Bis am Sonntag findet in der Basler St. Jakobshalle zum dritten Mal die Swiss Darts Trophy statt, zu der auch die weltbesten Dartprofis kommen. Alle News und Reaktionen finden Sie hier in unserem Newsblog.
21:15 Uhr11. OktoberClayton gewinnt den Final gegen Humphries
Jonny Clayton gewinnt in Basel zum vierten Mal ein Turnier auf der European Tour.Bild: Swiss Darts Trophy
Ohne Pausen pfeffern die beiden Finalisten ihre Pfeile in die Scheibe. Jonny Clayton legt jeweils vor und bis zum 5:4 bringen beide Profis ihre Legs durch. Dann kann Clayton seinem englischen Kontrahenten erstmals den Anwurf abnehmen. Es ist die Vorentscheidung. Denn dank seiner Doppelquote von 62 Prozent kann Clayton auch den leicht tieferen Average ausmerzen und den Final mit 8:4 gewinnen. Der Waliser gewinnt damit zum vierten Mal ein Event auf der European Tour und streicht 35'000 Pfund Preisgeld ein.
20:10 Uhr11. OktoberClayton zieht in den Final ein, dort kommt es zum Duell mit Humphries
In einem hochstehenden Duell zwischen der Nummer 3 und der Nummer 6 der Welt setzt sich am Ende mit Jonny Clayton der schlechter Klassierte mit 7:4 durch. Ein 161er-Finish zum 4:3 bringt den Waliser gegen den niederländischen Vizeweltmeister Gian van Veen auf die Siegerstrasse. Der um acht Punkte höhere Average von 105 macht dann den Sack zu.
Keine Zweifel lässt – nach einem Fehlstart und einem 0:2‑Rückstand – Favorit Luke Humphries aufkommen. Im zweiten Halbfinal gegen den Überraschungs-Österreicher Mensur Suljovic (Weltnummer 56) geht die Nummer 2 der Welt aus England aufgrund der deutlich höheren Scoringpower (111 Average) am Ende mit 7:4 als Sieger von der Bühne, auf die er in wenigen Minuten erneut schreiten wird. Dann steht der Final gegen Jonny Clayton an.
Achtelfinal: Josh Rock (NIR) – Karel Sedláček (CZE) 2:6. Jonny Clayton (WAL) – Rob Cross (ENG) 6:4. Jeffrey de Graaf (SWE) – Bradley Brooks (ENG) 3:6. Gian van Veen (NED) – Tom Bissell (ENG) 6:4.
Mensur Suljović (AUT) – Ross Smith (ENG) 6:5. Dirk van Duijvenbode (NED) – Michael Smith (ENG) 6:3. Damon Heta (AUS) – Cristo Reyes (ESP) 4:6. Luke Humphries (ENG) – Krzysztof Ratajski (POL) 6:0.
Viertelfinal: Sedláček - Clayton 2:6. Brooks - Van Veen 5:6. Suljović - Van Duijvenbode 6:1. Reyes - Humphries.
Halbfinal: Clayton - Van Veen 7:4. Suljovic - Humphries 4:7.
Final: Clayton - Humphries 8:4.
19:21 Uhr11. OktoberDas Suljovic-Märchen geht weiter
Mensur Suljovic lässt in Basel die Muskeln spielen.Swiss Darts Trophy
Der Österreicher Mensur Suljovic hat noch nicht genug. Die 54-jährige Nummer 56 der Welt besiegt mit dem Niederländer Dirk van Duijvenbode bereits den vierten höher klassierten Gegner in Basel und steht erstmals in diesem Jahr im Halbfinal eines European-Tour-Events. Mit einem Weltklasse-Average von 102 überrollt Suljovic seinen Gegner und zieht mit 6:1 in die Runde der letzten Vier ein.
Dort trifft der Österreicher auf die Nummer 2 der Welt, Luke Humphries. Der 31-jährige Engländer setzt sich in seinem Viertelfinal gegen den Spanier Cristo Reyes (Weltnummer 71) durch, der erst in diesem Jahr auf die Pro-Tour zurückgekehrt ist. Mit 6:3 zieht Humphries nach einem Break des Spaniers zum Start doch noch souverän in den Halbfinal ein.
