Im Vorjahr verkündete Saar-Innenminister Reinhold Jost (SPD), dass der Rechtsextremismus deutlich auf dem Vormarsch sei. Bundesweit sei der Islamismus die größte Gefahr, sagt die Polizei. Heute wird der neue Verfassungsschutzbericht in Saarbrücken vorgestellt.
Saarbrücken · Im Vorjahr verkündete Saar-Innenminister Reinhold Jost (SPD), dass der Rechtsextremismus deutlich auf dem Vormarsch sei. Bundesweit sei der Islamismus die größte Gefahr, sagt die Polizei. Heute wird der neue Verfassungsschutzbericht in Saarbrücken vorgestellt.
07.10.2026 , 07:59 Uhr
Der saarländische Innenminister Reinhold Jost (SPD) präsentiert am heutigen Mittwoch den jüngsten Verfassungsschutzbericht.
Foto: Oliver Dietze/dpa/Oliver DietzeDer saarländische Innenminister Reinhold Jost (SPD) und die Leiterin des Verfassungsschutzes, Natalie Grandjean, stellen am heutigen Mittwoch, 7. Oktober, um 9.30 Uhr in Saarbrücken das „Lagebild Verfassungsschutz 2025“ vor.
Ein Schwerpunkt wird dabei vermutlich auch die Entwicklung beim Rechtsextremismus sein. Vor einem Jahr hatte der Minister gesagt, dass dieser „mit Abstand die größte Gefahr für die freiheitlich demokratische Grundordnung im Land“ bilde. Laut Bericht des Vorjahres hatte sich die Zahl der erkannten und vermuteten Rechtsextremisten im Saarland von etwa 340 im Jahr 2023 auf rund 370 Personen zum Jahresende 2024 erhöht.
Zehn Prozent von ihnen stufte der Verfassungsschutz als gewaltorientiert ein. Ebenso wie bei den Reichsbürgern, deren Zahl seinerzeit von 220 auf rund 280 gestiegen war.
Laut damaligem Bericht ging im polizeilichen Sinne die größte Gefahr für die Sicherheit in Deutschland vom Islamismus aus. Mit 430 Personen war die Zahl der Anhänger im Saarland auf dem Vorjahresniveau geblieben.