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Sechs Faktoren treiben das Brustkrebsrisiko in die Höhe

Дата публикации: 23-09-2026 04:06:00

Einige Lebensstilfaktoren spielen Studien zufolge eine zentrale Rolle bei Brustkrebs. Wie sich das Risiko senken lässt.


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Einige Lebensstilfaktoren spielen Studien zufolge eine zentrale Rolle bei Brustkrebs. Wie sich das Risiko senken lässt.

Brustkrebs ist bei Frauen der häufigste Krebs. Wer erkrankt, verliert kostbare gesunde Lebensjahre. Fast jede fünfte Patientin verstirbt an Brustkrebs. Forscher der Universität Washington in Seattle haben nun berechnet, welche Faktoren besonders häufig mit der Erkrankung und einem frühzeitigen Tod in Verbindung stehen.

  1. Der Verzehr größerer Mengen roten Fleischs hatte mit elf Prozent den größten Anteil. Rotes Fleisch stammt etwa von Rind, Schwein, Ziege und Schaf.
  2. Danach folgt Rauchen – inklusive Passivrauchen – mit einem Anteil von acht Prozent.
  3. Ein hoher Blutzuckerspiegel schlug mit einem Anteil von sechs Prozent zu Buche.
  4. Ein hoher Body-Mass-Index (BMI), also Übergewicht, stand der Berechnung zufolge mit vier Prozent der verlorenen gesunden Lebensjahre in Verbindung.
  5. Einen Anteil von zwei Prozent hatte hoher Alkoholkonsum.
  6. Genauso wie wenig körperliche Bewegung mit ebenfalls zwei Prozent Anteil.

Mehr als ein Viertel der an Brustkrebs verlorenen Lebensjahre seien auf diese Risikofaktoren zurückzuführen. Die gute Nachricht: Frauen können Einfluss auf diese sechs Faktoren nehmen. Viele Todesfälle durch Brustkrebs seien demnach vermeidbar. Allerdings gibt es auch genetische und andere nicht beeinflussbare Ursachen für die Krebsart.

Zwischen 1990 und 2023 habe sich die Krankheitslast durch die Risikofaktoren Alkohol und Tabak deutlich verringert – nämlich um 47 beziehungsweise 28 Prozent, berichten die Studienautoren. Bei den anderen Faktoren gebe es bislang allerdings keine solche positive Entwicklung.

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Die Studie erschien am 3. März 2026 im Fachjournal „The Lancet Oncology“.

Brustkrebs ist häufigste Krebsart bei Frauen

Die Forscher schätzen: Bis zum Jahr 2050 wird die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen weltweit auf 3,5 Millionen Brustkrebspatientinnen steigen – eine Zunahme um ein Drittel. Die Zahl der Todesfälle werde ebenfalls steigen, auf fast 1,4 Millionen pro Jahr.

„Während Menschen in reicheren Ländern in der Regel von Vorsorgeuntersuchungen, einer frühzeitigen Diagnose und umfassenden Behandlungsstrategien profitieren, verlagert sich die zunehmende Belastung durch Brustkrebs in ärmere und Schwellenländer“, erklärt Erstautorin Kayleigh Bhangdia von der Universität Washington. 

„Dort wird die Krankheit oft erst in einem späteren Stadium diagnostiziert, und die Betroffenen haben nur eingeschränkten Zugang zu guter Versorgung und sterben häufiger an der Krankheit.“

Fälle in Deutschland nehmen zu – aber Sterblichkeit sinkt

Die Studie liefert auch Daten für Deutschland: Demnach ist die um Alterseffekte bereinigte Inzidenz – also die Zahl der Brustkrebsfälle pro 100.000 Frauen – zwischen 1990 und 2023 um knapp 22 Prozent auf rund 100 gestiegen. Die ebenfalls altersbereinigte Sterblichkeitsrate ist im gleichen Zeitraum in Deutschland hingegen um rund 23 Prozent auf etwa 22 gesunken.

Dem Robert Koch-Institut zufolge gibt es pro Jahr in Deutschland etwa 75.000 Neuerkrankungen. Etwa eine von acht Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens, etwa 18.500 Frauen jährlich sterben daran. Damit ist auch hierzulande Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen. Je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Viele Brustkrebsfälle stehen mit 6 Gewohnheiten in Verbindung

Das Forschungsteam der aktuellen Studie sieht in seinen Erkenntnissen Potenzial für eine erfolgreiche Vorbeugung: „Da mehr als ein Viertel der weltweiten Brustkrebsfälle mit sechs veränderbaren Lebensgewohnheiten in Verbindung stehen, gibt es enorme Möglichkeiten, das Brustkrebsrisiko für die nächste Generation zu senken“, betont die beteiligte Forscherin Marie Ng von der National Universität Singapore. 

So könnten Gesundheitspolitik gezielter ausgerichtet und Einzelne besser beraten werden, etwa um Übergewicht zu reduzieren oder den Blutzucker zu senken.

Wie Sie Übergewicht und Fettleibigkeit vorbeugen

Ein erhöhter Blutzucker erfordert häufig ärztliche Behandlung, während sich Rauchen, Alkoholkonsum und der Verzehr von rotem Fleisch vor allem durch konsequenten Verzicht reduzieren lassen. Ein hoher Body-Mass-Index lässt sich dagegen durch alltagstaugliche Veränderungen wie eine gesündere Ernährung und mehr Bewegung wirksam senken. 

  • Richtige Ernährung: Achten Sie auf genügend Eiweiß (zum Beispiel Hülsenfrüchte, Quark), gesunde Fette (Nüsse, Avocado, Lachs), Ballaststoffe (Vollkornbrot, Gemüse) und allgemein eine optimale Nährstoffzufuhr.
  • Regelmäßige Bewegung: Legen Sie im Alltag mehr Wege zu Fuß zurück und nehmen Sie eher die Treppe als den Aufzug. Egal ob zügiges Gehen oder entspanntes Fahrradfahren – 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche sollten es laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sein. Das sind rund 22 Minuten am Tag.
  • Muskelaufbau: Bauen Sie aktiv Muskeln auf. Diese verbrennen im Ruhezustand Energie, sodass der Grundumsatz höher ist und Sie mehr Kalorien verbrauchen.
  • Stressvermeidung: Das Stresshormon Cortisol kann zu Gewichtszunahme führen – unter anderem, weil es Heißhungerattacken fördert. Versuchen Sie nach Möglichkeit, Stresssituationen zu minimieren, etwa durch die Integration von Entspannungsübungen oder Yoga im Alltag.
  • Ausreichend Schlaf: Versuchen Sie, jede Nacht sieben bis acht Stunden zu schlafen. Schlafmangel kann den Stoffwechsel verlangsamen und die Psyche beeinträchtigen, was sich wiederum auf das gesamte Wohlbefinden auswirkt.

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