18:24 Uhr11. OktoberClayton steht im Halbfinal und trifft dort auf van Veen
Das Märchen des Nachrückers Karel Sedlacek ist beendet. Gegen die Nummer 6 der Welt, den Waliser Jonny Clayton, war der Tscheche (Weltnummer 48) chancenlos und verliert mit 2:6. Damit steht der erste Halbfinalist der Swiss Darts Trophy 2026 fest.
Dort trifft Clayton auf Vizeweltmeister Gian van Veen. Gegen den englischen Überraschungsviertelfinalisten Bradley Brooks (Weltnummer 62), der noch nie zuvor in einem Viertelfinal der European Tour gestanden hatte, dreht die Nummer 3 der Welt ein 0:3 und gewinnt am Ende noch mit 6:5. Dabei profitiert van Veen allerdings auch von vier verworfenen Matchdarts seines Gegners.
14:27 Uhr11. OktoberSuljovic nimmt auch die nächste Hürde
Kein Spieler hat in diesem Jahr auf der European Tour so viel Preisgeld verdient wie Ross Smith, der die Turniere von Riesa und Budapest gewann. Der 37-jährige Engländer (Weltnummer 15) bekommt es im Achtelfinale von Basel mit dem österreichischen Publikumsliebling Mensur Suljovic (Weltnummer 56) zu tun. Die beiden liefern sich ein nervenaufreibendes Duell, das Suljovic trotz eines 3:5-Rückstandes und zwei Matchdarts von Smith im Decider mit 6:5 gewinnt. Die St. Jakobshalle hat den langsam spielenden Österreicher, der vor jedem Wurf mit den Fingern durch die Luft wackelt, längst ins Herz geschlossen. Auch dank der Unterstützung des Publikums steht Suljovic erstmals in diesem Jahr im Viertelfinale eines European-Tour-Events. Dass der Österreicher das Publikum vor seinem eigenen Matchdart anstachelt, betitelt Smith im Anschluss allerdings als unsportlich. Suljovic weist diese Vorwürfe im Siegerinterview als «Quatsch» zurück.
17:48 Uhr11. OktoberGalerie: Die schönsten Verkleidungen
13:31 Uhr11. OktoberDas Favoritensterben geht auch am Sonntag weiter
Die Nachmittagssession hat gleich die nächsten Überraschungen bereit. Zum Auftakt gewinnt Karel Sedlacek (Rang 48) gegen Josh Rock (8) mit 6:2. Mit Bradley Brooks zieht auch die Nummer 62 der Welt gegen Jeffrey de Graaf (43) ins Viertelfinale ein. Mit Jonny Clayton (6) setzt sich immerhin einer der Topfavoriten durch. Der Waliser gewann gegen Ex-Weltmeister Rob Cross (22), obwohl er sowohl den schlechteren Average als auch die schwächere Doppelquote hatte. Auch Vizeweltmeister Gian van Veen (3) steht nach dem Sieg über Tom Bissell unter den letzten Acht.
22:47 Uhr10. OktoberDas Achtelfinal-Programm am Sonntagnachmittag
Ab 12 Uhr:
Josh Rock (NIR) – Karel Sedláček (CZE)
Jonny Clayton (WAL) – Rob Cross (ENG)
Jeffrey de Graaf (SWE) – Bradley Brooks (ENG)
Gian van Veen (NED) – Tom Bissell (ENG)
Mensur Suljović (AUT) – Ross Smith (ENG)
Dirk van Duijvenbode (NED) – Michael Smith (ENG)
Damon Heta (AUS) – Cristo Reyes (ESP)
Luke Humphries (ENG) – Krzysztof Ratajski (POL)
21:47 Uhr10. OktoberÖsterreicher schockt van Gerwen
Michael van Gerwen kommt in der St. Jakobshalle nicht auf Touren.Bild: Keystone
Die Swiss Darts Trophy 2026 ist keine für die Favoriten. Auch der dreifache Weltmeister Michael van Gerwen kann nach nur einem Auftritt bereits wieder die Koffer packen. Gegen den Österreicher Mensur Suljovic verliert ein fehlerhafter «Mighty Mike» 4:6 und kann damit zum vierten Mal in Serie nicht gegen den Wiener gewinnen. Statt der Nummer 9 der Welt steht die Nummer 56 jetzt in der Runde der letzten Sechzehn am Sonntag. Van Gerwens erster Auftritt in Basel endet dagegen mit einer herben Enttäuschung.
