzte Anzahl von VersuchenDer wichtigste Schutzmechanismus ist die Begrenzung der Eingabeversuche. In der Regel wird eine Bankkarte nach drei falschen PIN-Eingaben gesperrt oder eingezogen. Ein
Hackerhat also gar nicht die Möglichkeit, alle 10.000 Kombinationen auszuprobieren. Die Wahrscheinlichkeit, eine unbekannte vierstellige PIN innerhalb von drei Versuchen zufällig zu erraten, beträgt lediglich 3 von 10.000, also nur 0,03 Prozent. Das entspricht einem Erfolg bei 3333 Durchgängen mit drei Versuchen.
Ein weiterer Schutzfaktor am Geldautomaten: Die PIN funktioniert nicht allein. Für eine erfolgreiche Abhebung werden normalerweise zwei Dinge benötigt:
Sicherheitsexperten sprechen hier von einer Zwei-Faktor-Authentifizierung: Besitz (die Karte) und Wissen (die PIN). Selbst wenn jemand die PIN kennt, benötigt er zusätzlich die Karte. Umgekehrt nützt eine gestohlene Karte wenig, wenn die PIN unbekannt ist.
Warum keine längeren PINs?Eine längere PIN würde die Sicherheit theoretisch erhöhen. Eine sechsstellige PIN hätte bereits eine Million mögliche Kombinationen. Allerdings müssen Banken auch die Benutzerfreundlichkeit berücksichtigen. Eine vierstellige PIN bietet einen guten Kompromiss zwischen Sicherheit und Komfort.
Die größte Gefahr ist der MenschIn der Praxis werden PINs selten durch Ausprobieren geknackt. Häufiger entstehen Probleme durch menschliche Fehler:
Deshalb empfehlen Banken, die PIN niemals weiterzugeben und bei der Eingabe das Tastenfeld mit der Hand abzudecken.
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