Eine 64-jährige US-Amerikanerin besteigt nach dem Verlust ihres Mannes die höchsten Gipfel der Welt. Mit dem Everest-Erfolg rückt ihr großes Ziel in greifbare Nähe.
Eine 64-jährige US-Amerikanerin besteigt nach dem Verlust ihres Mannes die höchsten Gipfel der Welt. Mit dem Everest-Erfolg rückt ihr großes Ziel in greifbare Nähe.
Eva Steinwald verfolgt ein außergewöhnliches Ziel im alpinen Extrem-Bergsport. Die US-Amerikanerin bereitet sich darauf vor, die jeweils höchsten Erhebungen aller sieben Kontinente zu meistern, wie die US-Zeitschrift „People“ berichtet. Im Mai 2025 stand die Bergsteigerin im Alter von 63 Jahren auf dem Gipfel des Mount Everest und galt damit zwischenzeitlich als älteste US-Amerikanerin auf dem höchsten Punkt der Erde, ehe sie nur fünf Tage später von der 66-jährigen Susan Agar abgelöst wurde.
Der Auslöser für das ehrgeizige Vorhaben war ein persönlicher Verlust. Nach dem plötzlichen Tod ihres Ehemannes im Jahr 2018 entschied sich Steinwald gegen den Stillstand in der Trauer.
Trotz einer bestehenden Höhenangst wagte sie erste Aufstiege auf US-Gipfel und fand in den extremen körperlichen Herausforderungen neue Lebensfreude: „Ich wollte das Leben fühlen, das Leben schmecken und mich wieder lebendig fühlen“. Wie sie gegenüber „People“ erklärt, dient das Bergsteigen auch dem Gedenken an ihren verstorbenen Partner.
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Mittlerweile hat Eva Steinwald fünf der sogenannten Seven Summits bewältigt, darunter den Aconcagua in Südamerika, den Denali in Nordamerika, den Kilimandscharo in Afrika, den Mont Blanc (als Ersatz für den Elbrus) und den Mount Everest. Neben sportlichen Meilensteinen nutzt sie die Expeditionen ihres Projekts „7 Summits x 70“, um auf das weltweite Schmelzen der Gletscher aufmerksam zu machen.
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Zur Vollendung der Serie fehlen ihr noch zwei weitere Gipfel der Seven-Summits-Liste, darunter die Carstensz-Pyramide in Ozeanien und das Vinson-Massiv in der Antarktis. Ihre Geisteshaltung fasst sie in einem klaren Leitspruch zusammen. „,Kann nicht‘ ist ein Glaube. ,Muss‘ ist eine Entscheidung.“, so die Sportlerin auf ihrer eigenen Homepage.
Die Seven Summits gelten als anspruchsvolles Bergsteigerprojekt: Während manche Gipfel vor allem Ausdauer verlangen, erfordern andere technische Kletterkenntnisse und Erfahrung mit Gletschern. Besonders die Höhe birgt Risiken. Laut dem Deutschen Alpenverein (DAV) kann eine Höhenkrankheit bereits ab etwa 2500 Metern auftreten – auch bei gut trainierten Menschen. Entscheidend ist deshalb eine langsame Akklimatisierung, bei der sich der Körper an den geringeren Sauerstoffgehalt anpassen kann.
Der DAV betont, dass selbst erfahrene und fitte Bergsteiger nicht vor Höhenkrankheit geschützt sind. Eine gute Vorbereitung ist daher wichtig, ersetzt aber nicht die Anpassung an die Höhe.