Nachmittagssession. Krzysztof Ratajski (POL) – Stefan Bellmont (SUI) 6:2. Wessel Nijman (NED) – Karel Sedláček (CZE) 4:6. Luke Woodhouse (ENG) – Rob Cross (ENG) 4:6. Martin Schindler (GER) – Tom Bissell (ENG) 4:6. Ryan Searle (ENG) – Cristo Reyes (ESP) 4:6. Ross Smith (ENG) – William O’Connor (IRL) 6:4. Chris Dobey (ENG) – Bradley Brooks (ENG) 4:6. Jermaine Wattimena (NED) – Michael Smith (ENG) 4:6.
Abendsession: Josh Rock (NIR) – Dave Chisnall (ENG) 6:5. Stephen Bunting (ENG) – Jeffrey de Graaf (SWE) 4:6. James Wade (ENG) – Dirk van Duijvenbode (NED) 5:6. Jonny Clayton (WAL) – Maik Kuivenhoven (NED) 6:1. Michael van Gerwen (NED) – Mensur Suljović (AUT) 4:6. Luke Humphries (ENG) – Kevin Doets (NED) 6:5. Gian van Veen (NED) – Niko Springer (GER) 6:0. Danny Noppert (NED) – Damon Heta (AUS) 3:6.
20:03 Uhr10. OktoberBunting verpasst die Titelverteidigung
Stephen Bunting gewann vor einem Jahr die Swiss Darts Trophy.Bild: Imago
Stephen Bunting will seinen Titel von Basel verteidigen. Doch dem 41-jährigen Engländer gelingt der Auftakt ins Turnier nicht. Gegen den Schweden Jeffrey de Graaf geht «The Bullet» früh 1:4 in Rückstand. Zwar kann sich die Nummer 13 der Welt steigern, doch de Graaf reagiert auf den 4:4-Ausgleich und wirft den Titelverteidiger mit 6:4 aus dem Turnier. Damit bekommt die Swiss Darts Trophy 2026 einen neuen Sieger.
18:12 Uhr10. OktoberDebüt-Sieger Schindler schon raus
Martin Schindler kann in diesem Jahr nicht erneut in Basel vor Freude in die Höhe springen.Bild: Keystone
In der Nachmittagssession erwischt es sechs von acht gesetzten Spielern, die in der Weltrangliste eigentlich besser klassiert sind. Doch die Matcherfahrung und das Erfolgserlebnis auf der Bühne am Freitag zahlen sich für die Underdogs in diesem Jahr in Basel offenbar aus.
Auch der deutsche Swiss-Darts-Trophy-Sieger von 2024, Martin Schindler, verliert sein Sechzehntelfinal-Duell. Tom Bissell ist auf die Doppel konstanter unterwegs und zieht mit 6:4 ins Achtelfinale ein. Auch die gesetzten Wessel Nijman, Vorjahresfinalist Luke Woodhouse, der Finalist von 2024 Ryan Searle, Chris Dobey und Jermaine Wattimena müssen nach nur einem Spiel direkt die Heimreise antreten.
13:07 Uhr10. OktoberBellmont hat gegen Ratajski keine Chance
Stefan Bellmont freut sich am Freitagabend über seinen ersten Sieg in Basel. Am Samstag kann der Chamer aber nicht an die Leistung anknüpfen.Bild: Keystone
Die Schweizer Nummer 1 eröffnet die Sechzehntelfinals, die alle am Samstag ausgetragen werden. Stefan Bellmont bekommt es mit der Nummer 19 der Welt, dem Polen Krzysztof Ratajski zu tun. «The Polish Eagle» gewann in diesem Jahr das European-Tour-Event von Leverkusen, er verlor aber vor zwei Jahren in Basel bereits gegen Underdog Bruno Stöckli.
