Der Generalstaatsanwalt der VAE ist sich sicher: Der Co-Pilot von Flug FZ1073 wollte den 9/11-Attentätern nacheifern. Auch das Ziel, das er im Auge hatte, glauben die Ermittler zu kennen.

Ben Gurion Airport in Tel Aviv: Offenbar Ziel des mutmaßlichen Attentäters. Foto: AFP
Der vereitelte Absturz eines Passagierflugzeugs der Fluggesellschaft Flydubai auf dem Weg nach Tel Aviv Ende September war den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zufolge als Selbstmordanschlag geplant. Der Co-Pilot aus dem Oman habe vorgehabt, die Maschine in ein Terminal Flughafens Ben Gurion in Israel zu steuern, teilte der Generalstaatsanwalt der VAE am Freitag der Nachrichtenagentur WAM zufolge mit. Der Plan sei von den Anschlägen in den USA vom 11. September 2001 inspiriert gewesen.
Ermittlungen hätten ergeben, dass der Co-Pilot zwei frühere Flüge nach Tel Aviv genutzt habe, um sich mit der Flugroute und dem Flughafen vertraut zu machen, hieß es. Der Mann sei im Januar 2026 zu Flydubai gewechselt habe zuvor unter anderem für Oman Air gearbeitet.
Bei dem Vorfall hatte der Co-Pilot des Fluges FZ1073 den indischen Flugkapitän mit einem Messer angegriffen, woraufhin der Jet in 30 Sekunden knapp 4300 Meter in die Tiefe stürzte. Dem verletzten Kapitän war es den Angaben zufolge aber gelungen, die Cockpittür zu entriegeln. Passagiere und Besatzungsmitglieder drangen daraufhin ein und überwältigten den Angreifer.
Ein zufällig anwesendes zweites Pilotenpaar an Bord landete die Maschine anschließend sicher im saudi-arabischen Tabuk. An Bord waren 174 Menschen, zumeist Israelis. Beide Piloten wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Als Reaktion auf den Vorfall will Israel die Kontrollen ausländischer Piloten verschärfen.
US-Medien, darunter der Fernsehsender ABC, hatten zuvor bereits berichtet, dass der Mann das Flugzeug hatte auf den israelischen Großflughafen Ben Gurion bei Tel Aviv stürzen lassen wollen. ABC berief sich auf zwei hochrangige US-Beamte und eine mit den Ermittlungen vertraute israelische Quelle.

Ein Bild von Flightradar24 zeigt die Route der Maschine von Flydubai Richtung Israel und der außerplanmäßigen Landung in Saudi-Arabien. Foto: via REUTERS
Dem Radiosender NPR liegen ähnliche Informationen aus einer noch laufenden Untersuchung zu dem Vorfall vor. Es werde davon ausgegangen, dass der Copilot wahrscheinlich allein gehandelt habe, zitiert NPR eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle.
Auch der US-Sender CNN berichtet, dass es der mutmaßliche Angreifer wahrscheinlich auf den Flughafen Ben Gurion abgesehen habe. Er stützt sich dabei auf einen israelischen Beamten und eine mit der Angelegenheit vertraute israelische Quelle.
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Demnach halten die Vereinigten Arabischen Emirate, die Ermittlungen eingeleitet haben, Israel über den Stand der Untersuchungen auf dem Laufenden.
US-Medien hatten vor ein paar Tagen berichtet, dass der Copilot wegen Sicherheitsbedenken aus seinem früheren Job bei einer Fluggesellschaft im Oman entlassen worden sei. Das „Wall Street Journal“ schrieb unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass der Mann vom Oman zu einem früheren Zeitpunkt mit einem Flugverbot belegt worden sei. Grund dafür sei die Befürchtung gewesen, dass er radikale ideologische Ansichten habe. Laut Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu war er islamistisch indoktriniert.
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