Die Fahrt durch die Straße von Hormus ist weiterhin gefährlich, aber möglich. Die Ölknappheit auf den Weltmärkten ist daher kein Grund mehr für die hohen Preise. Stattdessen gibt es andere.

Satellitenbild von Öltankern im Persischen Golf vom 4. Oktober 2026: Öl und Kraftstoffe werden von einem aufs andere Schiff umgeladen. Foto: Copernicus/ESA/Sentinel 2
Düsseldorf. Aktuelle Daten zu Ölexporten aus den Golfstaaten ergeben ein Paradox – zumindest auf den ersten Blick. Denn seit Wochen fahren trotz zahlreicher Angriffe Tag für Tag Tanker durch die Straße von Hormus und transportieren Rohöl, Kraftstoffe und Gas. Inzwischen haben die Exportmengen aus der Region, inklusive Saudi-Arabien, mit mehr als 18 Millionen Barrel Rohöl pro Tag den Stand vor Beginn des Irankriegs erreicht, wie Daten mehrerer Anbieter zeigen.
Ein Barrel Rohöl der Referenzsorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Donnerstag 103 Dollar. Vor Beginn des Irankriegs kostete ein Fass knapp 73 Dollar. Das Öl ist wieder verfügbar, doch der Preis sinkt nicht – wie passt das zusammen?
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