Gegen «Belli» bekundet der Pole allerdings kaum Probleme. Mit zwei frühen Breaks stellt er die Weichen direkt auf Sieg. Zwar kann Bellmont von verpassten Matchdarts von Ratajski profitieren und noch etwas aufholen. Doch am Ende verliert der letzte Schweizer im Turnier mit 2:6. Sowohl beim Average (90:84) als auch bei der Doppelquote (40:29 Prozent) kann Bellmont heute nicht an die Leistung von Freitag anknüpfen. Damit bleibt es dabei, dass auch bei der dritten Austragung der Swiss Darts Trophy kein Schweizer im Achtelfinal steht.
13:16 Uhr10. OktoberO'Connor bringt Käfer zur Strecke
Der Ire William O'Connor hat am Freitag für eine Szene gesorgt, die direkt viral ging. In seinem Erstrunden-Duell mit dem Finnen Jani Haavisto flog ein Käfer auf das Doppel-Vier-Segment der Dartsscheibe und störte den 40-Jährigen beim Wurf. O'Connor hielt inne, sprach mit dem Offiziellen und wartete, bis das Insekt auf dem Boden in der Nähe der Abwurflinie landete, ehe er den Eindringling mit einem Tritt zur Strecke brachte. Anschliessend kehrte er zum Oche zurück, um im zweiten Versuch die Doppelvier zu treffen und 1:0 in Führung zu gehen.
22:28 Uhr9. OktoberAlex Fehlmann verliert gegen Damon Heta
Alex Fehlmann kann auch bei seinem zweiten Auftritt in Basel nicht für eine Sensation sorgen.Bild: Imago/Harald Bremes
Als letzter Schweizer betritt der 49-jährige Aargauer Alex Fehlmann die Bühne. Er duelliert sich mit der Nummer 21 der Welt, dem Australier Damon Heta, der dank einer Ausnahmebewilligung auf der European Tour spielen darf. Wie Stöckli und Bellmont qualifizierte sich auch Fehlmann zum zweiten Mal für die Swiss Darts Trophy 2026. 2024 verlor er gegen den Letten Madars Razma 3:6. Und auch in diesem Jahr gelingt dem Qualifikanten kein Exploit.
Fehlmann kassiert gleich zu Beginn ein Break. Zwar kann er dieses kontern, doch mit dem Scoring kommt der Schweizer (82) nie an den Australier (95) heran, weshalb das Ergebnis mit 6:2 am Ende ein deutliches ist.
1. Runde: Andrew Gilding (ENG) – Stefan Bellmont (SUI) 3:6. Jeffrey de Graaf (SWE) – Sietse Lap (NED) 6:4. Dave Chisnall (ENG) – Alan Soutar (SCO) 6:5. Raymond van Barneveld (NED) – Maik Kuivenhoven (NED) 3:6. Dirk van Duijvenbode (NED) – Bruno Stöckli (SUI) 6:3. Michael Smith (ENG) – Rob Owen (WAL) 6:4. Damon Heta (AUS) – Alex Fehlmann (SUI) 6:2. Kevin Doets (NED) – Nick Kenny (WAL) 6:3.
1. Runde. Niels Zonneveld (NED) – Bradley Brooks (ENG) 4:6.William O'Connor (IRL) – Jani Haavisto (FIN) 6:1. Mensur Suljovic (AUT) – György Jehirszki (HUN) 6:3. Sebastian Bialecki (POL) – Karel Sedlacek (CZE) 4:6. Niko Springer (GER) – Roman Wellinger (SUI) 6:1. Joe Cullen (ENG) – Tom Bissell (ENG) 5:6. Cameron Menzies (SCO) – Cristo Reyes (ESP) 4:6. Rob Cross (ENG) – Mario Vandenbogaerde (BEL) 6:3.
21:29 Uhr9. Oktober«The Beast» kann nicht erneut zubeissen
Bruno Stöckli (links) lässt sich für seinen guten Auftritt in Basel von den Fans und Gegner Dirk van Duijvenbode (rechts) feiern.Bild: Keystone
Der dritte Schweizer, der sich an der dritten Swiss Darts Trophy mit den Weltbesten messen darf, ist der 55-jährige Thuner Bruno Stöckli. Vor zwei Jahren sorgte «The Beast» mit seinem Sieg gegen Krzysztof Ratajski für die grosse Sensation. In diesem Jahr steht er dem niederländischen Auberginenfarmer Dirk van Duijvenbode gegenüber.
