Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Deep Purple im Hallenstadion: Alle warten auf das Feuer

Дата публикации: 17-10-2026 07:35:21

Die Rockband lieferte in Zürich ein engagiertes, energisches Konzert. Und spielte natürlich ihren Schweizer Song.

Основное содержимое страницы с новостью.

Deep Purple im Hallenstadion: Alle warten auf das Feuer

Die Rockband lieferte in Zürich ein engagiertes, energisches Konzert. Und spielte natürlich ihren Schweizer Song.

Jean-Martin Büttner17.10.2026, 09.35 Uhr

3 Leseminuten


Roger Glover und Simon McBride haben weiterhin grossen Spass auf der Bühne, hier am Montreux Jazz Festival im Juli.

Roger Glover und Simon McBride haben weiterhin grossen Spass auf der Bühne, hier am Montreux Jazz Festival im Juli.

Cyril Zingaro / Keystone

Am Freitagabend in Oerlikon galt es zwei Keyboardsolos und ein ebenso überflüssiges Gitarrensolo zu überstehen – und dazu gleich vier Stücke der neuen Platte. Das klingt abschreckend bei einer Gruppe, die seit Ende der Sechziger unterwegs ist, ihre beste Zeit in den Siebzigern erlebte und dazu ihre beiden wichtigsten Mitglieder verloren hat, den Keyboarder Jon Lord und den Leadgitarristen Ritchie Blackmore. Zusammen kreierten diese mit einer Kombination von Hammondorgel und harter E-Gitarre den Sound von Deep Purple.

Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen

NZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.

Bitte passen Sie die Einstellungen an.

Von Blackmore stammt auch das berühmteste Riff der Band, eine Abfolge von vier verzerrten Powerakkorden. Das Lied dazu heisst «Smoke on the Water» und ist der bekannteste Hardrocksong der Welt. Die Band spielt ihn im Hallenstadion gegen Ende ihres Auftritts, und die Leute im Saal, die das Konzert bis dahin ohne Aufregung hinnahmen, singen den Refrain mit über den Rauch auf dem Wasser und dem Feuer im Himmel. Da das vorangegangene Konzert engagiert daherkam, nimmt man den grössten Hit der Band mit Wohlwollen entgegen.

Rauch über dem See

Umso mehr, als der Song eine Schweizer Begebenheit besingt, die sich im Dezember vor 55 Jahren am Ufer des Lac Léman ereignete. Damals fing das Kasino von Montreux Feuer, während Frank Zappa und seine Mothers ihr Konzert beendeten und die Musiker von Deep Purple im Publikum sassen. Ein Idiot im Publikum hatte eine Brandpistole gezündet. «Some stupid jerk with a flare gun», heisst es im Song, «burned the place to the ground». Niemand wurde verletzt, aber das Kasino brannte aus.

Am französischen Ufer des Léman sah der Bassist Roger Glover den Rauch über dem See aufsteigen und dachte sich den Refrain des Songs aus, die Strophen schrieb er dann mit dem Sänger Ian Gillan. Weil das Lied den Brand wie eine lokale Reportage übermittelt, hörte die Band keinen Hit heraus und musste von ihrem Konzertpublikum auf das Offensichtliche hingewiesen werden.

Das Konzert am Freitag gelingt besser als frühere Versuche der Band, ihre erfolgreiche Vergangenheit mit einer mediokren Gegenwart zu versöhnen. Erstens verstehen die beiden neuen Musiker ihr Handwerk. Der Keyboarder Don Airey und der Gitarrist Simon McBride spielen ihre Instrumente virtuos, wenn auch ohne die Effizienz ihrer Vorgänger.

Zweitens gibt Ian Gillan als Sänger, was er kann, auch wenn er nicht mehr so schreien kann wie früher und man seine vokalen Exzesse vermisst. Und drittens trägt die Band auch die deutlich schwächeren Songs ihrer späteren Karriere energisch vor, zumal sie es mit älterem Material aus den siebziger Jahren durchsetzt – mit dem Song «Lazy» aus dem «Machine Head»-Album als Höhepunkt des Abends.

Zwei Jahrzehnte wirken nach

In den Siebzigern gehörten Deep Purple zu den besten Vertretern ihres Genres, weil sie gut strukturierte, dynamisch abgestufte Songs schrieben, deren harte Riffs mit Gillans melodischen Gesangslinien kontrastierten. Wie stark die Sechziger und Siebziger bis heute nachwirken, machen schon die jungen Musiker der britischen Band Jayler im Vorprogramm klar; ihr Sänger James Bartholomew bezieht sich dermassen offensichtlich auf Robert Plant von Led Zeppelin, dass man von einer geborgten Identität sprechen muss.

Dass Deep Purple kein überragendes Konzert gelingt, war beim Alter der Musiker zu erwarten. Dass ihr Konzert trotz manchen Längen nicht peinlich wirkt, hat einen einfachen Grund: Man merkt den Männern auf der Bühne an, dass sie ihre Arbeit gerne machen – immer noch.

Passend zum Artikel

Die Wiederveröffentlichung des Deep-Purple-Albums «Machine Head» erinnert an eine der berühmtesten Legenden der Rock-Geschichte. Tatsächlich klingt das Werk auch heute noch frisch.

Die britischen Rocker haben in der Pandemiepause ein Cover-Album aufgenommen. Die Basslinien für «Turning to Crime» hat Roger Glover in seinem Haus in Frick eingespielt.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Группа Kiss дала концерт прощального тура в Петербурге0012-06-2019
2Metallica исполнила "Группу крови" на концерте в "Лужниках"0021-07-2019
3⚡️ ЭПОХАЛЬНОЕ ВОССОЕДИНЕНИЕ: [club29095684|РИЧИ БЛЭКМОР] И DEEP PURPLE ЗАРЫЛИ ТОПОР ...010.313-08-2026
4Die Toten Hosen lassen es im Olympiastadion zum Abschied noch mal krachen010.8912-07-2026
5Uriah Heep в Москве. 100 минут драйва, новинок и классики0010-12-2018
6Группа "Чайф" выступила на крыше мэрии Екатеринбурга в День города0015-08-2020
7Зрители подрались на концерте «Ленинграда»01016-08-2026
8Гленн Хьюз: сейчас я пою в десять раз лучше, чем во времена Deep Purple0020-11-2018
9На станции метро "Арбатская" состоялся концерт0008-07-2023

Классификация: Культура. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 10. Источник: www.nzz.ch.