Das Gerätewerk von Siemens in Erlangen soll zur Blaupause für den Einsatz von KI in der Industrie ausgebaut werden. Wie die beiden Konzerne dabei voneinander profitieren wollen.

Siemens-Gerätewerk in Erlangen: Der erste Schritt ins Industrial Metaverse. Foto: Siemens AG
Erlangen. Im Rahmen seiner Investitionstour durch Europa hat der US-Tech-Konzern Nvidia auch im Siemens-Vorzeigewerk in Erlangen Station gemacht. Die beiden Unternehmen präsentierten am Montag eine Reihe von neuen KI-Lösungen für die Industrie und kündigten eine Vertiefung der Partnerschaft an.
„Die historische Chance für Deutschland und Europa liegt darin, Künstliche Intelligenz aus den Rechenzentren in die Fabriken zu bringen – und dort im industriellen Maßstab einzusetzen“, sagte Siemens-Industrievorstand Cedrik Neike. Gemeinsam wolle man das Gerätewerk in Erlangen zu einer „Blaupause für autonome Fabriken in der ganzen Welt machen“, ergänzte Nvidia-Vizepräsident Rev Lebaredian.
Nvidia wirbt in diesen Tagen intensiv um Politik und Unternehmen in Europa. Der US-Konzern baut bestehende Partnerschaften aus und kündigt neue Kooperationen an. Seine Chips bilden häufig die Grundlage für KI-Rechenzentren und KI-Lösungen. Geplant ist zudem eine Partnerschaft mit der Bundesregierung zur Entwicklung von KI-Modellen für die Industrie, wie das Handelsblatt exklusiv berichtete. In dieser Woche wollen sich außerdem zahlreiche Unternehmen auf einem Ableger der Nvidia-Hausmesse GTC in Berlin enger an den US-Konzern binden.
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