Die Nummer 20 der Welt bekundet gegen den frenetisch angefeuerten Schweizer Publikumsliebling zu Beginn Probleme. Doch nach der 2:1-Führung Stöcklis steigert sich van Duijvenbode und gewinnt letztlich vor allem aufgrund der besseren Checkout-Quote 6:3, obwohl Stöckli mit starken 98 den besseren Average spielt.
«Die Doppel haben den Ausschlag gegeben», sagt Stöckli, der sich kurz nach der Niederlage dennoch über seinen «guten Auftritt» freut. Vor allem die Stimmung in Basel, wo Stöckli seit seinem ersten Heimsieg vor zwei Jahren Publikumsliebling ist, mache es immer wieder toll, hier auf der Bühne zu stehen.
18:58 Uhr9. OktoberDie Schweizer Nummer 1 bringt die Halle zum Beben
Stefan Bellmont (rechts) setzte sich in der finalen Qualifikationsrunde am Donnerstag gegen seinen World-Cup-of-Darts-Teamkollegen Marcel Walpen (links) durch.Bild: Imago
Durch den Gewinn der Challenge Tour sicherte sich der Schweizer Darts-Pionier Stefan Bellmont 2025 für zwei Jahre die Tour Card und damit die Teilnahme an zahlreichen Profi-Events. Als Nummer 127 der Welt ist der 37-jährige Chamer der erste und aktuell einzige Schweizer Dartsprofi. Sein Gegner zum Auftakt der Abendsession der dritten Swiss Darts Trophy ist Andrew Gilding. Der 55‑jährige Engländer ist in der Weltrangliste genau 100 Plätze besser klassiert.
Bereits im ersten Leg schnappt sich «Goldfinger» den Anwurf von «Belli». Doch der Schweizer steigert sich nach nervösem Beginn und kann kurz darauf zum 3:3 breaken. Auch in der Folge ist Bellmont der bessere Spieler mit dem höheren Average und einer guten Doppelquote.
Wie schon in der finalen Qualifikationsrunde am Donnerstag gegen World-Cup-of-Darts-Teamkollege Marcel Walpen dreht Bellmont auch diese Partie nach einem Rückstand. «Ich bin ein Spätzünder und brauche immer etwas, um ins Spiel zu kommen», wird Bellmont später zu seinen Comeback-Qualitäten sagen. Denn nach einem weiteren Break zum 5:3 kommt der beste Schweizer Dartsspieler kurz darauf zum Siegerinterview. Bei seiner zweiten Teilnahme an der Swiss Darts Trophy gewinnt Bellmont erstmals und steht am Samstag um 13 Uhr in der zweiten Runde, wo er auf den Polen Krzysztof Ratajski trifft.
«Dieser Sieg gehört zu meinen Top 3, ich bin wirklich zufrieden heute», sagt Bellmont. Direkt im Anschluss mischt er sich wieder unter das Publikum in der Halle, um seinen Kollegen zu helfen. «Wenn ein Schweizer hier spielt, möchte ich den unterstützen», sagt Bellmont, der in der kleinen Darts-Nation Schweiz als Captain vorangeht.
15:45 Uhr9. OktoberWellinger verpasst die Sensation
Roman Wellinger holte gegen Niko Springer ein Game und wurde von den Fans in Basel gefeiert.Bild: Keystone
Roman Wellinger ist am Freitagnachmittag der erste von vier Schweizern, der versuchen darf, die Favoriten zu ärgern. Der Bündner, der im Dart Club Widnau aktiv ist, duelliert sich mit der deutschen Weltnummer 37, Niko Springer. Wellinger arbeitet beruflich als Strassenbauer und ist seit 13 Jahren Hobbydartspieler. Eigentlich wollte er vor drei Jahren bereits mit dem Darts aufhören. Doch weil auch seine Tochter Melanie die Leidenschaft teilt und 2024 U16-Schweizer-Meisterin wurde, machte auch der Vater weiter.
