Samsungs Smartphone-Flaggschiff per E-Mail gehackt: Sicherheitsforscher zeigten bei einem Wettbewerb einen Angriff, der allein durch den Empfang einer Mail Schadcode ausführt. Auch Googles Pixel 10 könnte betroffen sein.

Sicherheitsforscher fanden mehrere Schwachstellen im Samsung Galaxy S26.
Foto: SOPA/Getty Images
Samsungs Smartphone-Flaggschiff per E-Mail gehackt: Sicherheitsforscher zeigten bei einem Wettbewerb einen Angriff, der allein durch den Empfang einer Mail Schadcode ausführt. Auch Googles Pixel 10 könnte betroffen sein.
Sicherheitsforscher haben auf dem Hacker-Wettbewerb
Pwn2Own Ireland 2026ein
Samsung Galaxy S26allein durch den Versand einer E-Mail kompromittiert. Für den Angriff musste das Opfer weder auf einen Link klicken noch einen Anhang öffnen. Dem japanischen Sicherheitsunternehmen
Ikotas Labsgelang es, auf dem Smartphone aus der Ferne eigenen Code auszuführen. Dafür kombinierten die Experten insgesamt vier
Sicherheitslücken. Nur eine davon war Samsung bereits bekannt, die übrigen gelten als bisher unbekannte
Zero-Day-Schwachstellen.
Nach Angaben der Forscher genügte das Versenden einer einzelnen E-Mail, um die Angriffskette auszulösen. Anschließend konnten sie auf dem Gerät Schadcode ausführen. Zudem wollen die Experten eine weitere, bislang unveröffentlichte Methode kennen, mit der sich die Rechte auf dem Smartphone weiter ausweiten lassen. Für die erfolgreiche Demonstration erhielt Ikotas Labs bei dem Wettbewerb ein Preisgeld von 11.000 US-Dollar (etwa 9.800 Euro).
Auch Google-Handys betroffen?Besonders brisant: Laut Ikotas könnte dieselbe Zero-Day-Lücke nicht nur Samsung-Geräte treffen. Auch Googles aktuelles
Pixel-10-Smartphonesoll betroffen sein. Technische Details halten die Forscher derzeit noch unter Verschluss, damit Hersteller die Schwachstellen schließen können. Noch steht nicht fest, welche Komponenten betroffen sind und wie hoch die Gefährdung offiziell eingestuft wird. Die Organisatoren von Pwn2Own haben bisher keine CVE-Nummern oder technischen Einzelheiten veröffentlicht.
Das Galaxy S26 stand bei Pwn2Own besonders im Fokus. Insgesamt wurden bei dem Wettbewerb drei erfolgreiche Angriffe auf das Smartphone gezeigt. Dabei sollen insgesamt fünf bislang unbekannte Schwachstellen entdeckt worden sein. Samsung dürfte nun unter Druck stehen, die Fehler möglichst schnell zu beheben. Bis entsprechende Sicherheitsupdates verfügbar sind, bleibt allerdings unklar, ob die Schwachstellen bereits außerhalb des Wettbewerbs ausgenutzt werden könnten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann eine
Virenschutz-Appinstallieren.
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