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Keine «Steuerferien» für ausländische Grossunternehmen im Kanton Zürich

Дата публикации: 13-10-2026 03:00:00

Zugezogene Firmen könnten während zehn Jahren von Steuererleichterungen profitieren. Doch es gibt keine Anträge.

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Keine «Steuerferien» für ausländische Grossunternehmen im Kanton Zürich

Zugezogene Firmen könnten während zehn Jahren von Steuererleichterungen profitieren. Doch es gibt keine Anträge.

13.10.2026, 05.00 Uhr

2 Leseminuten


Zürich boomt auch ohne Steuererleichterungen für neue Unternehmen.

Zürich boomt auch ohne Steuererleichterungen für neue Unternehmen.

Michael Buholzer / Keystone

Wenn man Schweizer Standortförderer fragt, warum sich ausländische Unternehmen im Land niederliessen, werden immer wieder die gleichen Punkte genannt. Etwa die führenden Universitäten und die Verfügbarkeit von Fachkräften, die Cluster mit ähnlichen Unternehmen, die Sicherheit und Stabilität, die Lage im Herzen Europas oder die Lebensqualität.

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Weniger gern spricht man über handfeste steuerliche Vorteile, die den Zuzügern gewährt werden können: In der Schweiz ist es den Kantonen offiziell erlaubt, einem neuen ausländischen Unternehmen während bis zu zehn Jahren Steuererleichterungen zu gewähren. Auch die Standortgemeinde muss jeweils zustimmen.

Steuerdumping oder Wirtschaftsförderung?

Diese Regel ist politisch umstritten. Linke Kreise sehen darin eine Form von Steuerdumping. Dem Staat würden Einnahmen entgehen, die sonst in den Service public flössen. Aus bürgerlicher Sicht sind Steuererleichterungen hingegen ein bewährtes Instrument, um neue Unternehmen anzulocken und Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Zürcher Kantonsregierung hat nun aufgrund einer Anfrage der SP im Kantonsparlament ein Licht auf dieses Instrument geworfen. Nach einem Artikel in der «NZZ am Sonntag» wollte die Partei unter anderem wissen, wie oft in den letzten zehn Jahren im Kanton Zürich von der Sonderregel Gebrauch gemacht worden sei und auf wie viele Steuern der Kanton in der Folge habe verzichten müssen.

Die Antwort des Regierungsrats fällt kurz und knapp aus: Es gab in den letzten zehn Jahren kein einziges Gesuch für eine Steuererleichterung für zugezogene Unternehmen.

Dies dürfte mit den recht strengen Regeln zu tun haben, die für solche «Steuerferien» beachtet werden müssen. So darf ein Unternehmen nichts produzieren oder anbieten, was bereits von einem ordentlich besteuerten Konkurrenten angeboten wird. Dies aus Gründen der Rechtsgleichheit und der Wettbewerbsneutralität, wie der Regierungsrat betont.

Dies bedeute, dass Steuererleichterungen in der Regel nur grösseren ausländischen Unternehmen zugestanden werden könnten, die in einem neuen Geschäftsbereich tätig seien und beabsichtigten, zahlreiche Arbeitsplätze zu schaffen. Das schränkt den Kreis stark ein.

Die «NZZ am Sonntag» hatte berichtet, dass das Instrument vor allem in der Westschweiz und in eher ländlichen Kantonen beliebt sei. So sagte der Kanton Basel-Landschaft auf Anfrage der Zeitung, dass zwischen 2016 und 2025 «weniger als dreissig Gesuche» bewilligt worden seien.

Das heisst nicht, dass es im Kanton Zürich gar keine Steuererleichterungen für Grossunternehmen gibt. Sie können etwa im Rahmen der OECD-Mindestbesteuerung bestimmte Abzüge vornehmen, zum Beispiel für Forschung und Entwicklung. So kann die im Kanton Zürich besonders hohe Steuerbelastung für Unternehmen gelindert werden.

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