So erlebt der Qualifikant am Freitag im von Tochter Melanie designten Steinbock-Shirt mit dem Profi-Tour-Debüt sein persönliches Karrierehighlight. «Es kribbelte am ganzen Körper, noch nervöser als ich kannst du gar nicht sein», sagt Wellinger. Dennoch kann er das – zugegeben schwache – Niveau von Springer (77er Average, 27 Prozent Checkout-Quote) anfänglich noch mitgehen und hat insgesamt neun Darts aufs Doppel. Doch, weil Wellinger zu viele Chancen auslässt, steht am Ende ein 1:6 auf dem Skoreboard.
14:24 Uhr9. OktoberDie Nachmittagssession am Freitag
Mensur Suljovic ärgert die Gegner gerne auch mit seiner langsamen Spielweise.Bild: Imago
Rund ein Drittel der Bierbänke in der St. Jakobshalle ist besetzt, als die Swiss Darty Trophy 2026 um 13 Uhr eröffnet wird. Bereits im dritten Spiel der Nachmittagssession bekommt das Publikum einen Fan-Liebling zu sehen. Der 54-jährige Österreicher Mensur Suljovic wird mit lauten «Mensur, Mensur»-Rufen angefeuert und gewinnt dank der Unterstützung des Publikums auch die Partie gegen den Ungarn György Jehirszki mit 6:3.
08:26 Uhr9. OktoberDie Auslosung der ersten zwei Runden
Am Freitag und Samstag finden die ersten zwei Runden statt. Heute eröffnen um 13 Uhr der Niederländer Niels Zonneveld (PDC 29) und der Engländer Bradley Brooks (PDC 62) die dritte Swiss Darts Trophy. In der Nachmittagssession steht mit dem Widnauer Roman Wellinger (gegen den Deutschen Niko Springer, PDC 37) auch der erste Schweizer im Einsatz.
Stefan Bellmont (PDC 127) eröffnet dann um 19 Uhr die Abendsession mit seinem Duell gegen den Engländer Andrew Gilding (PDC 27). Bruno Stöckli duelliert sich etwas später mit dem ehemaligen Auberginenfarmer Dirk van Duijvenbode (PDC 20) und Alex Fehlmann bekommt es im vorletzten Duell des Abends mit dem Australier Damon Heta (PDC 21), der gerne mit Flammenhut einläuft, zu tun. Auch die ehemaligen Weltmeister Michael Smith, Raymond van Barneveld und Rob Cross starten bereits am Freitag.
Am Samstag steigen auch die Top 16 ins Geschehen ein. Darunter sind mit Stephen Bunting und Martin Schindler die beiden Ex-Sieger der Swiss Darts Trophy. Mit Michael van Gerwen und Luke Humphries greifen dann auch zwei weitere Ex-Weltmeister nach der Swiss Darts Trophy, die am Sonntagabend vergeben wird. (jaw)
08:12 Uhr9. OktoberVier Schweizer sind mit dabei
Stefan Bellmont ist der einzige Schweizer auf der Profi-Tour. Für Basel qualifizierte sich der Chamer zum zweiten Mal.Bild: Nadia Schärli
Am Donnerstag fand der sogenannte Host-Nation-Qualifier statt. Dabei duellierten sich 74 lokale Spieler in einer K.-o.-Phase, bis nur noch vier übrig waren. Sie dürfen an der Swiss Darts Trophy 2026 teilnehmen. Die 37-jährige Schweizer Nummer 1, Stefan Bellmont aus Cham, setzte sich im Final trotz eines 1:4-Rückstands mit 6:5 gegen Marcel Walpen durch, der ebenfalls schon bei der Swiss Darts Trophy auf der Bühne stand.
Souveräner setzten sich Roman Wellinger (Schiers, GR), Alex Fehlmann (Seon, AG) und der 55-jährige Thuner Bruno Stöckli durch. Letzterer sorgte 2024 für den bisher grössten Schweizer Erfolg an der Swiss Darts Trophy, als er den Polen Krzysztof Ratajski besiegte und sich in der zweiten Runde mit Luke Littler duellieren durfte. Auch Roger Hertig gelang 2024 ein Sieg in Runde 1. Ansonsten schieden die Host-Qualifier bereits in der ersten Runde aus. (jaw)